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Smrčná Simmersdorf

Cesta časem: Smrčná Simmersdorf

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  1. 1303Do roku 1499

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  2. 15121500–1799

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  3. 18401800–1918

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  4. 19391919–1945

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Z knihy Dörferbuch

Simmersdorf

Im Iglauer Stadtarchiv liegt eine Urkunde aus dem Jahr 1303, in der „Symonsdorf" zum ersten Mal genannt wird. Nach ihr übernimmt es der Iglauer Bürger Eberhard, zu den bereits bestehenden Anwesen 16 neue Bauern anzusiedeln. Er erhält dafür einen Lahn, eine zinsfreie Mühle, die Erbrichterei mit dem üblichen Drittel der Gerichtsgefälle. Die 16 neuen Ansiedler brauchen die ersten fünf Jahre keine Geldabgaben entrichten. Die schon bestehenden Bauernhöfe hatten, sofern sie schon drei Jahre bestanden, jährlich 6 Lot Silber zu Georgi und Galli an die Grundherrschaft, das war das Kloster Seelau, zu Zinsen.

Nach Ablauf der fünf Freijahre haben die Neubauern denselben Zins zu entrichten. Der Zehent war von jedem Bauer (Lahn) von den vier Körnerfrüchten, zu Ostern 20 Eier, zu Pfingsten zwei Käse, zu Martini zwei Hühnchen zu geben und zur Erntezeit zwei Schnitter zu stellen. Für den zu bestellenden Pfarrer wird ein Freilahn bestimmt. Der „Lokator" Eberhard wird Richter und damit Vorsitzender einer bäuerlichen Schöffenbank mit dem Rechtzuge nach Iglau. Er ist Erbrichter, kann aber Amt und Gut verkaufen. Wird aber wegen eines geeigneten Käufers zwischen ihm und dem Kloster keine Übereinstimmung erzielt oder mißfällt er aus berechtigten Gründen dem Kloster und den Simonsdörfern, so tritt ein Schiedsgericht von sechs Schöffen zusammen.

Die Hälfte hat der Richter, die andern drei das Kloster zu ernennen. Zwei dieser Schöffen müssen aus Simonsdorf, die anderen vier aus den übrigen Klosterdörfern entnommen sein. Diese Urkunde trägt die Zeugenunterschriften des Richters Conrad von Gießhübel (Gishowels), des Pilgrin von Humpoletz (Gumpols), Calog von Kaihau (Calav), Thomissius von Opatau (Hopathau) und Adam von Dudin.

Einer der folgenden Richter, Peter mit Namen, erhielt im Jahr 1362 zur Anerkennung seiner Verdienste vom Kloster auch noch den Erbschank (taberna).

Simonsdorf war also ein Ort, dessen Grundherrschaft dem Kloster Seelau gehörte. Dieses war um 1139 gegründet, 1148 von Prämonstratensermönchen aus der Rheingegend bezogen worden. Das Kloster bekam den großen Besitz Borek, der sich südwärts bis zur Igla, ostwärts bis zum Bache „Zmrytsna" (Simmersdorfer Bach) und westwärts bis zum Bächlein „Otvirna" (Jedlauer Bach) erstreckte. Unter den Klostergütern erscheint Simmersdorf bald als „Symonsdorf", „Simasdorff" (1311), „Symansdorpf", bald als „Smrczna", „Smrzna".

Eine Ortsüberlieferung raunt von einer alten Siedlung etwas nördlich von dem heutigen Orte. Vielleicht ist das die Stätte des alten Fichtendorfes Smrcana. Nicht weit südöstlich davon lag ein Buchendorf oder Buchenhof, Bukau (Bukow), das ebenfalls später eingegangen ist. Noch 1512 wird eine Wiese in Pukaw an der Grenze von Simmersdorf (apud medas Symonsdorf) erwähnt. Eine Überlieferung verweist das alte Bukau ins Waldgebiet gegen den Vogelberg. Jenseits des Hügelzuges in der Pfauendorfer Gegend lag das einstige Dobeschau und im Schatzberggebiete das alte Sparern. Lauter entschwundene Namen.

