Am Südrand des Ortes verzeichnet eine Flurkarte aus dem 18. Jahrhundert eine doppelte Umwallung am Hirschbühel, der sich zwischen Teich und Bächlein erhebt. Hier mag frühzeitig eine Wohn- oder Schutzstätte gewesen sein, jedenfalls stand einst eine „Feste", eine „Burg" (tvrz) da. Im Jahr 1530 wird sie als öd bezeichnet. Im Orte selbst war damals eine andere „Burg". Der Ort wurde in der mährischen Landtafel 1365 „oppidum Stonarzow [Deutsch: der Marktort Stannern]" genannt.
Die ältesten Nachrichten (die Stanimir-Urkunden Boczeks werden grundsätzlich ausgeschieden) nennen einen „Altertus de Stonarz", der grundherrliche Rechte in Stannern besaß und im Jahr 1358 seiner Gattin Eusemia 250 Mark („marcas sexagenarum") auf „Stonarzow, Pawlow, Dolnyewez" verschrieb. Er hatte einen Sohn Sazema und eine Tochter Dorothea („uxor Budislai de Nasmyerzicz"). Seine Rechte gingen 1365 an den Iglauer Bürger
Johann Schossl über. In der Landtafel ist eingetragen: „Albertus de Stonarzow Jesconi Schossloni opidum Stonarzow villam Dolnywes exclusis II. laneis. Item villam Otyn. Item villam Piwniczkam cum omnibus pertinenciis et cum pleno dominio pro CC CCC sexagenis grossorum vendidit et Jure hereditario resigavit [Deutsch: Sinngemäß: Albert von Stannern verkaufte und übertrug Jessco Schossl den Markt Stannern, das Dorf Dolnywes ohne zwei Hufen sowie die Dörfer Otyn und Piwniczka mit allem Zubehör und den vollen Herrschaftsrechten als erblichen Besitz. Der Kaufpreis ist in Schock Groschen angegeben; die Zahl ist in dieser Abschrift nicht eindeutig lesbar.]" und weiter ebenfalls 1365: „Jessco Schossl Anne uxori sue super oppidum Stonarzow CL marcas grossorum nomine dotalicii ducens eam de dotalicio super dotalicium ad manus Hinconis et Archlebi de Starechoüicz fratrem eius libere resignavit [Deutsch: Sinngemäß: Jessco Schossl sicherte seiner Ehefrau Anna 150 Mark Groschen auf den Markt Stannern als eheliche Versorgung zu. Im weiteren Text geht es um die Übertragung beziehungsweise Neuordnung dieser Versorgung unter Beteiligung von Hinco und Archleb von Starechowitz. Dieser Satzteil ist in der vorliegenden Abschrift nicht eindeutig genug für eine vollständige Übersetzung.]". Nach dem Tode Schossls fiel das Gut dem Landesherrn heim und Markgraf Jodok gab es 1390 an Johann, den Sohn des Chwal von Rzawe.
Im Jahr 1408 wird ein „Marsch von Stanern" erwähnt. Er besaß auch das Gericht in Wolframs. Nach seinem Tode war im genannten Jahr sein Bruder Johann von Hoditz Vormund der Kinder Siegmund und Zawisch. Die Höditzer, an deren Burgstätte noch heute alte Flurnamen in der Nähe des heutigen Höditz erinnern und wo am Teiche „vormals Ruinen" waren, werden auf das Geschlecht Praschma zurückgeführt, das ein goldenes Hirschgeweih im Wappen führte. Vielleicht hängt der Name Hirschbühel (verderbt Hirschspiel) damit zusammen. Die Stannerer und Höditzer Herren hatten je ein Hörn im längsgespaltenen Schilde.
Später (1448) nannte sich Hroch von Possno, der Gatte Ursulas, nach Stannern. Ursula (eine Tochter Johann Chwals von Rzawe?) vermählte sich in zweiter Ehe mit Wilhelm von Heraltic. Ihre Töchter Anna, vermählt mit Dietrich von Prostebor (Proskovec), und Dorothea, verheiratet mit Johann von Krasowitz, folgten in den Besitzrechten. Sie besaßen seit 1476 Stannern, Mitteldorf, Dürre, Falkenau zur Hälfte, hatten aber verschiedene Streitigkeiten. Vorher hatte auch die Witwe Barbara in Stannern Besitz. Johann von Krasowitz starb 1492, seine Witwe Dorothea vermählte sich anschließend mit Niklas Rubik von Hlawata (Hlawatic). Im Jahr 1530 verkauften die Vettern Ctibor und Johann Raubicz von Hlawatec unter der Zeugenschaft der Ritter Hermann Zaleysky von Prosty, Wenzl Propst von Zhorz, Georg Rabenhaupt von Suche, Nikolaus Strobocha von Stah und Linhart Ekarth von Ortwinowiecz ihren Stannerer Besitz an die Stadtgemeinde Iglau um den Kaufpreis von 3000 Schock (eine alte Zähleinheit für sechzig Stück, hier meist Groschen) meisn. Groschen.
Der Besitz bestand in der öden Burg Hirschbühel („Hirschspiel"), der Burg Stannern samt dem Hof und Brauhause, dann dem Städtchen Stannern mit der dazugehörigen Kirche, ferner den öden Dörfern Regenholz, Falkenau, Pfaffendorf mit Teichen und dem Sterbanfall des Pfarrers von Stannern, außerdem den Dörfern Dürre, Newtiele (Nevzehle) und Mitteldorf mit dem Sterbanfall, mit zinsbaren und unzinsbaren Leuten samt der Nutznießung der Richter, mit Gabereien, Zins und Nutzungen, mit gearbeiteten und ungearbeiteten Äckern, mit Roboten, Hutweiden, Wiesen, Teichen, Bächen, fließendem und stehendem Wasser, mit Mühlen, Mühlstätten, Wäldern, Gebüsch, Bergen und Tälern, Jagden und Vogelstellungen, mit Nutzen des Zehents von öden Grundstücken u. dgl., auch mit aller Herrlichkeit, wie es die Verkäufer und ihre Vorgänger besessen haben. Auf den Kaufpreis wurden 600 Schock Angeld gegeben und der restliche Betrag in mehreren Raten erlegt.
