Jihlavský jazykový ostrovUchovávat historii · Porozumět souvislostem
DeutschČeština
Města a obce

Šlapánov Schlappenz

Šlapanov v obrazech

Šlapanov – historický pohled na obec
Šlapanov – historický pohled na obec
Kostel ve Šlapanově
Kostel ve Šlapanově
Jízda kolem polí ve Šlapanově
Jízda kolem polí ve Šlapanově

Cesta časem: Šlapánov Schlappenz

Vyber si období. Jednotlivé zastávky vedou k úplným pasážím o obci.

Obraz z příspěvku o obci
Obraz z příspěvku o obci
  1. 1257Do roku 1499

    Záznam o obci z roku 1257.

    Pokračovat ve čtení o obci →
  2. 15611500–1799

    Záznam o obci z roku 1561.

    Pokračovat ve čtení o obci →
  3. 18481800–1918

    Záznam o obci z roku 1848.

    Pokračovat ve čtení o obci →
  4. 19241919–1945

    Záznam o obci z roku 1924.

    Pokračovat ve čtení o obci →
Z knihy Dörferbuch

Schlappenz

Vom Bache böscht sich der Hang 20 m empor und massig steht oben am Rande des steilen Abbruches die Kirche. Der alte Turm ist weithin sichtbar und blickt ernst auf die Häuser und Gehöfte des Dorfes. Eine Häuserzeile zieht sich am östlichen Anstieg dahin, eine zweite gruppiert sich am Westrande der Platte, wo sie zum Tal hemiederzusteigen beginnt. Ein kleines Teichlein in der Mitte nahe der Dorfschmiede und auf der anderen Seite der Einstockbau der Schule.

Schlappenz ist bereits im 13. Jahrhundert urkundlich belegt. 1258 wird es „Zlapans" und „Szlappan", in den Jahren 1304, 1351, 1398, 1402, 1405, 1406, 1418 wird es „Slapans" genannt, 1257 „Zlappanis", 1258 „Zlappan", 1396 „Slapans alias Sslapanow", 1382, 1383, 1396, 1413, 1415 „Slapanow", 1475, 1498 „Slapans", 1561 „Schlapantz", 1569

„Schlapans", im 17. und 18. Jahrhundert „Schlapenz", auch „Schlapanicz". Noch 1848 erscheint (bei Palacky, Popis kralovstvi ceskeho) „Schlapanz" neben „Slapanow" und „Slapanice". Der Name hängt nicht mit „schlappen" zusammen, wie die Volkssage meint und sich auf einen unter der Kirchentür begrabenen Pfarrer Schlap bezieht, wohl auch nicht mit slapi = Wasserfälle, sondern kommt eher von dem Personennamen Slapan. Wie Wilenz ein Wilands, Wilanz, das Dorf eines Wieland ist, wie Wolframs der Ort eines Wolfram, Dobrenz (Dobrans) der Ort eines Dobran, so ist Schlappenz, das alte Slapans, das Dorf eines Slapan. Solche Namenbildung mit dem „s" des zweiten Falles sind im deutschen Sprachgebiete zahlreich. Die tschechische Form Slapanow bedeutet dasselbe, denn die Endung „ow" bezeichnet den Besitz, Slapanow ist also der Ort des Slapan.

Im 13. Jahrhundert wurde Schlappenz zusammen mit Pfibyslau, Deutschbrod und Biela genannt. Sie hatten damals einen Ritter Przibislav zum Grundherrn, der auch Burggraf von Eichhorn in Mähren war. Dessen zweite Tochter Elisabeth brachte die genannten Orte dem Smil von Lichtenburg in die Ehe mit. Die Lichtenburger richteten sich eine große Grundherrschaft auf, die auf der Lichtenburg im Eisengebirge ihren Mittelpunkt hatte. Bei Illemnik erbauten sie sich eine Sommerburg und alles Land von Deutschbrod bis Hilbersdorf war ihnen Untertan. Sie spielten am Hof zu Prag eine große Rolle.

Im Jahr 1261 empfing Smilo von Lichtenburg den König Przemysl Ottokar II. auf seinen Besitzungen in Deutschbrod. Vier Jahre vorher (1257) wendete Smilo den Zehent der Erträgnisse von den Silbergruben in Schlappenz, Deutschbrod, Biela und Przibyslau den Klöstern Sedletz, Saar und Trebitsch zu je einem Drittel zu. Der Zehent kann nicht unbedeutend gewesen sein, da er unter drei Klöster geteilt wurde. In Schlappenz (Szlappan) hat am 25. Oktober 1258 der Münzmeister Heinrich Vogel eine Urkunde ausgestellt, in der bezeugt wird, dass der erste Münzmeister Böhmens Eberhard dem Dietrich Freiberger zu Deutschbrod den Freiberger- und Konradstollen zu erblichen Besitz verliehen habe. Unter den Zeugen der Urkunde ist ein capellanus des Smilo „Henricus de Zlapans" (Heinrich von Schlappenz).