In einer Urkunde betreffs des Verkaufes von Gütern des Deutschen Ritterordens an die Seelauer Prämonstratenser vom Jahr 1233 steht unter den nach „Gyglava" zehentpflichtigen Orten ein „Bukowe neben Smrzna". Smrcna ist heute der tschechische Name für Simmersdorf. Die Form „Simonsdorf" war noch zu Beginn des 17. Jahrhunderts üblich (Symonßdorf 1604, Simonsdorff 1606, Simonsdorf 1616), schleift sich aber zu „Simmersdorf" ab (1625 „Sümersdorf", 1672 „Simersdorf", ferner „Sumeßdorff, Sümeßdorf, Simmensdorf"). Noch 1787 war die Form „Simonsdorf" nicht außer Gebrauch.

Simmersdorf hatte also im 13. und 14. Jahrhundert das Seelauer Kloster zur Grundherrin, vorher den Deutschen Ritterorden. In der Hussitenzeit kam der Seelauer Besitz allmählich in die Hände des Adelsgeschlechtes der Trczka von Lipa, die sich beim Kloster ein neues Schloss erbauten. In Pfand- und Besitzbestätigungen 1437, 1458, 1493 wird Simmersdorf unter den Seelauer Gütern genannt. Im Jahr 1596 verkaufte Wilhelm von Trczka seinen weiten Besitz von Stecken bis nach Höfen an der Igla an die Stadt Iglau. Dazu gehörte auch Simmersdorf mit der Kirche und dem Zins von jährlich 4 Schock böhmischer Groschen aus dem zu Iglau gehörigen Ebersdorf. Simmersdorf war nun ein Teil des Iglauer „neuen Gutes in Böhmen".

Als der Dreißigjährige Krieg ausgebrochen war und Iglau in schwere Bedrängnis kam, musste es 1625 einen großen Teil seiner Besitzungen in Böhmen an seinen Geldgeber, den Kaiserrichter Rudolf Heidler, den Kaiser Ferdinand II. zum Freiherrn von Bukau erhob, verkaufen. Nach Rudolf Heidler war Johann Rudolf Freiherr von und auf Bukau der Grundherr, dem Ferdinand Freiherr von und auf Bukau folgte. Nach ihm erbten 1683 die Kinder des Daniel Pachta von Raihoffen und seiner Gattin, der Frau Mechtildis, den Bukauischen Besitz. Die Grafen von Pachta haben ihn bis in die Zwanziger Jahre des 18. Jahrhunderts, anschließend etwa (1725—1785) Graf von Sinzendorf, der 1732 das nahe Wilhelmsdorf anlegte, anschließend Herzog Moriz von Sachsen und nach ihm der Reichsgraf Karl von Palm.

Die Palm (1783 in den Reichsfürstenstand erhoben) waren die Grundherren bis 1840. In diesem Jahre erstand Fürst Karl von Hohenzollern den Großgrundbesitz. Das Jahr 1848 beendete für Simmersdorf wie für alle anderen „untertänigen" Orte die Zinsungen und Roboten an den Grundherrn.

Über die Abgaben berichten alte Aufzeichnungen. Im Jahr 1604 gab „Symonßdorf" zu Georgi 10 Schock 1 Groschen, zu Galli 9 Schock 1 Groschen. Im Jahr 1606 war der Jahreszins 19 Schock 1 Groschen. Für Schnittrobot waren insgesamt 1 Schock 54 Groschen zu zahlen und zwar für 28V2 Tagwerke zu je 4 Groschen. Das Kruggeld betrug 5 Schock, ferner war eine „Käsrobot" von 1 Schock 54 Groschen zu leisten und 4 Schock 50 Eier. Das Dorf hatte der Grundherrschaft I8V2 Zuber Hafer zu geben und bekam dafür 2 Schock 28

Groschen, also 8 Groschen für einen Zuber. An Zinskorn gab es HV2 Zuber und ebensoviel an „Zins-Habern". „Zappengeid", auch „Schweinitzergeld" (für 1 Fass Bier 15 Groschen) wurde für 5 Schweinitzer mit 1 Schock 15 Groschen verrechnet.