Im Jahr 1531 sandte der Stadtrat die Schöffen Wolfgang Fellenbaum, Stanislaus Feyerabend, Johann Polzer und Baltasar Jungmayer zum Landtag nach Brunn mit der Vollmacht, diesen Kaufvertrag in die Landtafel einzuverleiben. Das geschah auch am Montag nach Kreuzerhöhung 1531.
Das alte Regenholz, Regholz lag dort, wo heute der Falkenauer Wald ist und zwar nördlich vom Jägerhaus, Pfaffendorf war westlich von Stannern, wo der Pfaffenwald und der Flurname „Pfaffendörfel" noch an die Stätte des eingegangenen Ortes erinnert.
Stannern hatte fortan die Stadt Iglau zur Grundherrin, bis das Jahr 1848 die Untertänigkeitspflichten aufhob.
Im Jahr 1630 wurden in Stannern 34 „Untertanen" gezählt, gegenüber 65 in früherer Zeit. Der Dreißigjährige Krieg und die Gegenreformation hat ihre Zahl also fast auf die Hälfte vermindert. Noch 1670 lagen Gründe öde. So des „Fürstls Grund", wo an der Stätte des Hauses „die bloße Stell" war. Des „Hans Krichenpauern Grund" war ohne Bauer, das Haus ohne Dach. Von „Marcus Webers" Haus stand „noch etwas Gemäuer". „Schmerpauem grundt" war ganz öd, einige Wiesen „ganz und gar zu Wald verwachsen". Von „Pfnallens" Bauernhaus stand „ein wenig Mauer".
Im Jahr 1630 betrug der an die Grundherrschaft (Herrschaft über Land und die davon abhängigen Bauern) abzuführende Hauszins von ganz Stannern zu Michaeli und Georgi je 9 Schock 6 Groschen, das Ackergeld 2 Schock 55 Groschen. Der Bachzins, Zins von den Fleischbänken, das Zappengeld zusammen 4 Schock 19 Groschen. Das Weingeld (für jeden Eimer (historisches Flüssigkeitsmaß; die genaue Größe hing von Ort und Zeit ab) 7 Denare (Denare, kleine historische Münzeinheiten) von 134 Eimern) 2 Schock 36 Groschen 2 Denare und Wiesenzins 55 Schock 19 Groschen 8 Denare. Die Gesamtleistung war demnach 83 Schock 22 Groschen.
Im Jahr 1668 wurden folgende Stannerer „Untertanen" konskribiert: Greger Mauer, Georg Mauer, Mathiaß Zettel, Martin Scholler, Daviedt Holle, Hanß Pollack, der Cappral, Mathes Kirchenpauer, Hanß Hilfenbeck, Jacob Kosler, Matheß Pollak, Anna Müllerien, Andreaß Waczal, Mathes Köck Lang, Mathes Plasko, Pauli Plasko, Veith Schuster, Mathes Drucker, Mathes Schlossnieckel (Pinter), Doresch, Marcuß Weber, Poyse Folta, Chriestoff Stanieger, Lorentz Schreyer, Jacob Prockhß, Martin Esterreicher, Daniel Schmiedt, Andreaß Valten, Georg Marckeß, Thoma Pollietzer, Veith Stantzel, Zachariaß Krepß, Georg Prochaskj, Wentz Kladenskj, Greger Schmiedt, Veith Lukesch, Hanß Krebß, Pauli Beresch, Khielian Müller, der Wagner, Mathes Schuster, Hanß Lang, Barthel Stengel, Jacob Hoffmahn, Michel Prokesch, Andreaß Lauber, Ambrosi Zlapel, Mathes Neupauer, Georg Hörel, Wentz Schloss Nieckel, Georg Leisiegk Schinzel, Georg Leisieg, Siemon Redelmacher, Veith Zimmermahn, Thoma Paperle, Andreaß Konsack, Borthl Käser, Püeliepp Michel.
Von diesen Personen wurde 1662 Wentz Kladensky als Richter und Jacob Gosler, Vaith Luksch, Thoma Watzal, Hans Lang, Zacharias Krebs, Mathias Plasko als Geschworene genannt. Jabob Hoffman, Andreaß Kunschak und Veith Schwamenhöffer waren damals mit der Aufsicht über die herrschaftliche Waldung betraut, sogenannte Holzheger.
Nach den Bauernunruhen im östlichen Böhmen begann es auch im angrenzenden Mähren zu gären und Stannern und Sollowitz streikten 1689 in der Robotleistung. Ein kaiserlicher Befehl trug den Stannerern die Einhaltung der drei Robottage in der Woche auf und drohte ihren Führern Leib und Lebensstrafe an. Die Bauern leisteten aber keine Folge und versteckten sich bei eingeleiteten Zwangsmaßnahmen in den Wäldern und ließen Frauen und Dienstboten das Vieh versorgen.