In einer anderen Urkunde vom 1. Januar 1259 bestätigte der Grundherr Smil von Lichtenburg diese Verleihung. Auch hier steht „Henricus de Zlappan" als Zeuge. 1269 wird ein Albert aus Schlappenz genannt, der mit dem Bergmeister Seibot (magister montium in Kuttis) und dessen Bruder das Schiedsrichteramt in einem Streit zwischen Czaslau und Kolin wegen Bergwerksvermessung übernahm.

Wann der Schlappenzer Bergbau eingegangen ist, wird nirgends besonders erwähnt. Wahrscheinlich in der gleichen Zeit, als es in den Gruben von Iglau und Deutschbrod still wurde. Es war im 15. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert wurden bei Iglau, Deutschbrod, Polna und Przibyslau Wiederbelebungsversuche gemacht. Karl von Waldstein hat 1539 bei Silberberg, St. Katharina und angeblich auch bei Schlappenz den Bergbau wieder aufnehmen lassen.

Vom Lichtenburgischen Besitze hat der reiche Deutschbroder Bürger und Gewerke Thunlinus die Orte Schlappenz, Uttendorf, Schützendorf, Dobra, Jägersdorf (heute Kefkov), Nymansdorf und Derr um 260 Schock Groschen erworben. Die großen Ländereien der Lichtenburger kamen an die Herren von Leipen. Schenko von Lipa gewann wieder die genannten Orte, indem er am 13. Dezember 1351 einen Tauschvertrag mit Thunlin abschloss.

Der genannte Bürger erhielt vom Oberstlandmarschall Schenko von Leipen die Dörfer „Koyatin, Kynow und Hrebnicz" und die Befreiung seines Hofes in Mittelberg und gab ihm dafür Schlappenz und die anderen sechs Orte. Heinrich von der Leipen gab 1396 „ein hoffstat" in Schlappenz der hiesigen Kirche.

Der Besitz der Herren von der Leipen kam später an die Trczka. Schließlich war Schlappenz ein Teil der „Allodialherrschaft Schrittenz samt Budikau, Friedenau, Lipnitz und Smilau", hatte die Grafen von Pachta zu Herren, anschließend den Grafen Philipp Ludwig von Sinzendorf, zu dessen Patronatszeit 1733 das gegenwärtige Kirchengebäude aufgeführt wurde, anschließend Herzog Moritz von Sachsen und 1748 die Reichsgrafen und später Reichsfürsten von Palm. 1840 erwarb Fürst Karl von Hohenzollern den Palmschen Besitz. Das Jahr 1848 machte endlich den grundobrigkeitlichen Rechten ein Ende.

Die ältesten uns bekannten Schlappenzer sind „ M i c h e l G o c z e l " und „ T e i l e r " , die 1396 als Gehöftebesitzer genannt werden. Im Jahr 1475 haben Hans Strasgütl von perg und Wenczlaw stohlar „seliger etwen mitpurger zu Igla mit gesambter hanndt geliehen dem Herrn Marschalk zu Crunmaw" tausend Gulden. Dafür hat dieser ihnen „etliche seine guter mit namen Slapans" verschrieben.

Alt ist auch die Kirche St. Peter und Paul. Der heutige Bau ist wohl, wie erwähnt, erst 1733 aufgeführt, der Turm ist aber älter. Im Jahr 1258 und 1259 erscheint der bereits genannte „caplanus Henricus de Zlapans".

Zur Schlappenzer Kirche gehörte früher auch Langendorf. 1335 verordnete der Erzdiakon von Kaufim, dass die Langendorfer Filialkirche nicht mehr zu Schlappenz gehöre, sondern dass die jeweilige Äbtissin des Stiftes Frauental die Patronin sei. Dafür solle der Langendorfer Pfarrer Walther der Schlappenzer Pfarre jährlich eine halbe Mark zahlen. Bald darauf entbrannte darüber ein Rechtsstreit, der 1347 damit endete, dass der Langendorfer Pfarrer Bartholomäus dem Schlappenzer Pfarrer Johann statt des Zinses zwei Kühe mit zwei Kälbern gab.