Im Jahr 1625 machte der Simmersdorfer Georgi- und Gallizins zusammen 14 Schock 42 Groschen aus, die Schnittrobot 1 Schock 54 Groschen, das „Kasgeld" ebenfalls 1 Schock 54 Groschen und des Richters Krugsgeld 5 Schock.

Hundertfünfzig Jahre später betrugen die Pflichten der Untertanen, wie der Geschichtsschreiber von Simmersdorf Rudolf K. Pechhold mitteilt: Jeder Inmann robotet wöchentlich einen Tag zu Fuß. Ein jeder Inmann, der Vieh hält, ist schuldig, der Obrigkeit von jeder Kuh 10 kr., von galden 3 kr. nomine Hutweide und Hirtengebühr zu zahlen. Die Gemeinde zahlt „in concreto an steten Grundzins nebst denen vorigen 19• fl. 16 kr.; es zahlen dermalen sämtliche samt Inleuten an repart. Vieh-Aufschlag 14 fl. 44 kr. 1 Pfennig", Fleischkreuzer 8 fl. 11 kr. „Maurachen sind solche schuldig überhaupt in bessern mehr, in schlechtem Jahren weniger abzuführen". Geflügel, Vieh und Eier sind jederzeit zur „obrigkeitlichen Notdurft" zu liefern.

Die Obrigkeit hat dafür zu zahlen für einen Indianer 20 kr., für eine Gans 15 kr., für eine Ente 6 kr., für einen Kapauner 10 kr., für eine alte Henne 6 kr., für eine junge Henne 3 kr., für ein Schock Eier 15 kr. Salz musste von der Obrigkeit gekauft werden. Jeder Bauer hatte 4 Strich Asche in das herrschaftliche Flusshaus abzuführen und bekam für einen Strich 8 kr. Häute und Fellwerk mussten der Obrigkeit „gegen billige Bezahlung" überlassen werden. Die Untertanen waren zum Dreschen, zur herrschaftlichen Dienstbotenstellung, zur Arbeit an den Teichen, zu Fuhren verpflichtet. „In Bearbeitung der Felder sind jederzeit schuldig zu vier Ochsen zwei Boten zu gesteilen, ein ebenes in Heu- und Grummeteinfechsung, außerdem wann zu Fueß angewendet werden ebenfalls zwei Boten dazu zu gestellen, Klafterholz zu schlagen ist eines jeden Bauern seine Schuldigkeit (wöchentlich) eine böhmische Klafter Holz zu schlagen, der dreiviertel und halbe a proportione deren Ganzen den auf diese Teile entfallenden Betrag zu verrichten. Roboten im Sommer vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang, wobei ihnen zur Gütung zwei Stunden an denen von altersher ausgewiesenen Plätzen gestattet werden und bleiben daher zehn Stunden zur Arbeit gewidmet.

Im Winter aber mit Tagesanbruch auf ein Einstand. Die Feiertage bleiben denen Untertanen zu besten, Kirchweih und Faschingtäge werden ihnen zusammen vier Tag passiert. In Schnittzeiten werden denjenigen, so ein Beet schneiden, täglich ein Labl Brot und ein Seidel Bier, denen schwächeren aber nur die Hälfte erfolget."

Der Dorfchronist Streichsbier klagt, dass die ganze Woche der Zug nicht nachhause kam, dass die Robotleute von den Schaffern blutig geschlagen wurden, die Herren Beamten mit dem spanischen Rohr strafend umhergingen, Frauen in die „Brechel" steckten, die Männer auf scharfkantigen Holzeseln im Schlosshof reiten ließen und wie der Reichsgraf von Palm drei schöne, schlanke Bauernburschen für bares Geld an den Kursächsischen Hof verkauft habe.