18 Bauern wurden als „Rädelsführer" in den Verstecken aufgegriffen und nach Brunn auf den Spielberg geschleppt, wo sie 1 3/4 Jahre sitzen mussten. Ein neuer Streit brach im Jahr 1712 aus, als die Grundherrschaft an die Eigenbewirtschaftung der Ottener Gründe schritt. Bisher hatten die Stannerer, wie früher vermerkt wurde, die öden Gründe der eingegangenen Orte Otten und Falkenau als Wiesen und Weiden benützt und einen Jahreszins von 50 fl. (Gulden, auch Florin genannt, eine historische Geldeinheit) gezahlt. Wie nun die Iglauer Obrigkeit (staatliche oder grundherrliche Verwaltung und Gerichtsbarkeit) den neuen Hof zu Otten errichtete und die Grundstücke selbst bewirtschaften wollte, erhoben die Stannerer bei der Landeshauptmannschaft Einspruch und es kam zu einem Vergleich, nach dem die Stannerer „einig siebzig Tagwerke" Wiese und bei 40 Metzen (ein altes Getreidemaß, das auch zur Angabe von Ackerflächen diente) Feld gegen einen ewigen Zins von 20 Gulden (eine damalige Geldeinheit) behielten.
Ein neuer Streit entflammte im Jahr 1715 wegen der Instandhaltung der Stannerer Teiche. Als sich die Stannerer weigerten, den abgerissenen Fluder am unteren Marktteichel wieder herzustellen, wurden zwei ihrer Geschworenen in Iglau eingesperrt. Die Streitsache ging ihren Instanzenzug und wieder wurden acht „Rädelsführer" auf den Spielberg gebracht und dreiviertel Jahr in Haft gehalten. Das beugte die anderen nicht. Kaum freigelassen, wurden die acht neuerdings zu Spielbergarrest verurteilt. Es konnten aber nur sechs von ihnen erhascht werden. Der Schmied Georg Körber und der Müller David Rußwurm entwischten. Man spürte ihnen nach und als man in Erfahrung brachte, dass Körber sich gerade im Markt aufhalte, wurden mehrere Personen (Draben, Schaffer und Schafmeister) zur Nachtzeit dahin geschickt. Schon hatten sie Körber ergriffen, da wurde am Kirchturm Sturm geläutet, jung und alt, groß und klein kam mit Prügeln, Stangen und Heugabeln gelaufen und befreite den Verhafteten.
Die Häscher wurden halb tot geschlagen. Lange Zeit traute sich kein Mann der Obrigkeit nach Stannern und kein Amtsdekret fand hier Beachtung. Da rückten am 15. Juli 1722 in der Stille der Nacht zwei Kompagnien Infanterie vor den Markt und besetzten ihn. Bei Tagesanbruch sahen sich die Stannerer umzingelt, sie mussten der Gewalt weichen und wieder Robot (unbezahlte Pflichtarbeit für den Grundherrn) leisten. Die armen Verhafteten kehrten jetzt aus den Kammern des Spielberges zurück, starben aber bald, denn ihre Gesundheit hatte im Gefängnis gelitten.
Im Jahr 1754 zahlten Robotgelder: je 3 fl. Paul Holly, Martin Tindl, Lorentz Watzal, Ignatz Gerisch, Joseph Kadreschly, Thoma Holly, Joseph Hanul, Frantz Gerisch, Maria Johann Müllers Witwe, Mathes Pauckert, Georg Rußwurmb, Johann Krebs, Lorentz Schlowitz, Martin Teltscher, Andreas Kunth, Leopold Prakesch, Jacob Gerisch, Mathes Weber, Andres Koch, Mathes Gerisch, Zacharias Gießwein, Bartholomäus Kurtzal; je 4 fl.: Georg Roß, Mathes Stoninger, Thoma Watzall, Joseph Kladensky, Johann Pistauer, Leopold Pistauer, Joseph Prackes; 5 fl.: Thoma Schmidt, Lorentz Kundt, Kirchenvater; 5 fl. 30 kr. (Kreuzer, eine kleinere historische Geldeinheit): Anna Müllers Witwe; 6 fl.: Johann Quell, Andres Lucksch, Joh. Stutz; 7 fl.: Leopold Prakesch; 8 fl.: Anna Körberin Witwe; 9 fl.: Johann Körber; je 13 fl.: Johann Holische Erben, Frantz Bloß, Anton Ketteg, Hans Frantz, Martin Prackesch, Georg Siman, Andres Frey, Jacob Felinghauer; 15 fl.: Joseph Pollack; 20 fl.: Elisabeth Rußwurmin, Jacob Weber, Andres Holly; nur 2 fl. Johann Trambsch; 1 fl. 30 kr.: Joseph Stoninger („mühselig").
Die Erbzinse waren für die ehemaligen obrigkeitlichen Gründe. An solchen besaßen 1849: Franz Gießwein (Nr. 12, früher 3), 2 M ll 3 /4 mß, Johann Käser
(
Nr. 20/9) 3 M 11 mß, Franz Brichta (
Nr. 17/29) 4 M 11 Va mß, Thomas Steffel (
Nr. 18/31) 2 M 8 mß, Johann Ohnsorg (
Nr. 21/46) 2 M 6V2 mß, Matthias Schmidt (
Nr. 22/71) 2 M 1472 mß, Jakob Kautny (
Nr. 35/84) 2 M 83/4 mß, Johann Gießwein (
Nr. 36/24) 3 M 1 mß, Johann Schmidt (
Nr. 60/142) 1 M 13V2 mß, Franz Prakesch (
Nr. 65/148) 2 M, Johann Zodl (
Nr. 67/68) 2 M 53/4 mß, Johann Plaß (
Nr. 68/155) 2 M 12 mß, Josef Plaß (
Nr. 72/159) 2 M 3 mß, Franz Kladensky (
Nr. 74/162) 2 M 6V2 mß, Franz Schmidt (
Nr. 75/163) 2 M 5 mß, Lorenz QueU (
Nr. 76/164) 2 M 72 mß, Franz QueU (
Nr. 70/157) 2 M 4V2 mß, Joh. Körber (
Nr. 71/158) 2 M 7V2 mß, Johann Gießwein (
Nr. 80/166) 2 M 7V2 mß, Franz Brichta (
Nr. 81/167) 4 M ll 3 /4 mß, Franz Quell (
Nr. 85/171) 2 M 12 mß, Josef Gottlieb (
Nr. 7/17) 39 M 133/4 mß, die Gemeinde 249 M 9V2 mß. Das waren insgesamt 347 M 2 mß. Für diese hatte der jährliche Erbzins 62 fl. 14 kr. W. W. betragen und die Ablösung zusammen 132 fl. 36 kr.
