Schrittenz hat eine große Vergangenheit. Seine Stätte mag schon in uralter Zeit bedeutsam gewesen sein, ein Steinhammer aus der jüngeren Steinzeit wurde hier gefunden. Im Mittelalter stand eine Burg hier, eine „munitio Schritys", wie sie 1353 genannt wurde.
Die Schreibformen des Namens sind: „Schritiz" 1346, sonst im 14. Jahrhundert „Schritys" und „Schritis", im 15. Jahrhundert „Schrites" und „Schrittes", im 16. Jahrhundert „Schrittes" und „Schlittens", im 17. Jahrhundert „Schrittes, Schriettis, Schritens, Schlittens, Schriettes" und seitdem meist „Schlittens" und „Schrittenz". Tschechisch: „Strzitez, Strzitez, Strjtes" (16. Jahrhundert), bedeutet Stfitez d. i. Warte, Wache.
Die alte Burg erhob sich nahe am Teich, wo heute das Bräuhaus steht. Sie lag schon in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts darnieder. 1425 war es zwischen Iglau und der Burg Schrittenz zu Kämpfen gekommen.
Im Jahr 1346 gehörte Schrittenz zum Besitz des Adelsgeschlechtes von der Leipen, der Erben der mächtigen Lichtenburger. Die Herren von der Leipen teilten 1346 ihre Ländereien. Der eine, Berthold mit Namen, bekam Mährisch- Kromau, Goldenstein unter anderem, Heinrich (III.) erhielt die Lichtenburg, Sommerburg (vgl. Illemnik), Ronow, Chotebof unter anderem, der dritte, Cenek, die Burg Lipnitz, Deuschbrod und Polna und Heinrich bekam Schrittenz, Humpoletz, Rattai unter anderem
Im Jahr 1385 war Wenzl Kruschina von Lichtenburg auf Schrittenz. Ein Iglauer Schöffenspruch aus dem 14. Jahrhundert erging an eine Witwe, die Frau von der Lypen in „Schritis". Im Jahr 1411 war Johann Leskowetz von Hoslaw Herr von Schrittenz. Ihm gehörte auch Stecken, Seelenz, Scheibeidorf, Petrowitz, Dobrenz, Neuhof. Um 1436 gelangte das Geschlecht Trczka in den Besitz von Lipnitz. Es erwarb auch Schrittenz, kaufte (1496) von den Leskowez auch die Humpoletzer Herrschaft, wo es eine Wartburg „Orlik" (Aarhorst) erbaute, und schuf sich ein ausgedehntes Herrschaftsgebiet in Iglaus Nachbarschaft. Auf Schrittenz saß ein Burggraf.
In der Zeit des Krieges zwischen König Georg von Podebrad und dem Ungarnkönig Matthias kam es zu Zwistigkeiten zwischen Wilhelm von Blanitz, dem Burggrafen zu Schrittes, und den Iglauern. Der Burggraf wehrte den Leuten, „daß sie Getreide und andere Notdurft nach Iglau auf den Markt fuhren" und hat auch „einen von Iglau gepfändet und gefangen gehalten". Die Iglauer wandten sich deswegen an König Georg und dieser schrieb 1467 an Niklas Trczka von Lipa, auf dass er den Burggrafen verhalte, für die nach Iglau bestimmten und von ihm geplünderten Fuhren (Mengen, die jeweils mit einem Fuhrwerk transportiert wurden) Ersatz zu leisten und die gefangenen Iglauer freilasse.