Im Jahr 1395 wendete Heinrich von der Leipen der Schlappenzer Pfarre den Zins von Muckenbrunn und einen Hof in Schlappenz zu. Die interessante Urkunde lautet: „In dem nomen gotes, Amen. Wir Henrich vo(n) der Leipen, des chunigrichs zu Behen obrister marschalich, vnd ich Hyncze der jung von der Leipen, auch des chuniges von Behen dieserczeit obrister marschalich. . . tun zu wyssen: . . . Dorumb haben wir. . . vnser dorff Mokkenprun bei Dewczenbrod, das vns zu rechten erib in der lanttaf el zu Behen liget, mit acht schokchen vnd acht grossen czinses rechcz iares vnd eribczins gegeben zu eyner Stiftung eyner ewigen messe vnser chirichen zu den Slapans vnd dorzu doselbs zu dem Slapans ein hoffstat frey vnd ledig wor all czins gab, dy gelegen ist czwissen Michel Goczel auff eyner Seiten vnd czwysschen dem Teiler auff der andern seiten dyselb czit, vnd geben das obgenant dorff mit dem vorgenannten czins vnd dy egenant hoffstat zu derselbigen ewigen messe mit chrafft des priffs. Vnd bestetigen dorzu eyn cappellan evychlich, . .. das er des czins auff dem dorff zu Molkenprun vnd der worgenanten hoffstat zu Slapans gemessen mag nu vnd ewichlich in andechtigen gotlichen Sachen nach allen seynen willen des pharrer vnd der chirichen recht doselbs an schaden, dem er gehorsam sein schol vnd sunderlichen czu wirdigen hochcziten mit gotsdinst in der chirichen,

Die Urkunde fährt fort: „als recht ist vnd gewohnheit alsso in solicher bescheidenheit, das des selbig capplan. . . alle wochen pflichtig ist. . . in der worgenannten vnser chirichen auff dem altar, der auch newes darzu gestifft ist in den eren Sand Kathrein, vir messe zu singen oder zu lesen vnd got zu piten vor vns, vor vnser vodern vnd vor vnser nachchomen vnd vor alle de, von den di stif f tung her ist chumen, vnd dy dorczu gegeben haben vnd geholfen, also mit ausgenomner rede, das wir vns. . . vnd vnsern nachchomen an dem offt genannten gut allein cheyn ander recht behalten nver alleyn die beschirmung der herrschaft, auch, ausgenomen den bem, wen der gemeinichlich in Behem gerufft wirt, den schulen se von vns. . . vnd von vnsern nochchomen cheyn beswarung veder mit gab, noch mit robot, noch mit cheynlay geschos weder leiden nach gewinnen.“

Auch diweil der erber, vnser sunder liber her Maurzicz, vnser pharrer doselbs zu Slapans, libendig pharrer ist, diselbigen sein lebtag scholl er der obgenanten stdfftung des capellan rechter lehenher sein, awer noch tode schol dasselbig lehen furbas an vns. . . vnd vnser nachchomen raichen, ruren vnd geüallen. Des zu einer ewigen bestetigung. . . geben wir in den prüf. . . versigelten mit vnsern anhangenden insigelen. Der geben ist czu Teplstein noch Christ gepurth dreyzehen hunderth ja dornoch in dem funffvndnewnczyksteyn jar des suntag in der fasten, als man singt „Reminiscere".

Am 26. April 1396 wurde der Priester Conrad von Langendorf zu diesem neugestifteten Katharinenaltar eingesetzt. Von Lewol von Ebersdorf (lewol de eberharcz) kamen durch das Testament im Jahr 1498 an die „kyrchen Sand peter" in Slapans 2 Schock.

Der Kirchturm ist alt. Das Dach wurde aber durch einen Gewittersturm am 13. August 1701 heruntergerissen. Notdürftig eingedeckt, hat er erst unter dem Dechanten Alois Pinl, einem Manne, der für sein Kirchspiel wie für die ganze Sprachinsel eifrigst tätig war, seine heutige Bedachung erhalten. Die schöne alte Glocke, deren Klänge wie „Sammet und Seidn" durch die Lüfte schwebten, ist ein Kriegsopfer geworden. Sie stammte aus dem Jahr 1540 und trug die Umschrift: „Hoc opus factum est per rae Mathiam Contrfu A. D. 1540. In laudem Domini et Beatorum Petri et Pauli apostolorum Jesu Christi. [Deutsch: Dieses Werk wurde im Jahr des Herrn 1540 geschaffen, zum Lob des Herrn und der seligen Apostel Jesu Christi Petrus und Paulus. Als Urheber nennt die fehlerhafte Abschrift „Mathiam Contrfu“; die genaue Namenslesung bleibt unsicher.]" Im Jahr 1862 wurde sie umgegossen.

Im Weltkriege holte man sie vom Turme und schickte sie in die Werkstätte der Geschützerzeugung. Am Peter und Paultage des Jahres 1924 läutete zum ersten Mal ein neues Geläut, zu dem die Pfarrkinder gesammelt hatten. Der Pfarrsprengel umfasst Bergersdorf, Bosowitz, Smilau, Unter- und Oberweschnitz, Schachersdorf, Hochtann, Schlappenz mit Pfaffendorf und Neuhof.

