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Muckenbrunn Studénka

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Karte der Iglauer Sprachinsel
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  1. 1319Bis 1499

    Die Herren von der Leipen erhielten 1319 von König Johann die Burg Lipnitz und hatten von dieser Zeit bis zum Jahr 1620 das Amt des Oberstlandmarschalls von Böhmen inne.

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  2. 16201500–1799

    Die Herren von der Leipen erhielten 1319 von König Johann die Burg Lipnitz und hatten von dieser Zeit bis zum Jahr 1620 das Amt des Oberstlandmarschalls von Böhmen inne.

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  3. 18351800–1918

    Im Jahr 1787 hatte Muckenbrunn 22 Häuser, 1835 schon 27 und 1924 29 Hausnummern.

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  4. 19241919–1945

    Im Jahr 1787 hatte Muckenbrunn 22 Häuser, 1835 schon 27 und 1924 29 Hausnummern.

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Ortsgeschichte

Muckenbrunn

An der Sprachgrenze hinter Stecken liegt das Dorf Muckenbrunn. Es ist alt und gehörte einst zum Besitze der reichbegüterten Herren von der Leipen. Diese waren die Nachfolger der Liditenburger, die ehemals die Grundherren von Deutschbrod waren und zu Illemnik ihre Sommerburg hatten (vgl. Illemnik). Die Herren von der Leipen erhielten 1319 von König Johann die Burg Lipnitz und hatten von dieser Zeit bis zum Jahr 1620 das Amt des Oberstlandmarschalls von Böhmen inne. Auch Muckenbrunn gehörte zu ihrem ausgedehnten Besitze, Eine Urkunde von 1395 belegt den Besitz.

„Henrich von der Leipen, des chunigrichs zu Behen obrister marsalich, vnd Hyncze der jung von der Leipen, auch des chuniges von Behem diserczeit obrister marschalich" den Zins und Erbzins (eine regelmäßige Abgabe für die erblich überlassene Nutzung von Land) von „Mokkenprun bei Dewczenbrod" zur Stiftung einer „ewigen Messe" in der Kirche zu Schlappenz gewidmet. Diese Zinsungen machten jährlich 8 Schock (eine alte Zähleinheit für sechzig Stück, hier meist Groschen) und 8 Groschen aus. Später gehörte es, wie Akten aus dem 18. Jahrhundert bezeugen, zum Gute Smilau und kam. anschließend zur Steckner- Schrittenzer Herrschaft.

Der Name Muckenbrunn wurde in der oben genannten Urkunde vom Jahr 1395 „Mokkenprun" und „Molkenprun" geschrieben. Im Jahr 1433 verzeichnete ein Iglauer Stadtbuch den Familiennamen „Muckenprunner". Hat ein mückenreicher Brunnen der Ansiedlung den Namen gegeben oder hat irgendeine Beschaffenheit des Wassers an die Molke, die vom Käsestoff befreite Milch, erinnert? Molke hieß im Mittelhochdeutschen „molken".

Im Jahr 1787 hatte Muckenbrunn 22 Häuser, 1835 schon 27 und 1924 29 Hausnummern. 1945 (in Klammern 1924) weist das Gemeindekataster folgende Besitzverhältnisse aus.

Nr. 1 „Hirluksch" Anton Hirluksch, 38,47 ha (Anton Hirluksch, 38,47 ha).

Nr. 2 „Mirtl" Johann Eigl, 25,17 ha (Johann Eigl, 25,17 ha).

Nr. 3 „Schuster- Häusl" und

Nr. 4 „Bauernschuster" Anton Zatocil, 34,70 ha (Katharina Zatocil, 34,70 ha).

Nr. 5 „Fischer" Johann Zatocil, 10,82 ha (Josef Zatocil, 10,82 ha).

Nr. 6 „Veit" und

Nr. 7 „Veitenhäusl" Josef Janko, 22,43 ha (Anton Janko, 22,43 ha).

Nr. 8 „Hirtenveit" (Josef Zatocil, 11,35 ha).

Nr. 9 Anton Neubauer.