Im Jahr 1778 besaßen in Statinem an „eigentümlichen Gründen":
Nr. 1 Andres Kladenski 36 M l3/4 mß,
Nr. 2 Johann Gießwein 1 mß,
Nr. 3 Andres Schmidt 3V4 mß.
Nr. 4 Johann Watzal 8 M 4V2 mß.
Nr. 5 Lorenz Friedl 118 M l3/4 mß.
Nr. 6 Johann Kasamas 92 M 13 mß.
Nr. 7 Adalbert Buchta 98 M 33/4 mß.
Nr. 8 Mathes Lang 125 M 133/4 mß.
Nr. 9 Jakob Käser 78 M 123A mß.
Nr. 10 Jakob Schmidt 164 M 8V2 mß.
Nr. 11 Lorenz Polakh 48 M 153/4 mß.
Nr. 12 Johann Schwarz 106 M 6V2 mß.
Nr. 13 Johann Kundt 64 M 3/4 mß.
Nr. 14 Lorenz Holly 119 M ll 3 /4 mß.
Nr. 15 Johann Langwenz 95 M 12V4 mß,
Nr. 16 Philipp Müller 5 M 2 mß.
Nr. 17 Franz Müller 11 M 9 mß.
Nr. 18 David Krebs 1 M 8 mß.
Nr. 18 A Mathes Müler 35 M 4 mß.
Nr. 19 Wittib Körberin 79 M 63/4 mß.
Nr. 20 Georg Müller 58 M IIV4 mß.
Nr. 21 Johann Holly 32 M 9 mß.
Nr. 22 Johann Schmidt 45 M 10 mß.
Nr. 23 Lorenz Polakh 78 M 8 3 / 4 mß.
Nr. 24 Andres Müler.
Nr. 25 Johann Tromsch.
Nr. 26 Johann Watzal.
Nr. 27 Johann MüUer.
Nr. 28 Georg Ratkowski 73 M 15V4 mß.
Nr. 29 Pfarrei.
Nr. 30 Schulmeister.
Nr. 31 Zacharias Gißwein 5 M 7V4 mß.
Nr. 32 Johann Paukerl 53 M 13 mß.
Nr. 33 Johann Plaß 50 M 6 mß.
Nr. 34 Gemeindehaus.
Nr. 35 Joseph Koutny 33 M 133A mß.
Nr. 36 Georg Roß 29 M 11V4 mß.
Nr. 37 Joseph Polakh 88 M 8V4 mß.
Nr. 38 Paul Polakh 68 M 8V4 mß.
Nr. 39 Joseph Weeber 66 M 5Va mß.
Nr. 40 Joseph Handl 1/t mß.
Nr. 41 David Krebs 11 M 9 mß.
Nr. 42 Johann Nechwatal 3 M 2V2 mß.
Nr. 43 Chaluppen der Kirchen gehörig.
Nr. 44 Johann Kunrat 8 mß.
Nr. 45 Johann Czeloth V2 mß.
Nr. 46 Andres Watzal V2 mß.
Nr. 47 Joseph Plaß IV4 mß.
Nr. 48 Leopold Pistauer V4 mß.
Nr. 49 Franz Watzal V4 mß.
Nr. 50 Franz Geresch.
Nr. 51 Hirtenhaus.
Nr. 52 Witib Gereschin 13A mß.
Nr. 53 Johann Kladensky 5 M 3 mß.
Nr. 54 Franz Geresch V2 mß.
Nr. 55 Joseph Stannerer V2 mß.
Nr. 56 Wenzl Watzal 19 M 7 mß.
Nr. 57 Joseph Gwell 15 M 123/4 mß.
Nr. 58 Franz Felinghauer 5V4 mß.
Nr. 59 Joseph Watzal 9 M 2 3 / 4 mß.
Nr. 60 Andres Schmidt 27 M I2V2 mß.
Nr. 61 Johann Prakesch 15 M 12 mß.
Nr. 62 Johann Proksch 5 M 2 mß.
Nr. 63 Joseph Kladensky 8 M 3 mß.
Nr. 64 Philipp Proksch 5 M HV2 mß.
Nr. 65 Anton Schmidt 57 M 83/4 mß.
Nr. 66 Johann Polakh 54 M 8V2 mß.
Nr. 67 Joseph Körber 62 M 6V2 mß.
Nr. 68 Augustin Plaß 31 M 11 mß.
Nr. 69 Mathes Kundt 53 M 8 mß.
Nr. 70 Martin Lang 96 M 133A mß.
Nr. 71 Joseph Körber 32 M 123/4 mß.
Nr. 72 Georg Plaß 45 M I3V2 mß.
Nr. 73 Johann Kladensky 42 M 2V2 mß.
Nr. 74 Franz Holly 53 M 1 mß.
Nr. 75 Jakob Müller 87 M 7V4 mß.
Nr. 76 Joseph QueU 36 M 9 mß.
Nr. 79 Joseph Körber 83 M IOV2 mß.
Nr. 80 Andres Körber 34 M 14 s / 4 mß.
Nr. 81 Johann Körber 26 M 7 mß.
Nr. 82 Andres Fortelny 96 M
133/4 mß.