Die Robotnot hat wiederholt Bauern veranlaßt, ihre Wirtschaft aufzugeben. So hat der Ganzbauer von Nr. 2 wegen der schweren Robotplage seinen Grund gegen eine Halbbauernwirtschaft (Nr. 17) eingetauscht, der Besitzer von Nr. 9 tauschte seinen Hof gegen eine kleine Hofstelle in Wilhelmsdorf Nr. 12.

Der Bauer

Nr. 11 machte sich vom Grunde weg und wurde lieber Heger. „Während der großen Robotplage stiftete sich der Watzka selbst vom Hause weg und es wurde ein gewisser Ramseitl von Neuhof her auf das Haus gezwungen (

Nr. 7)." Ein anderer (Laschka

Nr. 14) gab seine Wirtschaft auf und wurde Taglöhner im Hofseitenwohnhäusel (

Nr. 15).

Um 1800 war Simmersdorf zu folgender Robot verpflichtet:.! dreispänniger, 10 zweispännige und 7 einspännige Zugroboten mit insgesamt 2106 Zugtagen; außerdem Fußrobot, an der nicht nur die Inwohner und Häusler, sondern auch die Bauern, und zwar 10 Ganzbauern mit 23 und 7 Halbbauern mit 25 Tagen beteiligt waren" (Pechhold). Das Jahr 1848 hat dank der unermüdlichen Tätigkeit Hans Kudlichs den Bauern die Freiheit gebracht.

Außer Ackerbau betrieb man früher im Simmersdorfer Gebiet auch Bergbau. Noch findet das kundige Auge kleine Reste vom einstigen Schürfwesen. Bergmeister Fleugauf und Vömdl erwarben hier 1415 Berggruben im freien Feld, im Tal des Simmersdorfer Baches reihten sich Gruben bis Iglau und auch westwärts. Der Ortschronist Streichsbier schrieb: „Wo jetzt der Hammerschmied steht, war eine Schmelze, da die Schlacken noch hervorblitzen, weiter ober dieser Schmelzhütte waren eben nach Spur noch zwei kleinere Gewerke gestanden und diese sollen die Stampfhütten hiezu gewesen sein" und vermerkte den Bergbau beim „Goldbrunnen, gegenüber dem dürren Hübel, wo noch bisher die alten Schachte zu sehen".

Der Bergbau ging hier wie in dem ganzen Iglauer Gebiet ein. Der Boden bot aber Quarz, der reiche Wald Brennstoff und Asche (Pottasche) zur Glaserzeugung. Die Glasmacherei war eine Waldindustrie und wanderte immer der Waldung nach, wo sie unter der Axt fiel. Der Dorfchronist weiß von einer alten Kiesstampfe bei der Glashütte und nennt die alte Glashütte Wilhelmshütte. 1732 entstand hier Wilhelmsdorf. „Neue Glashütten" waren entstanden, ihr Betrieb ging aber 1752 ein und aus der Glashütte wurde ein Meierhof, dessen Name „Glashof" war. Vierzig Jahre später wurde die Glaserzeugung neu aufgenommen.

Der Böhmerwäldler Glasmeister Jakob Löffelmann aus dem künischen Haidgericht schloss 1792 einen Vertrag mit dem Steckner Wirtschaftsamt, nach dem er sich zur Einrichtung einer Glashütte verpflichtete und vier Waldstrecken zur Deckung des Holzbedarfs erhielt. Er nahm den Meierhof in Pacht, doch bereits 1803 wurde der Vertrag gelöst. Die Hütte wurde wieder ein Meierhof. Im Jahr 1841 wurde wieder eine Glashütte eingerichtet, die nach dem neuen Grundherrn Karl Anton von Hohenzollern „Karlshütte" genannt wurde. Auch sie ging wieder ein. Heute ist in Simmersdorf die Glasraffinerie „Victorio" der Firma Schindler und Comp, in Gablonz.