Niklas, der jüngere, von Trczka verkaufte im Jahr 1500 sein Erbgut Schrittenz mit dem Hof und den dazu gehörigen Orten (Markt Stecken, Dörfern Lipa, Kochendorf, Scheibeldorf und Petrowitz) an Burian Trczka von Lippy aus Lipnitz um 3000 Schock (eine alte Zähleinheit für sechzig Stück, hier meist Groschen) Prager Groschen. Vor ihm war der ältere Niklas Grundherr (ein Besitzer von Land, dem die Bauern Abgaben oder Arbeit schuldeten) gewesen. Burian hatte seinen Sitz auf Lipnitz. Er ist 1522 gestorben. Sein Sohn Johann Trczka von Lippa und auf Wlaschim verkaufte 1536 seinen Schrittenzer Besitz an die Stadt Iglau. Dem mächtigen Adelsgeschlecht gehörte damals weites Land nördKch der Iglauer Besitzungen, so die Schrittenzer Herrschaft, das Polnaer Gebiet, die Ländereien vom Igelfluß bei Höfen bis zur Burg Lipnitz und weiter hinaus. Freitag nach St. Georg 1536 schloss er in Lipnitz mit den Iglauern einen Kaufvertrag, nach dem er ihnen um sechshalbtausend böhmische Groschen die Burg Schrittenz mit dem Hof, Brauhaus, der Mühle, mit Äckern und Teichen, die Dörfer Selenz und Dobrenz und das öde Dorf Heraltitz verkaufte. Am Donnerstag vor St. Magdalena 1536 wurde der Kaufvertrag in die böhmische Landtafel (ein amtliches Verzeichnis von Besitzrechten) eingetragen.
Das Nachbargebiet von Polna bis Pfibyslau, darunter Bergersdorf, Deutsch-Schützendorf, Schachersdorf, Unter-Weschnitz verkaufte Johann Trczka 1538 an Karl von Waldstein.
Iglau hatte durch die Erwerbung von Schrittenz Sitz und Stimme im böhmischen Landtag erworben. Da es im Schmalkaldischen Krieg seine Zustimmung zum Vorgehen der Landstände gegen König Ferdinand gegeben hatte, wurde auch die Stadt bestraft.
Nach der Schlacht bei Mühlberg 1547 ließ Ferdinand I. in Prag weitere Gegner bestrafen. Iglau wurde 1549 zum Verlust der Landgüter verurteilt, dieses Urteil aber dahin gemildert, dass es „Schrithes" behalten konnte, aber 25.000 Thaler „Strafe" zahlen musste. Schon vorher wurde ihm auferlegt, dass es von jedem Fass Bier einen Weißgroschen für immerwährende Zeiten zu entrichten habe.
Die Stadt verwaltete ihre Schrittenzer Besitzungen durch einen Amtmann, der in Schrittenz seinen Sitz hatte und dem ein Gehilfe beigegeben wurde, als Iglau 1596 den großen Besitz von Stecken bis Rauneck dazu erwarb. Doch 1625 änderten sich die Verhältnisse. Der Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges und die Teilnahme der Stadt an der Bewegung der Stände brachte über sie schwere Bedrängnis. Sie musste Schulden machen und ihr Hauptgläubiger, der „Kaiserrichter" Heidler, erwarb dafür am 21. Juni 1625 Schrittenz, Stekken, Seelenz, Simmersdorf, Hilbersdorf, Ebersdorf und Petrowitz für insgesamt 93.333 fl. (Gulden, auch Florin genannt, eine historische Geldeinheit) Heidler, der vom Kaiser zum Freiherrn von Bukau erklärt wurde, war nun Herr von Schrittenz. Auf Hans Heidler, den Kaiserrichter, folgte Johann Freiherr von und auf Bukau und auf diesen Ferdinand.
Nach ihm erbten 1683 die Grafen Pachta von Raihoffen, die einer Iglauer Bürgerfamilie entstammten, die Herrschaft. Diese erbauten sich im „Karlswald" ein prächtiges Lustschloss und seitdem ging Schrittenz als Herrschaftsbesitz zurück und verlor völlig seine Stellung, als die Reichsstraße gebaut war, von der es abseits lag. Stecken stieg zum Verwaltungsmittelpunkt empor. Damals waren nicht mehr die Pachta die Herren. Diese hatten 1725 dafür schlesische Besitzungen vom Grafen Philipp Ludwig Sinzendorf eingetauscht, der zehn Jahre später (1735) seine hiesigen Güter an den Leitmeritzer Bischof Moriz Herzog zu Sachsen-Zeitz verkaufte. 1748 erstand sie Graf Karl von Palm, dessen Nachfolger (seit 1770) Karl Josef war, der 1783 zum Reichsfürsten erklärt wurde. Fast hundert Jahre währte die Palmsche Zeit, dann (1840) kaufte ihn Fürst Karl von Hohenzollern.