Nr. 83 Joseph Prakesch 73 M 15V2 mß.
Nr. 84 Witib Rußwurmin 8V4 mß.
Nr. 85 Martin Gwell 22 M 8 mß.
Nr. 86 Marie Weeberin 5 M 15 mß.
Nr. 87 Andres Koch 2V2 mß. Gemeinde 229 M 133/4 mß. Das gab 3334 M 474 mß eigentümlichen Grund. Ferner waren 100 M 33/4 mß obrigkeitliche Gründe.
Nr. 78 war der „Geist-Hof", der 50.580 niederösterreichische Klaftern Grund hatte.
Das Gemeindekataster von Stannern ist inhaltsmäßig nicht vollständig, so dass die Angaben den 1945 tatsächlich vorhandenen Verhältnissen nicht ganz entsprechen. Leider sind die Besitzangaben im Dörferbuch von 1924 ebenfalls lückenhaft, so dass eine Gegenüberstellung nicht vollständig sein kann.
Das Gemeindekataster von 1945 weist folgende Eigentumsverhältnisse von Stannem aus (in Klammern Stand 1924):
Nr. 1 „Brünner" Johann Patry, 6,00 ha (Johann Patry, 3,60 ha).
Nr. 3 „Häusler" Franz Nawratil, 12,35 ha (Franz Nawratil, 10,00 ha).
Nr. 4 Anton Quell, 8,00 ha.
Nr. 5 und 6 Arthur Seys- Inquart.
Nr. 7 „Schneider-Philipp" Franz Tomschik, 2,00 ha (Vetchy, 0,60 ha).
Nr. 8 Mathias Filla, 0,75 ha.
Nr. 9 Elisabeth Patry.
Nr. 10 Johann Müller.
Nr. 11 „Steffi" Johann Patry (August Rußwurm, 3,40 ha).
Nr. 12 Johann Schmidt, 2,00 ha.
Nr. 13 Johann Körber.
Nr. 14 „Sommer" Leopold Mikschy, 0,50 ha (Leopold Mikschy, 4,00 ha).
Nr. 15 „Schwarzen-Haus" Franz Kunschak, 8,00 ha (Franz Pollak, 12,00 ha).
Nr. 16 „Koch" Paul Neubauer, 12,00 ha (Paul Neubauer, 12,80 ha).
Nr. 17 Heinrich Doleschal, 20,00 ha.
Nr. 18 Hans Rußwurm, Kaufmann.
Nr. 19 „Kraus" Mathias Lang, 10,00 ha (Anton Lang, 22,00 ha).
Nr. 20 „Käser am Platz" Johann Göth, 22,00 ha (Johann Göth, 22,00 ha).
Nr. 21 „Pinter-David" Elisabeth Bukatsch, 12,00 ha (Franz Bukatsch, 14,00 ha).
Nr. 22 Frant. Mikysek, Tscheche.
Nr. 23 „Schmeidler-Haus" Julius Schramek, 8,00 ha (Julius Schramek, 10,00 ha).
Nr. 24 Leopold Müller, 10,00 ha.
Nr. 25 „Schwarzwenzl" August Müller, 5,00 ha (August Müller, 10,00 ha).
Nr. 26 „Schulerbäck" Josef Nechvatal, Tscheche (Ad. Nechvatal, 9,00 ha).
Nr. 27 „Bauernstricker" Josef Neusser, 4,00 ha (Karl Neusser, 4,00 ha).
Nr. 28 Krusik, Tscheche.
Nr. 29 Beseda, Tscheche.
Nr. 30 Josef Quell, 16,00 ha.
Nr. 31 „Tomschi" Anton Steffi, 9,00 ha (Anton Steffi, 8,00 ha).
Nr. 32 Jan Nechvatal, Tscheche.
Nr. 33 Otto Kladensky, Strickerei.
Nr. 34 Fritz Teltscher.
Nr. 35 Mathias Friedl, Tscheche.
Nr. 36 „Spielmann bei der Pumpen" Johann Kladensky, 12,00 ha (Johann Kladensky, 9,20 ha).
Nr. 37 Josef Tindl, Tscheche.
Nr. 38 Karl Koch.
Nr. 39 Adolf Indra, Tscheche.
Nr. 40 Adolf Friedl, Tscheche.
Nr. 41 Marie Plass.
Nr. 42 Franz Wetchy, Tscheche.
Nr. 43 Karoline Novacek, Tscheche.
Nr. 44 Josef Tuma, Tscheche.
Nr. 45 Josef Satrapa, Tscheche.
Nr. 46 „Urber" Novotny, Tscheche (12,00 ha).
Nr. 47 Karl Körber, Tscheche.
Nr. 48 Andreas Schmidt, Wagner.
Nr. 49 Anna Schmidt.
Nr. 50 Franz Müller.
Nr. 51 Anna Svoboda, Tscheche.
Nr. 52 Adolf Grün, Tscheche.
Nr. 53 Adolf Albert, Tscheche.
Nr. 54 Johann Filla, 0,80 ha.
Nr. 55 Maria Müller.
Nr. 56 Josef Bürger, 4,00 ha.
Nr. 57 „Käser in der Gassen" Franz Krebs, 7,00 ha (Franz Krebs, 7,20 ha).
Nr. 58 Leopold Pollak, Fleischer.
Nr. 59 Julie Hable.
Nr. 60 Elisabeth Holly.
Nr. 61 Karl Schmidt, 5,00 ha.
Nr. 62 Josef Wetchy.
Nr. 63 Konrad Kratochwil.
Nr. 64 Josef Schmidt, Tscheche.
Nr. 65 Johann Müller, 0,30 ha.
Nr. 66 Franz Krebs, Schmied.
Nr. 67 Adalbert Nechvatal, Tscheche.
