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Šachotín Schachersdorf

Cesta časem: Šachotín Schachersdorf

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  1. 1385Do roku 1499

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  2. 16821500–1799

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  3. 19391919–1945

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Z knihy Dörferbuch

Schachersdorf

Lage und Herkunft des Namens

Schachersdorf liegt an der Bezirksstraße von Schlappenz nach Pfibyslau. Die historische Beschreibung gibt die Entfernung hinter Schlappenz mit 3000 Schritten an.

Der Ortsname wird als Walddorf gedeutet. „Schachen“ bezeichnet in bayerischen und schwäbischen Mundarten einen Wald oder ein Gebüsch. Das althochdeutsche „scahho“ und das mittelhochdeutsche „schache“ bezeichneten ein Waldstück oder einen zungenförmigen Streifen. 1385 ist die Namensform „Schahendorf“ überliefert; im 17. Jahrhundert erscheint bereits „Schachersdorf“.

Mit Händlern oder dem „Schachern“ erklärt sich der Name nach dieser Deutung also nicht. Eine örtliche Sage erzählt dagegen von Händlern, die auf dem Weg von Schlappenz zum Markt nach Pfibyslau hier Rast gemacht haben sollen. Diese Erzählung bleibt als Sage neben der sprachlichen Namensdeutung stehen.

Klosterbesitz und örtliche Überlieferung

Das Kloster Frauental besaß schon früh Rechte in Schachersdorf; ein Hinweis darauf stammt aus dem Jahr 1381. Eine Urkunde von 1682, die in Hensels ehemaligem Erbrichterhaus Nr. 12 erhalten war, zeigt, dass auch damals die Frauentaler Äbtissin die grundherrliche Gewalt ausübte.

Von den Spannungen mit der Herrschaft erzählt eine Sage: Ein Verwalter aus Frauental habe an der Grenze zwischen Schachersdorf und Langendorf einen Hof anlegen wollen und die Dorfbewohner bedrückt. Als er sich wieder im Dorf aufhielt, hätten die Schachersdorfer Frauen ihn mit Steinen beworfen und aus dem Ort vertrieben.

Wechselnde Grundherren

Auch die Trczka besaßen Rechte im Dorf. Johann von Trczka verkaufte sie 1538 an Karl von Waldstein. Im 16. Jahrhundert erscheint „Zachotin“ im Besitz von dessen Tochter Katharina von Waldstein auf Skal, der Herrin von Polna und Pfibyslau. Sie heiratete 1553 Zacharias von Neuhaus auf Teltsch.

Die Neuhauser verkauften ihren Polna-Pfibyslauer Besitz 1597 an die Zeidlitz von Schönfeld. Nach deren Beteiligung an der Erhebung gegen den Kaiser und der Schlacht am Weißen Berge 1620 verloren sie diesen Besitz. Kardinal Franz Fürst von Dittrichstein erwarb ihn anschließend. Wahrscheinlich war auch Schachersdorf, zumindest teilweise, von diesen Herrschaftswechseln betroffen.

Für 1778 ist die Grundherrschaft der Fürsten Dittrichstein eindeutig belegt: In einer Urkunde dieses Jahres ernannte der Fürst Jakob Hensel zum Erbrichter von Schachersdorf. Das geschah nach den Bauernunruhen der Siebzigerjahre. Damals hatten sich Bauern in weiten Teilen des östlichen Böhmens gegen ihre Grundherren erhoben, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

Häuser und Besitzverhältnisse

Das Gemeindekataster nennt für 1945 die folgenden Besitzverhältnisse. In Klammern steht jeweils der Stand von 1924:

Nr. 1 „Janka" Josef Dolezal, Tscheche (Wenzl Dolezal, 52,76 ha).

Nr. 2 „Schwarzmichl" Franz Friedl, 58,86 ha (Franz Friedl, 59,11 ha).

Nr. 3 „Hausvoter" Johann Hausvater, 63,35 ha (Johann Hausvater, 61,35 ha).

Nr. 4 Gemeindeschmiede.

Nr. 5 „Hinaus" Johann Schindler, 26,32 ha (Marie Schindler, 26,32 ha).

Nr. 6 „Richter" Franz Altrichter, 56,08 ha (Josef Altrichter, 56,08 ha).

Nr. 7 „Schorf" Franz Bratrschofsky, 26,78 ha (Franz Bratrschofsky, 26,78 ha).

Nr. 8 „Wessal" Johann Klement, 32,00 ha (Johann Klement, 32,29 ha).

Nr. 9 „MirÜ" Mathias Czepl, 26,67 ha (Anna Kuttelwascher, 26,67 ha).

Nr. 10 „Pasterna" Wenzl Lehrl, 1,00 ha (Wenzl Lehrl, 0,99 ha).

Nr. 11 Hirthaus.

Nr. 12 „Hensl" Franz Kuttelwascher, 36,55 ha (Franz Kuttelwascher, 36,55 ha).

Nr. 13 „Schneider" Theresia Tomenendal, 3,25 ha (Johann Tomenendal, 5,22 ha).

Nr. 14 „Neuper" Josef Janko, 36,72 ha (Josef Janko, 36,72 ha).

