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Orte & Dörfer

Wilhelmsdorf Vilémovské Chaloupky

Zeitreise durch Wilhelmsdorf Vilémovské Chaloupky

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Karte der Iglauer Sprachinsel
Karte der Iglauer Sprachinsel · Orte auf der Karte
  1. 1233Bis 1499

    Es gab aber auch damals eine neue Schmelzhütte, der Glashof im Walde Rohac, jenem alten Waldgebiete, das schon im Jahr 1233 Rozocatech genannt wird, noch im Jahr 1726 den Namen Rosachatz führte und sich bis vor Weißenstein erstreckt.

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  2. 17261500–1799

    Es gab aber auch damals eine neue Schmelzhütte, der Glashof im Walde Rohac, jenem alten Waldgebiete, das schon im Jahr 1233 Rozocatech genannt wird, noch im Jahr 1726 den Namen Rosachatz führte und sich bis vor Weißenstein erstreckt.

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  3. 18411800–1918

    Später (und zwar 1841) wurde in Glashof die Karlshütte von Ignaz Wagner und Söhnen erbaut.

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Ortsgeschichte

Wilhelmsdorf

Wilhelmsdorf ist fast zweihundert Jahre alt. Vorher standen hier Glashütten. Das Simmersdorfer Gebiet ist mit seinen Wäldern und quarzhältigen Gesteinen frühzeitig der Glaserzeugung dienstbar gewesen (vgl. Simmersdorf). Der Betrieb ging aber ein und die Gebäude der Glashütte wurden verkauft. In dem Jahre 1731, in dem eine neue, bäuerliche Ansiedlung angelegt wurde, hieß die frühere Glasmachstätte „ A l t e g l a ß H ü t t e n " . Es gab aber auch damals eine neue Schmelzhütte, der Glashof im Walde Rohac, jenem alten Waldgebiete, das schon im Jahr 1233 Rozocatech genannt wird, noch im Jahr 1726 den Namen Rosachatz führte und sich bis vor Weißenstein erstreckt. Später (und zwar 1841) wurde in Glashof die Karlshütte von Ignaz Wagner und Söhnen erbaut. Auch sie arbeitet nicht mehr.

Die bäuerliche Siedlung vom Jahr 1731 setzte sich aus zehn Häusern zusammen, die schön in einer Reihe stehen. In sechs Gewannen liegen die Streifen ihrer Grundstücke zwischen den herrschaftlichen Waldungen und den alten Simmersdorfer „Gemein Hutweiden". Ein Glasmeister Wilhelm soll der Ortschaft den Namen gegeben haben.

1945 (in Klammer Stand 1924) waren folgende Eigentumsverhältnisse:

Nr. 1 Forsthaus der Herrschaft von Stecken.

Nr. 2 „Alt-Hütte" Johann Heuschneider (Andreas Stummer). Der Hausname erinnert noch an die alte Glaserzeugung.

Nr. 3 „Schuster" Franz Kubat, 3,34 ha (Anton Stummer, 22,79 ha).

Nr. 4 „Schkauer" Josef Michelfeit, 15,00 ha (Johann Michelfeit, 15,09 ha).

Nr. 5 „Wolf" Franz Benesch, 4,00 ha (Johann Benesch, 13,26 ha).

Nr. 6 „Wagner-Schneider" Anton Stummer, 4,26 ha (Andreas Stummer, 4,26 ha).

Nr. 7 „Watzka" Johann Michelfeit, 4,00 ha (Johann Michelfeit, 6,48 ha).

Nr. 8 „Schmied" Franz Kreuz, 7,00 ha (Anton Kreuz, 6,25 ha).

Nr. 9 „Klesch" Franz Proksch, 2,00 ha (Franz Proksch, 6,37 ha).

Nr. 10 „Streichsbier" Johann Stummer, 2,00 ha (Mathias Neubauer, 6,23 ha).

Nr. 11 „Grünwald" Johann Streichsbier, 8,00 ha (Johann Streichsbier, 8,05 ha).

Nr. 12 „Altrichter" Franz Sommer, 12,00 ha (Franz Sommer, 13,14 ha).

Nr. 13 „Schneider" Franz Michelfeit, 2,00 ha (Franz Michelfeit, 4,94 ha).

Nr. 14 „Franz" Josef Inwald, 6,70 ha (Marie Inwald, 6,70 ha).

Nr. 15 „Janka" Josef Neubauer, 9,00 ha (Josef Neubauer, 4,51 ha).

Nr. 16 „Stummer" Franz Michelfeit, 10,00 ha (Franz Michelfeit, 11,64 ha).

Nr. 17 Brechlhaus.

Nr. 18 „Alt-Hütte" Franz Lepeschka, 1,50 ha (Josef Kubat, 2,50 ha).

Nr. 19 „Alt-Hütte" Mathias Neubauer, 2,00 ha (Franz Kubat, 2,34 ha).

Nr. 20 „Hanspaul" Josef Kreuz, 3,50 ha (Wenzl Kreuz, 3,48 ha).

Nr. 21 „Wolfn-Häusl", 2,00 ha (Johann Benesch).

Nr. 22 Marie Pytlik (Wenzl Pytlik, 2,28 ha).

Wilhelmsdorf ist ein Ortsteil von Simmersdorf.

Dorfleben um 1900

Menschen und Alltag im Volkskalender von 1899

Bevölkerungsstand: 1890. Weitere Ortsangaben nach dem Kalenderjahrgang 1899.

Der Kalender führt Wilhelmsdorf als zu Simmersdorf gehörig auf und nennt 20 Häuser und 117 Einwohner. Als Ortsvorsteher erscheint Math. Ramseidl. Schule und Pfarre befanden sich in Simmersdorf, Post- und Telegraphenamt in Pollerskirchen und der Gendarmerieposten in Stecken.

Quelle und zeitliche Einordnung

Die Bevölkerungs- und Religionszahlen beziehen sich laut Vorbemerkung des Kalenders auf die Volkszählung von 1890. Die übrigen Angaben stammen aus dem Jahrgang 1899; soweit die Quelle ein Wahl- oder Gründungsjahr nennt, ist es im Text angegeben. Die genannten Personen bilden kein vollständiges Einwohnerverzeichnis.

Quelle: Deutscher Volkskalender für die Iglauer Sprachinsel, Jahrgang 1899; zur Datierung der Bevölkerungszahlen. Redaktionell zusammengefasst; historische Namensabkürzungen bleiben erhalten.

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