Nr. 68 „Zettel" Franz Kladensky, Kaufmann (Ignaz Fabian).
Nr. 69 „Kilion" Anton Bürger, Gastwirt (Anton Bürger).
Nr. 70 „Kochenfranz" Johann Schmidt, 10,00 ha (Johann
Schmidt, 10,00 ha).
Nr. 71 „Schlapal" Josef Körber, 8,00 ha (Mathias Körber, 4,00 ha).
Nr. 72 „David" Johann Pollak, 24,00 ha (Johann Pollak, 23,00 ha).
Nr. 73 August Ficker.
Nr. 74 Franz Schebesta, Kaufmann.
Nr. 75 Konrad Kratochwil.
Nr. 76 Tscheche.
Nr. 77 Josef Göth sen.
Nr. 78 Tscheche.
Nr. 79 Anton Kladensky.
Nr. 80 Franz Inwald.
Nr. 81 Alois Kratochwil.
Nr. 82 Franz Jarosch, Tscheche.
Nr. 83 Pfarre.
Nr. 84 Alte Schule.
Nr. 85 August Prakesch.
Nr. 86 „Schwarz-Pinter" Paul Lang, 12,00 ha (Paul Lang, 12,00 ha).
Nr. 87 „Schmidt-Josefl" Marie Schmidt, 25,00 ha (Franz Schmidt, 22,00 ha).
Nr. 88 Josef Müller.
Nr. 89 gehört zu Hs.-
Nr. 261.
Nr. 90 Anton Franz, 3,00 ha.
Nr. 91 Franz Krebs.
Nr. 92 Johann Krebs.
Nr. 93 Josef Neubauer.
Nr. 94—98 Tschechen.
Nr. 99 Eduard Schebesta.
Nr. 100 Laurenz Bukatsch, 3,60 ha.
Nr. 101—104 Tschechen.
Nr. 105 Josef Schebesta, ca. 18,00 ha.
Nr. 106 Franz Pelikan.
Nr. 107 bis 110 Tschechen.
Nr. 111 Mathias Neubauer, ? ha.
Nr. 112 Anton Nowak.
Nr. 113 Elisabeth Müller, 2,00 ha.
Nr. 114 August Plass.
Nr. 115 August Plass.
Nr. 116—118 Tschechen.
Nr. 119 Josef Pribyl.
Nr. 120 Brabek, Tscheche.
Nr. 121 „Franta Martinal" Josef Weber (Franz Weber, 3,60 ha).
Nr. 122 Johann Pribyl, Tscheche.
Nr. 123 Johann Plass, Bäcker.
Nr. 124 und 125 Tschechen.
Nr. 126 Franz Brychta, 0,69 ha.
Nr. 127 Johann Kauth.
Nr. 128 Marie Plass.
Nr. 129 Marie Joksch.
Nr. 130 Josef Proksch.
Nr. 131 Johann Franz.
Nr. 132 Marie Quell.
Nr. 133 Gemeindehaus.
Nr. 134 Karl Ressek.
Nr. 135 Frant. Hoss, Tscheche.
Nr. 136 Gehring.
Nr. 137 und 138 Tschechen.
Nr. 139 „Pölzl-Bäck" Jakob Hoß, 11,00 ha (Johtnn Hoß, 12,00 ha).
Nr. 140 Johann Kral.
Nr. 141 „Stutzen-Pinter" Johann Körber, 9,00 ha (Franz Körber, 8,00 ha).
Nr. 142 „Jokl" Franz Körber, 12,00 ha (Franz Körber, 10,00 ha).
Nr. 143 Anton Pollak, Tscheche.
Nr. 144 Konrad Körber, 8,00 ha.
Nr. 145 „Schober" Johann Friedl, 12,00 ha (Johann Prakesch, 10,00 ha).
Nr. 146 „Maurer-Johann" Franz Körber, 6,00 ha (Kasamas, 2,00 ha).
Nr. 147 und 148 „Neu-Schmidt" Franz Navratil, Tscheche (Franz Navratil, 24,00 ha).
Nr. 149 Franz Plass.
Nr. 150 Karl Koch, Kaufmann.
Nr. 151 Franz Plass, 1,02 ha.
Nr. 152 Johann Lang.
Nr. 153 „Semani" Marie Schmidt, ? ha (Josef Rußwurm, 14,00 ha).
Nr. 154 „Augustin" Josef Pollak, 12,00 ha (Johann Pollak, 10,00 ha).
Nr. 155 Stanislaus Sindelaf, Tscheche.
Nr. 156 „Pauli" Mathias Mikschy (Mathias Mikschy, 9,60 ha).
Nr. 157 „Fuchs" Anton Lang, 20,00 ha (Johann Lang, 20,00 ha).
Nr. 158 „Schmidt-Hansl" Franz Friedl, Tscheche (7,20 ha).
Nr. 159 Gemeindehaus.
Nr. 160 „Zuckerl" Anton Prakesch (Anton Prakesch).
Nr. 161 „Altrichter" Martin Weber, 10,00 ha (Martin Weber, 9,60 ha).
Nr. 162 „Franta Jakobi" Josef Neuwirth, 12,00 ha (Josef Neuwirth, 13,00 ha).
Nr. 163 „Schmidt-Mathiesl" Mathias Schmidt, 15,00 ha (Mathias Schmidt, 16,00 ha).
Nr. 164 „Pölzl" Franz Quell, 15,00 ha (Franz Quell, 16,00 ha).
Nr. 165 „Philipp" Franz Filla, 20,00 ha (Franz Filla, 18,00 ha).
Nr. 166 „Richter- Lorenz" Johann Gleixner, 20,00 ha (Jakob Gleixner, 18,00 ha).
Nr. 167 „Richter" Franz Lang, 14,00 ha (Franz Lang, 14,00 ha).