Das Revolutionsjahr 1848 nahm den Grundherren die Robot (unbezahlte Pflichtarbeit für den Grundherrn)- und Zinsleistungen der Bauern, das Umsturzjahr 1918 den Großgrundbesitz, so dass Bräuhaus und Hof abverkauft wurden (vgl. Stecken).
Im Jahr 1837 umfasste die Herrschaft Schrittenz 7219 Joch (historisches Flächenmaß; die genaue Größe hing von Ort und Zeit ab) 1037 Quadratklafter Dominikalgrund und 17.122 Joch 1082 Geviertklafter Rustikalgründe, zusammen 24.342 Joch 519 Kl. Es waren damals 8188 Herrschaftsinsassen und ein Viehstand von 205 Pferden, 3575 Rindern (37 Stiere, 10 junge Stiere, 1725 Kühe, 269 Kalbinnen, 16 Mastochsen, 1331 Zugochsen, 187 junge Ochsen), 3081 Schafe, 1012 Schweine, 169 Ziegen, 518 Bienenstöcke. Das Gemeindesiegel aus dem Jahr 1705 führt eine Gans vor einem Rade.
Im Dorf hatten die Bauern schon seit alter Zeit ihren eigentümlichen Besitz, von dem sie zweimal im Jahr Zins zahlten. Sie konnten ihr Hab und Gut, unbehindert von der Grundherrschaft (Herrschaft über Land und die davon abhängigen Bauern), vererben, wie eine Urkunde aus dem Jahr 1411 bezeugt. Ihre Zinsungen waren im 17. Jahrhundert immer zu Georgi und Michaeli fällig. Im Jahr 1604 betrug der Dorfzins zu Georgi 14 Schock 10 Groschen. Davon verblieben dem Dorfrichter 41 Groschen. Zu Michaeli war der Dorfzins 14 Schock 32 Groschen, wovon wieder dem Richter 41 Groschen blieben. Der gleiche Betrag von 13 Schock 29 Groschen zu Georgi und 13 Schock 51 Groschen zu Michaeli wurde im Jahr 1604 abgeführt. Im gleichen Jahr wurde von Schrittenz ein Mandelgeld von 11 Schock 31 Groschen und 6 Denaren entrichtet.
Die Abgabe bezog sich auf 269 Mandeln (historisches Zählmaß; die genaue Bedeutung hing vom Gegenstand ab). Im Jahr 1625 verzeichnete eine Rechnung über die Zeit von Bartholome 1624 bis Georgi 1625 folgende Eingänge aus Schrittenz: Georgi- und Michaelizins 18 Schock 23 Groschen, Mautgeld 1 Schock 33 Groschen 6 Denare (Denare, kleine historische Münzeinheiten), Wiesenzins 19 Schock 9 Groschen. Mandelgeld war keines „dies Jahr war kein Feldbau" steht vermerkt. Ferner: „Fleischbank öd und abgebrannt." Es war die Zeit, in der die Kriegsvölker des Dreißigjährigen Krieges unser Land durchzogen hatten und die Gegenreformation Anhänger der evangelischen Lehre vertrieb. Die Verminderung des Dorfziness von 27 Schock 20 Groschen im Jahr 1606 auf 18 Schock 23 Groschen im Jahr 1625 bezeugt den Einfluss der Kriegsläufte und des großen Brandes, der 1612 das Dorf verheerte.
In diesem Jahre ist am 15. August „durch Unvorsichtigkeit bei dem Schmied ein Feuer auskommen, sind abgebrannt 27 Häuser, auch der Herren (Ratsherren von Iglau) Mühl samt den Mühlrädern im Wasser, war so große Hitz, daß auch das Wasser bei der Mühle gesotten, sind viel Leut versehrt, doch kein Vieh, sondern das Getreid in Stadeln verbrennt. Den Abgebrannten ist von der (Iglauer) Bürgerschaft bis 300 Taler Almosen gegeben worden und durch die Rottmeister gesammelt worden". So berichtet die Iglauer Chronik.
