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Dolní Věžnice Unter-Weschnitz

Cesta časem: Dolní Věžnice Unter-Weschnitz

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Mapa jihlavského jazykového ostrova
Mapa jihlavského jazykového ostrova · Obce na mapě
  1. 16571500–1799

    Záznam o obci z roku 1657.

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  2. 18791800–1918

    Záznam o obci z roku 1879.

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  3. 19391919–1945

    Záznam o obci z roku 1939.

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Z knihy Dörferbuch

Unter-Weschnitz

Name und Lage

1939 wurde der Ortsname in „Unter Wesenz“ geändert.

Nördlich von Regens entspringt an einem Hügel ein kleiner Bach. Bei Polna fließt er durch die Teiche und vereinigt sich anschließend mit dem Skreyschauer Bach. Als Schlappenzer Bach zieht er weiter nach Norden zur Sazawa.

Dieser Jamner Bach durchfließt nahe seiner Quelle Weschnitz (Veznice) und vor Polna Klein-Weschnitz (Mala Veznice). Hinter der Stadt führt sein Lauf durch Ober-Weschnitz (Horni Veznice) und schließlich durch Unter-Weschnitz.

Im 17. Jahrhundert begegnen uns verschiedene Schreibweisen: 1657 etwa „Under Wesnitz“, „Undern Wesnitz“ und „Nider Wesnitz“. Zur gleichen Zeit wird auch ein benachbartes „Mitter Wesnitz“ genannt.

Der Name Weschnitz wird vom slawischen Wort vesnice für Dorf hergeleitet. Im 17. Jahrhundert findet sich außerdem die Schreibweise „Weisenz“. In der örtlichen Alltagssprache hieß der Ort zur Zeit der Beschreibung weiterhin „Wesenz“. Daneben wird eine weitere Deutungsmöglichkeit erwogen: Die Namensform erinnert an Schlappenz und Dobrenz und könnte mit dem althochdeutschen Wisunt zusammenhängen; zum Vergleich wird das keltische Vesontio angeführt.

Das Dorf am Bach

Während Ober-Weschnitz eher die Anlage eines Runddorfes zeigt, reihen sich die Gehöfte in „Wesenz“ an beiden Ufern des Baches aneinander. Zu den markanten Gebäuden gehört das breite, stattliche Haus der ehemaligen Erbrichterei „Antoni“, Nr. 23. Die Beschreibung erwähnt dort auch zugemauerte Kellergänge.

Grundherrschaft und Bergbau

Zu den früheren Grundherren gehörten die Trczka. 1538 verkauften sie ihre Rechte an Karl von Waldstein. Einträge in den böhmischen Landtafeln aus der Mitte des 16. Jahrhunderts belegen die Zugehörigkeit von Unter-Weschnitz zur Herrschaft Polna. Karl von Waldstein auf Skal ließ auf seinem Besitz den älteren Bergbau wiederbeleben.

Auch bei „Wesenz“ werden Spuren dieses Bergbaus beschrieben. Eine Karte von Peithner aus dem Jahr 1780 verzeichnet westlich des Dorfes einen „Unterwieznitzer Schacht“. Oberhalb der Schwalbenmühl waren kleine Reste von Pingen, also durch Bergbau entstandenen Bodenvertiefungen, und Halden erkennbar. An die Lage des alten Schachtes erinnern außerdem der Flurname „Schachta“ und die Halden.

Die Grundherrschaft gehörte zum Herrschaftsgebiet von Polna. Die Darstellung nennt unter den früheren Herren Niklas den jüngeren Trczka, Burian Trczka von Lopa auf Lipnitz sowie die Herren von Kunstadt und anschließend das Geschlecht von Neuhaus auf Teltsch. Auf die Neuhauser folgten die Zeidlitz von Schönfeld. Wegen ihrer Beteiligung an der Erhebung gegen den Kaiser verloren diese nach der Schlacht am Weißen Berge 1620 ihren Polnaer Besitz. Danach waren die Dittrichsteiner Grundherren. 1848 endete die fürstliche Grundherrschaft.

Nach der Bauernerhebung in den Siebzigerjahren des 18. Jahrhunderts setzten die Dittrichsteiner Antoni als Erbrichter von Unter-Weschnitz ein. Das Richteramt im Dorf war erblich.

Häuser und Besitzverhältnisse

Das Gemeindekataster nennt für Unter-Wesenz 1945 die folgenden Besitzverhältnisse. Die Angaben in Klammern beziehen sich auf den Stand von 1924:

Nr. 1 „Martini" Josef Höfer, 5,00 ha (Marie Lang, 6,00 ha).