Nr. 168 „Franta" Josef Göth, 24,00 ha (Josef Göth, 28,00 ha).
Nr. 169 Rudolf Krebs, 4,00 ha.
Nr. 170 Josef Kourek, Tscheche.
Nr. 171 Johann Bouchner, 8,00 ha.
Nr. 172 „Vaterl" Karl Jonasch, 6,00 ha (Karl Jonasch).
Nr. 173 „Pfeifenmacher" Anton Quell (Quell, 2,00 ha).
Nr. 174 „Wirtl" Johann Plass (Josef Zodl, 0,40 ha).
Nr. 175 „Franzen- Mathisl" Anton Lewold (Fritz Körber, 1,40 ha).
Nr. 176 Karl Plass,
Nr. 177 „Schimker" Franz Skrdla, Tscheche (Schmidt).
Nr. 178 Johann Rußwurm.
Nr. 179 Anna Neubauer, 4,00 ha.
Nr. 180 und 181 Rosa Bicourek, 10,00 ha.
Nr. 183 abgebrochen.
Nr. 184 Anton Müller, 2,00 ha.
Nr. 185 Deutsche Volksschule.
Nr. 186 „Sonnenschmidt" Anton Körber (Körber, 9,20 ha).
Nr. 187 Franz Kestler.
Nr. 188 Friedrich Hain, 3,00 ha.
Nr. 189 Kindergarten des Deutschen Kulturverbandes.
Nr. 190 Rathaus.
Nr. 191 und 192 Angela Matejka, Gasthaus.
Nr. 193 Johann Zeleny, 3,00 ha.
Nr. 194 gehört zu Hs.-
Nr. 237.
Nr. 195 Marie Czelloth, 1,00 ha.
Nr. 196 Luks, Tscheche.
Nr. 197 Hegerhaus, Stadt Iglau.
Nr. 198 Anton Obofil, Tscheche.
Nr. 199 Anton Weber.
Nr. 200 gehört zu Hs.-
Nr. 166.
Nr. 201 und 202 Eduard Körber.
Nr. 203 Theresia Stoklasek, 0,60 ha.
Nr. 204 Josef Lang.
Nr. 205 und 206 Anton Plan.
Nr. 207 Alois Müller, 2,00 ha.
Nr. 208 Josef Körber.
Nr. 209 Franz Feilinghauer.
Nr. 211 Ferdinand Nowak.
Nr. 212 Krebs, Spinnerei.
Nr. 213 Leopold Horak.
Nr. 214 Johann Körber.
Nr. 215 Josef Svoboda, Tscheche.
Nr. 216 Adolf Gregora, Tscheche.
Nr. 217 Nothospital, Gemeindehaus.
Nr. 218 Johann Pokorny.
Nr. 219 Eva Caska, Tscheche.
Nr. 220 Elisabeth Neusser.
Nr. 221 Franz Zeleny, Tscheche.
Nr. 223 Johann Fellinghauer.
Nr. 224 gehört zu Hs.-
Nr. 15.
Nr. 225 Marie Wurschy.
Nr. 226 Karl Plass, 1,50 ha.
Nr. 227 Marie Lang.
Nr. 228 gehört zu Hs.-
Nr. 93.
Nr. 229 Hans Mimmler.
Nr. 230 Rosa Blasek, Tscheche.
Nr. 231 Agnes Lang, Tscheche.
Nr. 232 Aloisia Stanek.
Nr. 233, 234 und 235 Tschechen.
Nr. 236 Anton Krebs.
Nr. 237 Franz Schmidt, 1,40 ha.
Nr. 238 Johann Wurschy, 10,00 ha.
Nr. 239 Johann Lang.
Nr. 240 Johann Müller.
Nr. 241 Anton Dworschak.
Nr. 242 Hauptechule.
Nr. 243 Josef Rudolf.
Nr. 244 Agnes Plihal.
Nr. 245 Anton Neubauer.
Nr. 246 Johann Kraus.
Nr. 247 Franz Kratochwil.
Nr. 248 Anton Friedl.
Nr. 249 Wenzl Ferst.
Nr. 250 Deutsche landw. genossenschaftliche Spiritusbrennerei rGmbH., in Stannern.
Nr. 251 Johann Linka.
Nr. 252 Franz Plass.
Nr. 253 Daflek, Tscheche.
Nr. 254 Johann Resek.
Nr. 255 Anton Kratochwil.
Nr. 256 Thomas Vanek, Tscheche.
Nr. 157 Jakob Körber.
Nr. 258 Josef Quell.
Nr. 259 Schmidt, Tscheche.
Nr. 260 Anton Kratochwil.
Nr. 261 Franz Krebs, Stickwarenerzeugung.
Nr. 262 Wenzl Pajdal.
Nr. 263 Anton Rinagel.
Nr. 264 Anton Kratochwil.
Nr. 265 Johann Walka.
Nr. 266 Franz Hoss, Tscheche.
Nr. 267 Josef Müller.
Nr. 268 Franz Rinagel.
Nr. 269 Anton Rudolf.
Nr. 270 Franz Zeleny.
Nr. 271 Marie Pollak, Tscheche.
Nr. 272 Leopold Reinke.
Nr. 273 Wenzl Sedlacek.
Nr. 274 Hans Rußwurm, s. auch Hs.-
Nr. 18.
Nr. 275 Johann Göth, s. auch Hs.-
Nr. 20.
Nr. 276 Josef Rudolf.
Nr. 277 Franz Schmidt, Tscheche.
Nr. 278 Franz Handel.
Nr. 279 Franz Rudolf.
Nr. 280 Franz Weber.
Nr. 281 Leopold Kratochwil.
Nr. 282 Elisabeth Weber.
Nr. 284 Karl Jonasch.