Alte Schrittenzer Namen ergeben sich aus einer Liste von Grasgeldzahlern aus dem Jahr 1604: Leonhardt Zimmermann, Martin Keppel, Thoma Großhaußer, Georg Steckner, Greger bei der Mull, Mirt Noßkho, Petter Weber, Mirt Grahanßl, Anderl Matausch, Hanß Muckh, Gelko Schutz, Matl Preier, Hanß Schmiedt, Wentz Pockh, Samuel Schutz, Paul Maurer, Hanßl Vormoderer, Urba Lerntrog, Hanß Schleicher, Georg Mattausch, Wastl Kuller, Christa Kraut, Urba Czapkho, Paul Freundt, Paul Mukh, Wentz Behem, Jackl Bockh,
Proksch Rabenschwantz, Niki Schimane, Ambrose Pondiele, Cristandl, Georg Rornmaster, Wabra Weber, Tondl, Hans Flamich. Von diesen leben in Hausnamen noch heute fort: Tondl (
Nr. 7), Jackl (
Nr. 20), Weber (
Nr. 30), Neben
Nr. 97, dessen Hausname „Bockenweber" lautet, ist ein öffentlicher Brunnen,
Dieser Brunnen heißt „Bock'nbrünnl". Diese Namen mögen auf die „Pockh" vor dem Drei- ßigjährigen Krieg zurückgehen.
Die Schrittenzer Expositurkirche, zu Ehren des h. Florian geweiht, gehört zur Pfarrkirche Seelenz. Die jetzige Kirche wurde im Jahr 1848 erbaut. Vorher sollen nur Ruinen von der früheren Filialkirche gestanden sein. — Die deutsche Volksschule besteht seit 1740, die tschechische seit 1919. Im Jahr 1835 wurde ein Schulgebäude aufgeführt, die neue Schule im Jahr 1912 erbaut. —
Nach dem Gemeindekataster von 1945 waren in Schrittenz folgende Eigentumsverhältnisse (in Klammern Stand von 1924):
Nr. 1 „Müller" Franz Müller, 1,00 ha (Johann Müller, 1,00 ha).
Nr. 3 „Manni" Franz Krejci, 7,12 ha (Franz Krejci, 7,12 ha).
Nr. 4 „Soutschek" Josef Soutschek, 3,19 ha (Josef Soutschek, 3,19 ha).
Nr. 6 (Josef Dwofak).
Nr. 7 „Tondl" Anna Grünwald, 12,29 ha (Franz Grünwald, 12,29 ha).
Nr. 8 „Gschirrhauer" Anton Jelinek, 4,75 ha (Franz
1 Jelinek, 4,75 ha).
Nr. 9 „Schmied" (Gemeindehaus).
Nr. 10 „Lederer" Paul Hanold, 4,80 ha (Paul Hanold, 4,80 ha).
Nr. 10b „Stanel" Johann Neubauer.
Nr. 11 „Neumühle" (Wenzl Polivka, 18,81 ha, Tscheche).
Nr. 12 „Tomschi" Paul Cöpel, Kaufmann (Franz Tomschi, 1,75 ha).
Nr. 12b Johann Mottl.
Nr. 13 „Schaffer" Johann Suchy, 4,21 ha (Johann Suchy, 4,21 ha).
Nr. 14 „Kuttelwascher" (Anton Jokl, 3,61 ha).
Nr. 15 „Bück" Franz Kerpes, 4,57 ha (Karl Bück, 4,57 ha).
Nr. 16 (Bohumil Krajina, 3,42 ha, Tscheche).
Nr. 17 „Grödl" Josef Grödl, 16,54 ha (Josef Grödl, 16,54 ha).
Nr. 18 „Böhm. Weber" (Franz Morkus, 7,78 ha, Tscheche).
Nr. 19 „Uchitil" (Josef Strasil, 38,21 ha, Tscheche).
Nr. 20 „Jakl" Marie Streichsbier, 10,48 ha (Josef Streichsbier, 10,48 ha).
Nr. 21 (Karl Palan, 8,04 ha, Tscheche).
Nr. 22 „Schenkn" (Mathias Bukac, Tscheche).