Nr. 10 „Matidl" Franz Neubauer, 3,52 ha (Katharina Tomenendal, 3,52 ha).

Nr. 11 „Schütz" Johann Zubaty, 1,05 ha (Johann Zubaty, 1,05 ha).

Nr. 12 „Adam" Johann Tomenendal, 2,69 ha (Wenzl Tomenendal, 2,69 ha).

Nr. 13 „Zimmermann" Franz Neubauer, 8,00 ha (Johann Duschek, 6,67 ha).

Nr. 14 „Schaffer" Wenzl Kuttelwascher, 24,05 ha (Wenzl Kuttelwascher, 24,05 ha).

Nr. 15 „Roubnschwonz" (Frantisek Vitek, 26,27 ha, Tscheche).

Nr. 16 „Roubnschwonz-Häusl" (Jan Huda, 3,04 ha, Tscheche).

Nr. 17 „Batl" (Franz Böhm, 2,50 ha).

Nr. 18 „Wenzbauern-Häusl" Anton Neubauer, 2,81 ha (Anton Neubauer, 2,40 ha).

Nr. 19 „Schmied" Johann Grünwald, 4,00 ha (Johann Grünwald, 2,40 ha).

Nr. 20 „Wenznauer" (Vaclav Horky, 8,36 ha, Tscheche).

Nr. 21 „Bernard" Franz Hirluksch, 30,24 ha (Franz Hirluksch, 30,24 ha).

Nr. 22 „Mirtlhäusl" Josef Hintenaus, 3,27 ha (Josef Hintenaus, 3,27 ha).

Nr. 23 „Schneider" Franz Kopie, 2,10 ha (Augustin Neubauer, 2,10 ha).

Nr. 24 „Kuba-Schneider" Johann Böhm, 6,00 ha (Josef Böhm, 4,88 ha).

Nr. 25 „Schejstal" (Frantisek Kubat, 2,67 ha, Tscheche).

Nr. 26 Deutsche Volksschule (0,14 ha).

Nr. 27 „Kotzmann" Ladislaus Kotzmann (Anton Kotzmann, 0,10 ha).

Nr. 28 Gemeindehaus.

Nr. 29 „Bernard-Häusl" Paul Grünwald, Schmied (Franz Hirluksch).

Muckenbrunn war ursprünglich nach dem 3 km entfernten Stecken eingeschult. Am 1. Mai 1910 wurde eine Privatschule eröffnet, die mit 1. Januar 1912 in eine öffentliche Expositur zur Steckner Schule umgewandelt wurde. Am 1. September 1922 wurde sie von der Schulbehörde aufgegeben und im Schuljahr 1922/23 Privatunterricht erteilt.

Muckenbrunn war eine selbstständige Gemeinde und hatte 1939 sechs deutsche und drei tschechische Gemeinderäte. Die Schule war im Ort. Pfarre, Post und Gendarmerie waren in Stecken und zur Bahn musste man nach Polna- Stecken oder Pollerskirchen.

Dorfleben um 1900

Menschen und Alltag im Volkskalender von 1899

Bevölkerungsstand: 1890. Weitere Ortsangaben nach dem Kalenderjahrgang 1899.

Der Kalender nennt 25 Häuser und 147 Einwohner. Als Gemeindevorsteher erscheint Anton Zatočil, als Gemeinderäte Johann Hirluksch und Johann Böhm. Im Ausschuss werden unter anderem Franz Neupärtl, Josef Janko, Johann Neubauer und Franz Hirluksch genannt.

Quelle und zeitliche Einordnung

Die Bevölkerungs- und Religionszahlen beziehen sich laut Vorbemerkung des Kalenders auf die Volkszählung von 1890. Die übrigen Angaben stammen aus dem Jahrgang 1899; soweit die Quelle ein Wahl- oder Gründungsjahr nennt, ist es im Text angegeben. Die genannten Personen bilden kein vollständiges Einwohnerverzeichnis.

Quelle: Deutscher Volkskalender für die Iglauer Sprachinsel, Jahrgang 1899; zur Datierung der Bevölkerungszahlen. Redaktionell zusammengefasst; historische Namensabkürzungen bleiben erhalten.

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