Nr. 2 „Schneider" Wenzl Benesch, 6,00 ha (Wenzl Benesch, 6,00 ha).

Nr. 3 „Stehondl" (Franz Stehondl, 33,00 ha).

Nr. 4 „Polzer" Anna Toscher, 28,00 ha (Franz Toscher, 28,00 ha).

Nr. 5 „Baserka II." (Fr. Pafik, Tscheche).

Nr. 6 „Matzka" (Wenzl Sobotka, 12,00 ha, Tscheche).

Nr. 7

„Benesch" (Franz Hausvater, 10,00 ha, Tscheche).

Nr. 8 „Longmichl" (Marie Docekal, 39,00 ha, Tscheche).

Nr. 9 „Höfer" Mathias Czepl, 27,00 ha (Mathias Czepl, 27,00 ha (Mathias Czepl, 34,00 ha).

Nr. 10 „Zupnikl" Wenzl Niedermirtl, 10.00 ha (Wenzl Niedermirtl, 10,00 ha).

Nr. 11 „Czepl" Johann Czepl, 37,00 ha (Marie Czepl, 36,00 ha). Diesem Hause und dem damaligen Lehensmann wurde 1534 ein Hauswappen für Tapferkeit im Kampf gegen die Hussiten bei Schrittenz verliehen.

Nr. 12 „Ansteffer" Mathias Niedermirtl, 35,00 ha (Mathias Niedermirtl, 34,40 ha).

Nr. 13 „Nimrichter" Franz Klement, 27,00 ha (Franz Klement, 28,00 ha).

Nr. 14 „Holzjäger" Franz Niedermirtl, 4,00 ha (Wenzl Lastovicka, 9,00 ha).

Nr. 15 „Mokry" (Josef Niedermirtl, 3,20 ha).

Nr. 16 „Körber" Alois Körber, 14,00 ha (Katharina Körber, 10,00 ha).

Nr. 17 „Neunschock" Wenzl Molthäufl, 5,00 ha (Johann Molthäufl, 5,00 ha).

Nr. 18 „Freiber" (Frühbauer) Anna Altrichter, 32,00 ha (Anton Altrichter, 32,00 ha).

Nr. 19 „Gotzmonn" (Katharina Moravec, 30,00 ha, Tscheche).

Nr. 20 „Wenzbauer" Johann Bemard, 10,00 ha (Johann Bernard, 10,00 ha).

Nr. 21 „Häusler" Marie Lotscher, 1,00 ha (Andreas Lotscher, 0,60 ha).

Nr. 22 „Toma" Franz Paul (Franz Paul).

Nr. 23 „Antoni" (Mar. Klabenesch, 44,00 ha, Tscheche).

Nr. 24 „Paul" Wenzl Bratrschofsky, 34,00 ha (Anton Grödl, 32,00 ha).

Nr. 25 „Schmied" Johann Jelinek, 5,00 ha (Johann Jelinek, 3,00 ha).

Nr. 26 „Musil" (Anton Stary, 34,00 ha, Tscheche).

Nr. 27 „Weber" Franz Neubauer, 8,00 ha (Katharina Neubauer, 8,00 ha).

Nr. 28 „Veit" (Johann Musil, 20,00 ha).

Nr. 29 „Grödl" Katharina Grödl, 42,00 ha (Andreas Grödl, 43,60 ha).

Nr. 30 Gemeindehaus.

Nr. 31 „Tomann" Franz Ripper, 31,00 ha (Franz Ripper, 32,00 ha).

Nr. 32 „Wächter" Franz Altrichter, 2,50 ha (Franz Altrichter, 1,00 ha).

Nr. 33 „Zimmermann" (Wenzl Janovsky, 2,00 ha, Tscheche).

Nr. 34 „Schwalbermühle" Stanislav Prohaska, 14,00 ha (Tscheche).

Nr. 35 Schule.

Nr. 36 „Benesch-Häusl" Johann Niedermirtl, 9,00 ha (Johann Altrichter, 12,00 ha).

Nr. 37 „Gräblschuster" Franz Nowak, 4,20 ha (Elisabeth Matl, 2,00 ha).

Nr. 38 „Langmichl-Häusl" Franz Toscher, 12,00 ha (El. Grödl, 12,00 ha).

Nr. 39 „Grödl-Häusl" Franz Janko, 10,00 ha (Franz Janko, 10,00 ha).

Nr. 40 „Paulitschek" Anton Womela, 19,00 ha (Johann Womela, 18,40 ha).