Nr. 23 „Gärtner" Anton Wendl, 14,00 ha (Johann Wendl, 11,05 ha).
Nr. 24 „Wasserbinder" Marie Streichsbier, 10,00 ha (Johann Streichsbier, 8,67 ha).
Nr. 25 „Peterhans" Franz Harnold, 8,00 ha (Franz Harnold, 6,65 ha).
Nr. 26 „Töpfer" (Johann Hron, 5,63 ha, Tscheche).
Nr. 27 „Fleischhacker" Johann Schneider, 11,05 ha (Johann Schneider, 9,17 ha).
Nr. 29 „Schenk" Franz Reichtomann, 3,95 ha (Franz Reichtomann, 3,95 ha).
Nr. 30 „Weber" Franz Hölzl, 10,00 ha (Franz Hölzl, 10,00 ha).
Nr. 31 „Wastl" Josef Streichsbier, 2,01 ha (Josef Streichsbier, 2,01 ha).
Nr. 32 (Franz Doucha, 5,15 ha, Tscheche).
Nr. 33 „Schuster" (Johann Michalicek, 2,80 ha, Tscheche).
Nr. 34 „Tischler" Josef Luksche, 5,95 ha (Josef Luksche, 5,95 ha).
Nr. 35 „Bauernschmied" Johann Mokry, 5,39 ha (Franz Mokry, 5,39 ha).
Nr. 36 „Kreuzschuster" Jakob Grödl, 8,84 ha (Josef Streichsbier, 8,84 ha).
Nr. 37 „Beran" Wenzel Wastl (Wenzel Wastl, 6,64 ha).
Nr. 38a „Moritz" Martin Zimmermann.
Nr. 38b „Wagner" Johann Schwarzjirg, 4,93 ha (Wenzl Schwarzjirg, 4,93 ha).
Nr. 38c „Nickerl" Adolf Streichsbier.
Nr. 39 „Haupt" Mathias Pollak, 10,79 ha (Berthold Haupt, 10,79 ha).
Nr. 40a „Käsern" Paul Patzlik, 1,00 ha (Paul Patzlik).
Nr. 40b „Hanauer" Johann Hanauer (Marie Hofmann).
Nr. 40c „Mirtl" Josef Stoklasek, 2,00 ha (Jakob Stoklasek).
Nr. 40d (Marie Streichsbier).
Nr. 41 Arbeiterhaus, zum Meierhof gehörig.
Nr. 42 „Bräuhaus" (L. B. Gebert, 15,73 ha).
Nr. 43 „Koblitz" Vinzenz Matula, Kaufmann (Hugo Koblitz).
Nr. 44 „Höfer" Josef Neubauer, 2,32 ha (Josef Neubauer, 2,32 ha).
Nr. 45 Neue Schule.
Nr. 46 „Schwarzjirg" Wenzl Bernard, 11,75 ha (Wenzl Bernard, 11,75 ha).
Nr. 47 „Wirtshaus" Anton Grödl (Franz Grünwald).
Nr. 48 „Kirchner" Katharina Nedelka, 27,64 ha (Katharina Nedelka, 27,64 ha).
Nr. 50 „Thiasl" Franz Rippl, 2,69 ha (Josef Cepl, 2,69 ha).
Nr. 51 „Hof" Gemeindehaus-Rathaus (Wenzl Vasicek), der Meierhof hat bis Herbst 1923 der Herrschaft Stecken gehört.
Nr. 52 „Binder" Franz Altrichter, 2,00 ha (Franz Altrichter).
Nr. 53 „Ponka" Marie Laschka (Johann Bednar, 4,84 ha).
Nr. 54 „Schneider von der Schmidt'n" Therese Schimko, 1,00 ha (Anton Schimko).
Nr. 55 „Honspaul" Johann Duschek, 8,00 ha (Wenzl Schlögl, 5,15 ha).
Nr. 59 „Weberschuster" Anton Krautschneider, 4,20 ha (Johann Krautschneider, 4,06 ha).
Nr. 60 Schindler & Co.
Nr. 61 „Tomann" Franz Peterhans (Wenzl Tomann).
Nr. 64 „Maurer" Johann Hölzl, 5,28 ha (Theresia Hölzl, 5,28 ha).
