Die Iglauer SprachinselGeschichte bewahren · Zusammenhänge verstehen
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Entdecken und erleben

Erzählungen, Sagen und Fabeln

Was erzählt wurde, gehört zur Erinnerung einer Landschaft. Seine Form und Herkunft sollen sichtbar bleiben.

Die Sammlung beginnt nicht bei null

Im vorhandenen Websitebestand stehen bereits Mundarttexte. „Sele moi“ verbindet eine Kindheitserinnerung mit dem Bild des flüchtigen Glücks; „Zwa Faule“ und „Von an Geizkrogn“ erzählen in humorvoller Form von menschlichen Schwächen. Diese kurzen Inhaltsbeschreibungen beziehen sich auf die vorhandenen Texte. Die Erzählungen werden dadurch nicht als nachgewiesene Begebenheiten eingeordnet.

Die vorhandenen Gschichtla lesen → · Zur Mundart und ihren Lesehilfen →

Die Überlieferung erkennbar machen

Für das Museum unterscheiden wir persönliche Erinnerungen, literarische Erzählungen, Sagen und Fabeln. Bei Erinnerungen fragen wir nach Erzähler und Aufzeichnung; bei literarischen Texten nach Verfasser und Veröffentlichung. Sagen werden als überlieferte Erzählungen kenntlich gemacht. Fabeln erhalten einen eigenen Platz, sobald entsprechende Texte aus der Sammlung zugeordnet sind.

Die vorhandenen Gschichtla werden nicht allein wegen ihrer Kürze oder ihrer Lehre als Fabeln bezeichnet. Für einen eigenständigen Fabelbestand sind noch konkrete Texte zu erschließen.

Ein Beispiel: die Gründungssagen

Der Beitrag zum Berghäuerzug behandelt Erzählungen, die den Ursprung Iglaus mit dem Jahr 799 und Karl dem Großen verbinden. Er bezeichnet sie ausdrücklich als Sagen. Diese Unterscheidung bleibt wesentlich: Eine Erzählung kann für das Selbstbild einer Stadt wichtig sein, ohne einen historischen Gründungsnachweis zu liefern.

Berghäuerzug und überlieferte Gründungssagen →

Quellen zu diesem Beitrag →