Nr. 41 Bahnwächterhaus.

Nr. 42 „Lorenz" Franz Gießwein, 3,00 ha (Anton Mokry, 3,00 ha).

Nr. 43 „Baserka I." Anton Vytlacil, 6,00 ha (Anton Vytlacil, 3,00 ha).

Nr. 44 Gemeindeschmiede.

Nr. 45 „Zupnikl" Katharina Gießwein, 6,00 ha (Franz Gießwein, 5,00 ha).

Nr. 46 „Plott" (Andreas Plott, 1,60 ha).

Nr. 47 Wenzl Neupärtl, 0,01 ha.

Nr. 48 (Josef Kuttelwascher).

Nr. 49 (Friedrich Basti).

Der Gemeinde gehörten 28,00 ha. Die gesamte Gemarkung umfasste 756 ha.

Schule und Gemeinde

Die deutsche Schule wurde 1789 erbaut. Neunzig Jahre später, 1879, erhielt sie eine zweite Klasse; 1890 wurde sie wieder einklassig geführt. Nach 1918 kam eine tschechische Volksschule hinzu.

Unter-Weschnitz war eine selbstständige Gemeinde. Dem Gemeinderat gehörten 1939 fünf deutsche und vier tschechische Mitglieder an. Die Schule befand sich im Dorf. Pfarre, Post, Bahnstation und Gendarmerie waren in Schlappenz.

Dorfleben um 1900

Menschen und Alltag im Volkskalender von 1899

Bevölkerungsstand: 1890. Weitere Ortsangaben nach dem Kalenderjahrgang 1899.

Unter der Überschrift „Unter-Weschnitz“ nennt der Kalender 44 Häuser und 293 Einwohner. Er führt Wenzel Janko als Gemeindevorsteher sowie Andr. Gokmann und Math. Czepl als Gemeinderäte auf. Im Ausschuss erscheinen unter anderem Franz Neupärtl, Josef Altrichter, Franz Ripper und Math. Czepel jun.; die unterschiedlichen Namensschreibungen stehen so in der Vorlage. Rudolf Pechold wird als Lehrer der einklassigen Volksschule und als Feuerwehrkommandant genannt. Eine Volksbibliothek war vorhanden. Pfarre, Post und Telegraphenamt lagen in Schlappenz, der zuständige Gendarmerieposten in Polna.

Quelle und zeitliche Einordnung

Die Bevölkerungs- und Religionszahlen beziehen sich laut Vorbemerkung des Kalenders auf die Volkszählung von 1890. Die übrigen Angaben stammen aus dem Jahrgang 1899; soweit die Quelle ein Wahl- oder Gründungsjahr nennt, ist es im Text angegeben. Die genannten Personen bilden kein vollständiges Einwohnerverzeichnis.

Quelle: Deutscher Volkskalender für die Iglauer Sprachinsel, Jahrgang 1899; zur Datierung der Bevölkerungszahlen. Redaktionell zusammengefasst; historische Namensabkürzungen bleiben erhalten.

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Knihy na venkově

Podle informačního kalendáře z roku 1893 byla venkovská knihovna v Unter-Weschnitz otevřena 8. prosince 1887. Jako knihovník je uveden řídící učitel Em. Heisner. Škola tak patří také k místním dějinám čtení a předávání znalostí.

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Věžnice – Horní, Prostřední a Dolní

Dnešní obec vznikla spojením Horní, Prostřední a Dolní Věžnice. Německý místopis z roku 1940 uvádí názvy Wesenz, Ober-Wesenz a Unter-Wesenz. V Dolní Věžnici byla v 70. letech 18. století postavena německá škola, kterou navštěvovaly i české děti. Česká škola v Horní Věžnici vznikla roku 1884.

Po roce 1945 bylo německé obyvatelstvo vysídleno. K místům paměti patří socha svatého Jana Nepomuckého z roku 1767, kamenný kříž a most u mlýna Lutrián. Školní výuka byla podle poskytnutého přehledu obnovena v roce 1991.

Úplná německá kapitola · Prameny

Dolní Věžnice čp. 11 a rodina Czeplových

Podle osobního rodinného svědectví Franze Czepla vedou jeho přímí předkové do Dolní Věžnice čp. 11. Pradědeček je spojen se Schachersdorfem, bratr dědečka s Neuhofem. Dědeček a otec bydleli ve Smrčné.

Rodina ve Smrčné

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Lidé před soudem

Mlynář Czepl a jeho žena – když pomluvy skončí před soudem →