Nr. 15 Wenzl Tomenendal. — Die Gemeinde besaß 40,00 ha. — Die Gemarkungsfläche umfaßt 459 ha. —

Schule und Gemeinde

Schachersdorf war eine selbstständige Gemeinde. Dem Gemeinderat gehörten 1939 acht deutsche und ein tschechisches Mitglied an. Die Schule lag im Dorf. Pfarre, Post, Bahnstation und die zuständige Gendarmerie befanden sich im benachbarten Schlappenz.

Dorfleben um 1900

Menschen und Alltag im Volkskalender von 1899

Bevölkerungsstand: 1890. Weitere Ortsangaben nach dem Kalenderjahrgang 1899.

Der Kalender führt Schachersdorf als zu Unter-Weschnitz gehörig auf und nennt 14 Häuser und 103 Einwohner. Die Gemeindevertretung ist ausdrücklich auf 1898 datiert. Als Ortsvorsteher erscheint Franz Neupärtl, als Ausschussmitglieder Jos. Altrichter und Joh. Schindler. Schule, Pfarre und Post lagen in Schlappenz. Das Gasthaus Joh. Proksch befand sich im Haus Nr. 14.

Quelle und zeitliche Einordnung

Die Bevölkerungs- und Religionszahlen beziehen sich laut Vorbemerkung des Kalenders auf die Volkszählung von 1890. Die übrigen Angaben stammen aus dem Jahrgang 1899; soweit die Quelle ein Wahl- oder Gründungsjahr nennt, ist es im Text angegeben. Die genannten Personen bilden kein vollständiges Einwohnerverzeichnis.

Quelle: Deutscher Volkskalender für die Iglauer Sprachinsel, Jahrgang 1899; zur Datierung der Bevölkerungszahlen. Redaktionell zusammengefasst; historische Namensabkürzungen bleiben erhalten.

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Schachersdorf

schachersdorf

3000 Schritte hinter Schlappenz, an der Bezirksstraße nach Pribyslau liegt Schachersdorf. Der Name bedeutet Walddorf, denn Schachen bezeichnet in bayrischen und schwäbischen Mundarten einen Wald oder ein Gebüsch. Das althochdeutsche "scahho", und das mittelhochdeutsche "schache" war ein zungenartiger Streifen, ein Waldstück. Der Ortsname hieß im Jahr 1385 "Schahendorf" Im 17. Jahrhundert tritt schon die Form "Schachersdorf" auf.

Schachersdorf ist demnach ein Walddorf, nicht ein Schachererdorf, wie eine namensdeutende Sage will, die von Händlern erzählt, die von Schlappenz nach Pribyslau auf den Markt gingen und unterwegs sich hier aufgehalten haben sollen.

Frühzeitig hatte das Kloster Frauental Besitzrechte in Schachersdorf erworben, wie wir es 1381 hören. Eine in HenseIs ehemaligem Erbrichterhause (Nr.12) erhaltene Urkunde aus dem Jahre 1682 zeigt, daß auch damals die Frauentaler Äbtissin die grundherrliche Obrigkeit besaß. Eine Sage weiß von Bedrückungen eines obrigkeitlichen Verwalters aus Frauental zu erzählen, der an der Grenze von Schachersdorf und Langendoff einen Hof anlegen wollte. Als er aber einmal im Orte weilte, machten sich die Schachersdorfer Weiber über ihn her, warfen Steine nach ihm und trieben ihn aus dem Dorf hinaus. Die Trczka hatten einst hier Besitzrechte. Johann von Trczka verkaufte sie 1538 an Karl von Waldstein. Im 16. Jahrhundert erscheint "Zachotin" im Besitze von Katharina von Waldstein auf Skal, der Tochter Karls von Waldstein und Herrin von Polna und Pribyslau. Sie verheiratete sich (1553) mit Zacharias von Neuhaus auf Teltsch. Die Neuhauser verkauften 1597 ihren Polna - Pribyslauer Besitz an die Zeidlitz von Schönfeld, die ihn aber wegen der Teilnahme an der Erhebung gegen den Kaiser nach der Schlacht am Weißen Berge (1620) verloren. Kardinal Franz Fürst von Dittrichstein erwarb ihn. Wahrscheinlich hat Schachersdorf oder ein Teil von ihm diesen Herrenwechsel mitgemacht. Jedenfalls waren die Fürsten Dittrichstein 1778 die Grundherren, denn in einer Urkunde aus diesem Jahre ernannte der Fürst den Jakob Hensel zum Erbrichter in Schachersdorf. Es war gerade nach den Bauernunruhen der Siebziger Jahre, wo man Sich in weiten Gebieten des östlichen Böhmens gegen die Grundherrschaften erhoben hatte um das Los zu verbessern.

Nr.9 "Mirtl" war der Hof vom Bruder meines Großvaters Mathias Czepl. Die Gemeinde besaß 40,00 ha. - Die Gemarkungsfläche umfaßt 459 ha. Schachersdorf war eine selbständige Gemeinde und hatte 1939 acht deutsche Gemeinderäte und einen tschechischen. Die Schule war im Ort. die Pfarre' Post, die Bahnstation und die zuständige Gendarmerie waren in Schlappenz.

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