Sie geht auf ein Hammerwerk mit Wasserbetrieb zurück. In ihm wurden auch Farbhölzer geschnitten und Kies für die Karlshütte gestampft. Es gehörte zwei Besitzern Fuchs und Karlsberger. Von diesen erwarb es ein Jokl aus Storkau, der es zu einer kleinen Schleiferei umwandelte, die er an einen Glasmaler Gärtier aus Nordböhmen und an Ulrich aus Wien verpachtete. Die Wasserkraft war jedoch zu klein und der Betrieb blieb stehen. Da kauften Hersch und Blumberg die ganze Anlage um 1900 fl. und stellten eine Dampfmaschine auf. Sie arbeiteten aber nur drei Monate gemeinsam, dann reiste Hersch mit dem Glasvorrat auf Nimmerwiederkommen ab und Blumberg verkaufte das Werk an die Firma Schindler in Gablonz.

Die Firma Schindler baute und modernisierte den Betrieb.

Die öffentliche deutsche Volksschule wurde 1798 bei der Wiederaufrichtung der Seelsorgestation eröffnet. Vorher gab es aber schon Privatunterricht. Zuerst hielt der Glasmeister einen Lehrer, der auch die Simmersdorfer Kinder unterrichtete. Als der Glasmeister in die „untere Glashütte" zog, sorgte um die Mitte des 18. Jahrhunderts der Richter Johann Streichsbier für einen Schulmeister. Jedes „Lernekind" hatte IV2 kr., die größeren 2 kr. für die Woche an „Schulzoll" zu zahlen. Jedes Kind musste alle Samstage ein Scheit Holz zur Beheizung mitbringen. Der erste Kinderlehrer Matthes Töltzer aus Schrittenz hielt im Zinshäusl

Nr. 4 Schule, nach ihm ein Schuhmandl im Inmannshäusl

Nr. 5, dann Michel Hölzl in einer Glasgesellenstube der alten Hütte, weiter Augustin Heuschneider, ein gewester Holzheger, im Hause

Nr. 41. Martin Schneider aus Ebersdorf (der Spindelschneider) lehrte in einem Holzhause (jetzt

Nr. 42) buchstabieren, nach ihm Josef Weber aus Hilbersdorf und als dieser in die Holzmühl wegzog, Fischer aus Iglau, der bereits einige Schulen besucht hatte und Kapuziner werden wollte. Ihm folgte Freund aus Stecken. Im Jahre 1797 erbaute die Gemeinde das Schulhaus

Nr. 22. Es diente 80 Jahre dem Unterrichte, wurde aber so baufällig, daß der Schulleiter am 1. Oktober 1877 ausziehen mußte. Es wurde niedergerissen und 1878 ein neues einstöckiges Schulgebäude aufgeführt.

Von alten Simmersdörfem seien vermerkt: 1602 aus einer Spenderliste zum Kirchenbau: Steffel Richter, Abraham Michele, Paul Fried el, Mirtel Blaßko, Valter Loßnitzer, Hanß Stainmetz, Bartel von der Dürre, Gregor Hole, Luksch Krystaler, Peter Hirt, Veit Michele, Bartel Stary, Matel Friedel, Christoff Schwarz, Veitt Nißkauer, Valten Muller, Wentz Krziz, Girg Politzer, Hanß Umet. 1615 waren Geschworene der Iglauer Landgüter: Matl Friedl und Veit des alten Richters Sohn. Weitere Namen aus der Zeit 1601—1621 (von R. K. Pechhold aus der Steckner Matrik erhoben): Veit Behm, Veit Stubner, Wenß Czelot, Valtan Lang (Müller), Abraham Richter, Salomon des Teschners Sohn, Thomann Neuwirt, Christoff Schwartz Steffel, Michel des Steffel Michels Sohn, Christoff Obermüllner, Matusch Maurer, Christoff Melon auf Richters Stübl, Christoff Müllner auf Richters Mühl, Christoff Obermüller, Hanß Urmet aus der mittem Mühl.

Das Gemeindekataster von Simmersdorf weist 1945 folgende Eigentumsverhältnisse (in Klammern Stand von 1924) aus:

Nr. 1 „Richter" Marie Hintenaus, 44,74 ha (Wenzl Streichsbier, 44,74 ha).