Nr. 65 „Stanzl" Franz Trojan, 5,35 ha (Franz Trojan, 5,35 ha).
Nr. 66a „Patzlikn" Marie Patzlik (Franz Patzlik).
Nr. 66b Marie Wessely (Wenzl Wessely).
Nr. 67 „Eckerl" Franz Streichsbier, 2,00 ha (Franz Streichsbier).
Nr. 68 „Fischer" Paul Fischer, 5,29 ha (Paul Fischer, 2,24 ha).
Nr. 71 „Paserka" Josef Swoboda (Marie Mokry, 2,62 ha).
Nr. 72 „Polzer" Franz Stoklasek, 0,60 ha (Franz Stoklasek, 0,60 ha).
Nr. 73 „Basti" Johann Basti, 2,34 ha (Katharina Basti, 2,34 ha).
Nr. 81 „Holzjäger" Anton Inwald, 3,64 ha (Mathias Inwald, 3,64 ha).
Nr. 83, 84, 85 und 86 tschechische Eigentümer.
Nr. 88 Alte Schule, Gemeindehaus.
Nr. 90 (Villa, Bräuhaus, L. B. Gebert).
Nr. 91 „Honsn" Paul Schimka, 1,82 ha (Paul Schimko, 1,82 ha).
Nr. 93 „Hanxtnerle" Anton Kreuz, 6,42 ha (Anton Kreuz, 6,42 ha).
Nr. 94 (Josef Duschek, 3,35 ha).
Nr. 95 und 96 Bahnwächterhäuser.
Nr. 97 „Bockweber" Josef Klement, 4,80 ha (Josef Klement, 4,90 ha).
Nr. 99 Gemeindearmenhaus.
Nr. 100 (Josef Kubik, 1,75 ha).
Nr. 101 Johann Michelfeit (Josef Michelfeit).
Nr. 109 Pfarrhaus.
Nr. 117 „Bader" Anton Tomschy, 0,30 ha (Marie Bader, 0,30 ha).
Nr. 118 (Josef Sereda, Tscheche).
Nr. 119 (Franz Jarosch, Tscheche).
Nr. 120 (Josef Petr, Tscheche).
Nr. 121 Anton Laschka, 3,40 ha (Franz Kaspar).
Nr. 122 Josef Streichsbier, 0,76 ha.
Nr. 123 Franz Wastl.
Nr. 134 „Schneider" Anton Schimka.
Nr. 125 Anton Basti.
Nr. 126 Johann Krautschneider.
Nr. 128 Ernst Wondrak.
Nr. 157 „Paserka" Johann Mokry, 2,00 ha.
Nr. 162 Anton Stoklasek, 0,60 ha. Unbekannt sind die Haus-Nr. folgender Wohnhauseigentümer: Josef Brußmann, Josef Hölzl, Franz Krumm, Josef Laschka, Marie Nekwinde, Franz Soutschek, Johann Stoklasek, Johann Streichsbier, Alois Winkler, Martin Zimmermann.
Im Gemeindebesitz waren 84 ha. Der frühere Waldbesitz von Hohenzollern-Sigmaringen auf der Gemarkung Schrittenz gehörte zur „Waldgenossenschaft Stecken". Der Meierhof (ein größerer landwirtschaftlicher Betrieb des Grundherrn) und das Bräuhaus, sowie die Teiche (Schlossteich, Dorf teich, Neumühlteich) und die Neumühle gehörten bis 1923 der Herrschaft Hohenzollern-Sigmaringen, wurden bei der Bodenreform an Tschechen verteilt. — Das Hofgut Schrittenz mit der zum Hofgut gehörenden Enklave befand sich seit 1939 unter deutscher Verwaltung, ca. 85 ha.
Schrittenz bildete mit Antoniental und Rotenkreuz eine pol. Gemeinde und umfasst eine Fläche von 866 ha.
Schrittenz hatte 1939 sechs deutsche und zwölf tschechische Gemeinderäte. Schule, Pfarre und Bahnstation waren im Ort (G-Polna-Stecken). Die Post und die zuständige Gendarmerie waren in Deutsch-Schützendorf.