Nr. 285 Anton Paukerl.
Nr. 286 Josef Ruzicka, 4,00 ha.
Nr. 287 Franz Müller.
Nr. 288 Novacek, Tscheche.
Nr. 289 Rudolf Plass.
Nr. 290 Johann Röder.
Nr. 291 Deutsche landw. Lagerhaus- und Betriebsgenossenschaft Stecken-Iglau rGmbH., in Iglau, Filiale Stannern.
Nr. 292 Jugendheim. —
Als selbstständige Gemeinde hatte Stannern 1939 dreizehn deutsche und fünf tschechische Gemeinderäte. Schule, Pfarre, Post und Gendarmerie waren im Ort, die nächste Bahnstation war in Iglau oder Triesch.
Stannerns Gemeindefläche umfasst 978 Hektar.
Die Strickerei (Fäustlinge) wurde in Stannern schon seit alter Zeit als Hausindustrie betrieben. Franz Krebs (Nr. 80) hat um die Mitte der Sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts mit der Strumpfwirkerei begonnen. 1897 errichtete Anton Krebs eine Spinnerei, Färberei und Walkerei mit Maschinenbetrieb. Sieben Jahre später richtete Johann Kladensky (Nr. 33) einen ähnlichen Betrieb ein. Eine Ziegelei besteht seit 1910 (Franz Schmidt Nr. 87).
Schon dem Dichter Johann G. Seume ist bei seiner Wanderung „nach Syrakus" im Jahr 1802 die Handschuherzeugung aufgefallen. Er schrieb: „Im Städtchen Stannern müssen beträchtliche Wollenmanufakturen sein, denn alle Fenster sind mit diesen Artikeln behangen und man trägt sehr viele Mützen, Strümpfe, Handschuhe und dergleichen zu außerordentlich niedrigem Preise zum Verkaufe herum. Ein gutes, bequemes Wirtshaus, das erste, das wir, seitdem wir aus Prag sind, trafen, hatte den Ort gleich etwas in Kredit bei uns gesetzt." Stannern wurde mit dem Marktrechte (früher drei Tage im Jahr, Tag nach Maria Lichtmeß, nach Peter und Paul, nach Wenzl, dann jährlich sieben Viehund Jahrmärkte) ausgestattet.
Die Pfarre bestand bereits im 14. Jahrhundert. Für 1349 ist ein Pfarrer belegt: dominus Hirsko plebanus de Stonarn [Deutsch: Herr Hirsko, Pfarrer von Stannern]. In der Zeit des Hussitenkrieges war in Stannern ein Zehentstreit zwischen dem Pfarrer Pilgreim und seinen Pfarrleuten von Stannern, Mitteldorf, Dürre, Otten und Klein-Neustift, die sich für unvermögend erklärten, in diesen unruhigen Zeiten den schuldigen Zehent zu entrichten. Im Jahr 1429 am Dienstag nach Misericordia wurde ein Vergleich geschlossen, nach dem sich die genannten 5 Orte verpflichteten, ihrem Pfarrer statt des Naturalienents jährlich 6 Schock Groschen, und zwar 3 Schock zum großen Jahrmarkt und 3 Schock zu Weihnachten zu geben. Falls sie die zwei Fristen nicht einhielten, hätten sie eine Geldbuße von 5 Schock Groschen zu zahlen.
Bis der Friede einträte, soll wieder der gewöhnliche Naturalzehent entrichtet werden. Die Pfarrleute sollten Pilgreim als ihren wahren Pfarrer halten und in Sachen seines Amtes gehorsam sein, dagegen soll aber auch der Pfarrer sie mit Beichten und den anderen geistlichen Dingen versorgen. In der Reformationszeit war Stannern wie Iglau evangelisch, bis im Jahr 1623 alle evangelischen Prediger des Iglauer Gebietes ausgewiesen wurden.
Die jetzige Kirche zum hl. Wenzl wurde 1598 erbaut. Vorher soll die alte Barbara-Kapelle am Kirchenplatze das Gotteshaus gewesen sein. Das alte Pfarrhaus wurde 1598 erbaut und 1721 neu aufgeführt, „ein schmuckloser Bau mit starken Mauern und gewölbten Zimmern und einem großen Saale im ersten Stockwerk, dessen Zierde der uralte Ofen mit Schüsselkacheln ist, seine Dimensionen beweisen, daß man damals ein prächtig Rüstzeug gegen die rauhen Winterstürme unserer Gegend hatte" (wie Dr. Ernst Fr. Horetzky schreibt).
Die deutsche Volksschule besteht seit dem Jahr 1782.
Der Name erscheint 1349 als „Stonarn", 1358 „Stonarz", 1360 „Staneren", 1362 „Stonern" und seitdem „Stanern, Stainern, Staining, Stonnern, Stannern"; tschechisch „Stonarzow" (1358, 1365 ff), „Stonafov" (1464 ff). Vielleicht hegt ein Personenname dem Ortsnamen zugrunde. Es kann auch an Stein (Stan, „Stainern") gedacht werden für das alte Städtchen zwischen Dürre und Hungerleiden.
An alten Begebenheiten: 1544 ließ sich ein großer Heuschreckenschwarm um Stannern und Lang-Pimitz nieder. Es war „wie ein dicker Nebel oder Rauch anzusehen, so dick, daß sie den Sonnenschein verdeckt haben. Man hat sie an ihrem Rauschen ziemlich weit gehört". — 1656 erhielt Stannern von der Orbrigkeit das Recht des Weinschankes. — 1662 wurde ein neues Bräuhaus gebaut. — Am 22. Mai 1808 fiel ein Steinregen, ein Meteoritenfall, von dem auch Johann P. Hebel in seinem „Schatzkästledn" erzählt.