Nr. 2 „Melon" Anna Czepl, 6,00 ha (Anton Michelfedt, 6,13 ha).

Nr. 3 „Obermühle" Walter Weber, 39,00 ha, Mühle und Säge (Josef Bolech, 41,73 ha).

Nr. 4 „Prechschneider" Johann Michelfeit, 2,50 ha (Johann Michelfeit, 2,57 ha).

Nr. 5 „Schmied" Johann Zacharias, 0,60 ha (Franz Zacharias, 0,60 ha).

Nr. 6 „Zohl" (Brabenec, 16,93 ha, Tscheche).

Nr. 7 und 8 „Jani" Emanuel Rasl, 3,09 ha (Alois Rasl, 3,09 ha).

Nr. 9 „Altrichter" Franz Witek, 24,85 ha (Franz Altrichter, 24,85 ha).

Nr. 10 „Glasschneider" Franz Bouchner, 3,00 ha (Franz Bouchner, 2,92 ha).

Nr. 11 „Abraham" (Karl Waslcek, 1,45 ha, Tscheche).

Nr. 12 „Abraham-Stübl" Franz Fischer.

Nr. 13 „Fucker" Franz Streichsbier, 26,00 ha (Franz Streichsbier, 26,67 ha).

Nr. 14 „Töper" und

Nr. 15 „Töper-Stübl" Andreas Neubauer, 39,00 ha (Andreas Neubauer, 39,29 ha).

Nr. 16 „Alt-Bartl" Franz Kreuz, 13,00 ha (Josef Kreuz, 13,29 ha).

Nr. 17 „Heuschneider" Anton Stummer, 22,79 ha (Anton Stummer, 1,08 ha, Gasthaus).

Nr. 18 besteht nicht mehr.

Nr. 19 „Kirchenvater" Franz Proksch, siehe auch Hs.-

Nr. 68 (Anton Proksch).

Nr. 20 „Häusler" Karl Eisner, Wirt (Karl Eisner, 6,20 ha). In diesem Hause wurde nach dem Brande der Kirche der Gottesdienst gehalten.

Nr. 21 „Handschuhmacher" Alois Kreuz, 7,82 ha (Alois Kreuz, 7,27 ha).

Nr. 22 Schule, 0,42 ha.

Nr. 23 „Huali" Anna Benesch, 27,82 ha (Anton Benesch, 27,82 ha).

Nr. 24 „Hockerpaul" Johann Proksch, 16,76 ha (Josef Proksch, 16,70 ha).

Nr. 25 „Fleischhacker" Johann Witek, 3,74 ha (Katharina Benesch, 3,74 ha).

Nr. 26 „Untermühle" (Josef Bc~ lech, Tscheche).

Nr. 27 „Stummer-Stübl" Franz Stummer, 2,73 ha (Franz Stummer, 2,73 ha).

Nr. 28 „Wagner" Johann Mühlhandel, 0,49 ha (Marie Heuschneider, 0,49 ha).

Nr. 29 „Binder" Elisabeth Kreuz, 1,30 ha (Elisabeth Kreuz, 1,30 ha).

Nr. 30 „Hoanauer" Andreas Eisner, 13,52 ha (Katharina Eisner, 13,50 ha).

Nr. 31 und 32 „Stummer" Johann Fuchs, 6,70 ha (Johann Fuchs, 8,53 ha).

Nr. 33 „Soutschek-Stübl" und

Nr. 34 „Felix" Josef Neubauer, 68,00 ha (Josef Neubauer, 83,67 ha).

Nr. 35 „Jirka" gehört zu Hs.-

Nr. 53.

Nr. 36 „Jirka- Schneider" (Josef Neubauer).

Nr. 37 „Veitler-Häusl" (Karl Eisner).

Nr. 38 „Laschka" Wenzl Kuttelwascher, 19,00 ha (Wenzl Kuttelwascher, 19,02 ha).

Nr. 39 (Tfesky).

Nr. 40 „Tomer" Anton Wanitschek, 0,21 ha (Anton Wanitschek, 1,27 ha).

