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Města a obce

Ždírec Sehrlenz

Cesta časem: Ždírec Sehrlenz

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Mapa jihlavského jazykového ostrova
Mapa jihlavského jazykového ostrova · Obce na mapě
  1. 1480Do roku 1499

    Záznam o obci z roku 1480.

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  2. 16391500–1799

    Záznam o obci z roku 1639.

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  3. 19081800–1918

    Záznam o obci z roku 1908.

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  4. 19211919–1945

    Záznam o obci z roku 1921.

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Z knihy Dörferbuch

Sehrlenz

Sehrlenz bildet mit Illemnik eine Gemeinde und hat dieselbe Vergangenheit wie jenes (vgl. Illemnik). Es war früher im Bereiche der Sommerburg der Lichtenburger und anschließend des Klosters Frauental. Es wurde im 13. Jahrhundert Scherleyns genannt und hatte damals folgende Anwesen: des „Dobramczer, Peter Sutor, Jacusch, Cuncz, Peter, Cristan, Handl". Im Jahr 1480 wird e s „ Z e h e r l a s p e y f r a w n t a l " geheißen.

Im Dreißigjährigen Kriege hatte diese Gegend, besonders 1639, 1643 und 1645 nach der Schlacht bei Jankau, viel zu leiden. Die Überlieferung erzählt von einem blutigen Treffen, das hier geschlagen wurde und dass arg gebrandschatzt und geraubt wurde, die Leute in den Wäldern Zuflucht suchten. Wiederholt wurden auch Kriegsgegenstände (Sporen, Säbel, ein Helm) aus dem Boden geackert und die Sage raunt von einem krummen Schwedenkreuz, das bis 1908 stand und von geheimnisvollen Irrlichtern.

Nach dem Gemeindekataster waren 1945 folgende Eigentumsverhältnisse (in Klammern Stand von 1924):

Nr. 1 Gemeindehaus.

Nr. 2 „Honsl" (Josef Hansl, 4,45 ha).

Nr. 3 „Adl" Andreas Polreich, 4,42 ha (Andreas Polreich, 4,42 ha).

Nr. 4 „Hawl" Johann Klement, 37,81 ha (Johann Klement, 37,81 ha).

Nr. 5 „Häusler" Adalbert Franz, 6,25 ha (Adalbert Franz, 6,25 ha).

Nr. 6 „Malina" (Josef Novotny, 13,84 ha, Tscheche).

Nr. 7 „Toman" Wenzl Neubauer, 9,52 ha (Wenzl Neubauer, 9,52 ha).

Nr. 8 „Feltl" Franz Slama, 36,87 ha (Franz Slama, 36,87 ha).

Nr. 9 „Pohlreich" Mathias Pohlreich, 19,43 ha (Mathias Pohlreich, 19,43 ha).

Nr. 10 „Hirsch" (Josef Jakschi, 12,43 ha).

Nr. 11 „Foltl" Josef Womela, 2,58 ha (Josef Womela, 2,58 ha).

Nr. 12 „Hirsch" (Wenzl Hirsch, 3,98 ha).

Nr. 13 „Maurer" (Wenzl Klement, 4,58 ha).

Nr. 14 „Philipp" Josef Hansl, 6,07 ha (Josef Hansl, 6,07 ha).

Nr. 15 „Hinaus" Anton Klement (Mathias Klement, 4,11 ha).

Nr. 16 „Alt-Schaffer" (Wenzl Morawetz, 6,20 ha).

Nr. 17 „Dürrhäusl" (Josef Pohlreich, 4,76 ha).

Nr. 18 „Stübler" Wenzl Franz, 5,00 ha (Wenzl Franz, 1,94 ha).

Nr. 19 „Fischer" (Wenzl Fischer, 7,94 ha).

Nr. 20 „Proschetz" Wenzl Franz, 13,46 ha (Wenzl Franz, 13,46 ha).

Nr. 21 „Schafferhans" Jakob Franz, 27,56 ha (Jakob Franz, 27,56 ha).

Nr. 22 „Dürrhäusl" Franz Swoboda (Marie Swoboda).

Nr. 23 Schule.

Nr. 25 Marie Michelfeit.

Nr. 26 „Trafik" Franz Pohlreich, Gasthaus. — Die Gemarkungsfläche beträgt 252 ha.

Sehrlenz ist ein Ortsteil von Illemnik. — Die deutsche Volksschule wurde am 12. Juli 1911 als Privatschule eröffnet, war seit 1914 eine Zweigschule von Frauental und wurde 1921 selbstständig.

Das Schulgebäude wurde im Jahr 1913 erbaut. — Eingepfarrt war Sehrlenz in Frauental, hier war auch die Post und die Gendarmerie. Die nächste Bahnstation war in Böhm. Biela oder Frauental. —

Südlich von Sehrlenz ist Rauchstein, das früher Rauschenstan (14. Jahrhundert) und Hruschenstein (13. Jahrhundert) genannt wurde und ebenso nach Frauental zinspflichtig war. Das Zisterzienser-Kloster Frauental wurde 1782 zur Zeit Josefs II. aufgehoben, das Herrschaftsgebiet, zu dem auch Sehrlenz gehörte, wechselte nun mehrmals den Besitzer. (Graf Unwerth, Graf Sylva-Taroucca). Das Jahr 1848 hat alle bäuerliche Untertänigkeit aufgehoben.

Dorfleben um 1900

Menschen und Alltag im Volkskalender von 1899

Bevölkerungsstand: 1890. Weitere Ortsangaben nach dem Kalenderjahrgang 1899.

Der Kalender nennt 20 Häuser und 121 Einwohner. Sehrlenz gehörte zu Illemnik. Pfarre, Schule, Post und Telegraphenstation lagen in Frauenthal, der Gendarmerieposten in Deutschbrod.

Quelle und zeitliche Einordnung

Die Bevölkerungs- und Religionszahlen beziehen sich laut Vorbemerkung des Kalenders auf die Volkszählung von 1890. Die übrigen Angaben stammen aus dem Jahrgang 1899; soweit die Quelle ein Wahl- oder Gründungsjahr nennt, ist es im Text angegeben. Die genannten Personen bilden kein vollständiges Einwohnerverzeichnis.

Quelle: Deutscher Volkskalender für die Iglauer Sprachinsel, Jahrgang 1899; zur Datierung der Bevölkerungszahlen. Redaktionell zusammengefasst; historische Namensabkürzungen bleiben erhalten.

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