Nr. 41 „Honsen" Franz Kreuz, 4,84 ha (Franz Kreuz, 4,84 ha).

Nr. 42 Gemeindehaus.

Nr. 43 Gemeindeschmiede.

Nr. 44 „Hechten-Häusl" Josef Neubauer, 1,80 ha (Katharina Hecht, 1,79 ha).

Nr. 45 „Brettschneider" Wenzl Kundiger, 2,51 ha (Wenzl Kundiger, 2,51 ha).

Nr. 46 „Neubauer" Franz Michelfeit, 17,38 ha (Franz Michelfeit, 17,35 ha).

Nr. 47 „Fabrik" (Schindler & Co., Gablonz, 3,64 ha).

Nr. 48 „Hirschenbauer" (Forsthaus der Herrschaft Stecken).

Nr. 49 „Ponerla" (Franz Semrad, 4,16 ha).

Nr. 50 „Zimmermann" Josef Herout (Josef Herout, 5,33 ha).

Nr. 51 „Dachsenbauer" Andreas Ambros, 22,12 ha (Franz Michelfeit, 22,12 ha).

Nr. 52 „Wenesch" Josef Franz, 14,50 ha (Laurenz Franz, 14,51 ha).

Nr. 53 „Fronz" Karl Witek, 36,65 ha (Karl Witek, 36,65 ha).

Nr. 54 „Wolf" Johann Stummer, 2,58 ha (Johann Stummer, 2,58 ha).

Nr. 55 „Holub" (Katharina Heuschneider, 3,52 ha).

Nr. 56 „Stummer" Emilie Hintenaus, 1,39 ha (Josef Hintenaus, 1,39 ha).

Nr. 57 „Altrichter-Stübl" gehört zu Hs.-

Nr. 9.

Nr. 58 „Fucker-Stübl" gehört zu Hs.-

Nr. 13.

Nr. 59 „Dachsenbauer- Weber" gehört zu Hs.-

Nr. 51.

Nr. 60 und 61 gehört zu Hs.-

Nr. 1.

Nr. 62 Pfarre (1,64 ha).

Nr. 63 „Farbschneider" (Schindler u. Co.).

Nr. 64 „Fuhrmann-Häusl" Anton Schimanek, 1,57 ha (Wenzl Schimanek, 1,57 ha).

Nr. 65 „Stampfhäusl" (Herrschaft Stecken).

Nr. 66 „Hoanauer-Häusl" gehört zu Hs.-

Nr. 30.

Nr. 67 „Görners-Sehmiede" (Jakob Nowack).

Nr. 68 „Unterer-Hockerpaul" Anton Proksch, 15,67 ha (Anton Proksch).

Nr. 69 (ehemalige Glashütte im Glaswald).

Nr. 70 „Meloun" (Franz Fischer, 0,30 ha).

Nr. 71 Franz Böhm, Tischler (Franz Böhm).

Nr. 72 gehört zu Hs.

Nr. 3 (2,43 ha, Neubau zur Obermühle).

Nr. 73 bildet mit

Nr. 41 ein Gebäude (alte Pfarretei).

Nr. 74 Marie Proksch, 0,63 ha (Marie Proksch, 0,63 ha).

Nr. 75 (abgebrannt).

Nr. 76 „Felixen-Stampfhäusl" (Andreas Neubauer, früher eine kleine Glasschleiferei).

Nr. 77 „Ziegelhütte" gehört zu Hs.-

Nr. 53.

Nr. 78—82 (Schindler & Co., Arbeiter- und Beamtenwohnungen).

Nr. 83 Anton Neuwirth (Ignaz Gömer).

Nr. 84 Josef Kubat.

Nr. 85 und 86 (Schindler & Co., Arbeiter wohnungen). Der Abbau von Stübeln, sowie die Fabrikbauten haben die Zahl der Hs.-Nr. von 47 im Jahre 1787 und 62 im Jahre 1835, jetzt auf 86 vermehrt —

Die Gemarkungsfläche, einschließlich Wilhelmsdorf, beträgt 1236 ha.

Das Gemeindesiegel aus dem Jahr 1705 zeigte eine Fichte zwischen Wagenrad und Gesträuch. —

Simmersdorf bildet mit Wilhelmsdorf eine pol. Gemeinde und hatte 1939 acht deutsche und sieben tschechische Gemeinderäte. Die Schule, Pfarre und Post waren im Ort, die nächste Bahnstation war in Iglau und die Gendarmerie in Friedrichsdorf.

Dorfleben um 1900

Menschen und Alltag im Volkskalender von 1899

Bevölkerungsstand: 1890. Weitere Ortsangaben nach dem Kalenderjahrgang 1899.

Der Kalender verzeichnet 78 Häuser und 700 Einwohner und nennt Josef Proksch als Gemeindevorsteher. An der zweiklassigen Schule wirkten Oberlehrer Ant. Hlinka und Lehrer Jos. Polizer. Zum Dorfleben gehörten der landwirtschaftliche Verein „Eintracht“, die freiwillige Feuerwehr und ein Arbeiterverein. Die Glasraffinerie Schindler & Comp. mit ihrer Betriebskrankenkasse, eine Kartonagenerzeugung sowie eine Brettsäge und Holzhandlung zeigen die gewerbliche Seite des Ortes. Wilhelmsdorf wird als zugehöriger Ort genannt.

Quelle und zeitliche Einordnung

Die Bevölkerungs- und Religionszahlen beziehen sich laut Vorbemerkung des Kalenders auf die Volkszählung von 1890. Die übrigen Angaben stammen aus dem Jahrgang 1899; soweit die Quelle ein Wahl- oder Gründungsjahr nennt, ist es im Text angegeben. Die genannten Personen bilden kein vollständiges Einwohnerverzeichnis.

Quelle: Deutscher Volkskalender für die Iglauer Sprachinsel, Jahrgang 1899; zur Datierung der Bevölkerungszahlen. Redaktionell zusammengefasst; historische Namensabkürzungen bleiben erhalten.

Původní příspěvek webu

Simmersdorfz

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Knihovna pro Simmersdorf

Informační kalendář z roku 1893 uvádí 8. září 1891 jako datum založení venkovské knihovny v Simmersdorfu. Knihovníkem byl účetní Alois Neumann. Vedle práce, kostela a slavností tak měly v obci své místo také knihy.

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Církevní slavnost v obrazu domova

V básni „Reisen in der Heimat“ (Cesty po domově) z roku 1899 uvádí Michel Treu pro obec Simmersdorf prosincový svátek svatého Mikuláše. Církevní slavnosti líčí jako příležitost setkat se s příbuznými a známými z jiných obcí. Slavnost tak v básni patří k církevnímu roku i ke společenskému životu venkova.

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Škola, jazyk a soužití

Dějiny škol ve Smrčné spojují dlouhou tradici německé obecné školy se snahou českých rodin získat vyučování ve svém jazyce. Nová německá školní budova byla otevřena roku 1878. Po vzniku Československa byla česká třída umístěna v německé škole. Obecní příspěvek popisuje spory o místnosti a rozsah výuky.

Česká jubilejní škola podle projektu Milana Babušky byla otevřena 9. června 1929. Za okupace musela česká škola roku 1941 budovu opustit a odejít do náhradních místností. Pravidelné vyučování bylo obnoveno v září 1945. Škola byla uzavřena k 1. září 1980; v budově zůstala mateřská škola.

Číslo popisné 22 se v pramenech objevuje u různých stavebních etap. Přesná návaznost budov a některá data zůstávají otevřená. Úplná německá kapitola včetně otázek a pramenů.

Prameny k dějinám škol

Rodina Czeplových ve Smrčné

Franz Czepl uvádí, že se jeho dědeček přiženil do Smrčné a jeho otec se ve Smrčné narodil.

Jeho babička byla rozená Michelfeitová.

Jeho dědeček Franz Czepl se narodil 21. března 1905 v Deutsch Neuhof a padl 28. ledna 1943 ve Strjelně.

Prameny k příspěvku →