Das alte Gemeindesiegel enthielt Turm und Kirche.

Auch die Schule ist in Schlappenz alt. Schon 1685 nennt die Sterbematrik einen Schulmeister (ludi magister) Michael Hayschneider. 1688 war Marianus Sobotka Gehilfe (adjutus) des Augustinus Cantor. Die alte Pfarrschule, wie sie in der Fassion der Schrittenzer Herrschaft 1792 erscheint, war im Hause Nr. 32 untergebracht, Lehrzimmer und Lehrerwohnung waren dieselbe Stube. Später wurde das Schulzimmer in das Haus Nr. 58 verlegt. Im Jahr 1824 baute die Herrschaft Schrittenz das Schulhaus am Dorfplatze. In diese Schule gingen die Kinder aus dem Dorf, aus Pfaffendorf, Hochtann und Smilau, seit 1830 auch aus Schachersdorf. Im Jahr 1888 musste die dritte Klasse eröffnet und ein Zubau durchgeführt werden.

Als Hochtann und Smilau eigene Schulen erhielten und 1914 in Schachersdorf eine Zweigschule entstand, verlor Schlappenz die dritte Klasse. 1899—1907 wurde an der Schule Schwimmunterricht erteilt, 1910—1914 eine landwirtschaftliche Fortbildungsschule angeschlossen, 1902—1908 bestand eine Suppenanstalt. Im Jahr 1919 wurde in das Schulgebäude die neuerrichtete tschechische Minderheitsschule hereingegeben.

Das Gemeindekataster von Schlappenz weist 1945 folgende Eigentumsverhältnisse auf (in Klammern Stand von 1924):

Nr. 1 „Bärtl-Häusler" (Adalbert Klement, 10,41 ha).

Nr. 2 „Nebozatka-Häusler" Anton Heppner, 16,00 ha (Anton Heppner, 15,20 ha).

Nr. 3 „Luksch" Johann Hauptmann, 22,00 ha (Isidor Hauptmann, 17,20 ha).

Nr. 4 „Nebozatka" " Hans Smilovsky, 15,00 ha (Johann Michelfeit, 29,87 ha).

Nr. 5 „Niedermirti" (Josef Lastoviöka, 9,80 ha, Tscheche).

Nr. 6 „Altkörber" Franz Neupärtl, 6,50 ha (Franz Neupärtl, 6,47 ha).

Nr. 7 „Rasl" Franz Soutschek, 3,00 ha (Franz Soutschek, 2,50 ha).

Nr. 8 „Obere Mühl" Wenzl Frühauf (Anton Duffek, 13,48 ha).

Nr. 9 „Alt-Schindler" Franz Tondl (Franz Peter).

Nr. 10 „Alt-Morkas" Wenzl Altrichter, 6,00 ha (Wenzl Altrichter, 4,14 ha).

Nr. 11 „Morkas" Josef Bärtl, 21,00 ha (Josef Bärtl, 20,56 ha).

Nr. 12 „Eva" Johann Tschauschner, 16,00 ha (Johann Tschauschner, 16,28 ha).

Nr. 13 „Nieda" Johann Steidl, 13,00 ha (Mathias Zulka, 11,08 ha).

Nr. 14 „Bärtl" Josef Dworschak, 32,00 ha (Franz Dworschak, 31,44 ha).

Nr. 15 „Nimrichter" Hans Neupärtl, 31,00 ha u. Gasthaus (Hans Neupärtl, 31,15 ha).

Nr. 16 „Back" Karl Wehrenberg, 16,00 ha (Adalbert Präsil, 15,91 ha).

Nr. 17 „Fronz" Mathias Heischneider, 41,00 ha (Mathias Heuschneider, 39,77 ha).

Nr. 18 „Philipp" Mathias Klement, 29,03 ha).

Nr. 19 „Suchanka" Johann Schenk, 17,50 ha (Johann Schenk, 20,29 ha).

Nr. 20 „Tschauschner" Hans Niedermirti, 10,00 ha (Anton Niedermirti, 10,25 ha).

Nr. 21 „Charaus" Martin Langhans (Marie Charaus, Fleischhackerei).

Nr. 22 „Heppner" Mathias Schenk, 18,00 ha (Mathias Schenk, 18,29 ha).

Nr. 23 „Ries" Andreas Janko, 29,00 ha (Wenzl Janko, 30,00 ha).

Nr. 24 „Hinter-Neuwirt" Josef Tschauschner, 15,00 ha (Josef Tschauschner, 12,69 ha).

Nr. 25 „Wagner" Karl Körber, 6,00 ha (Johann Janko, 1,97 ha).

Nr. 26 „Steidl" Johann Molthäufl, 12,60 ha (Johann Molthäufl, 10,64 ha).

Nr. 27 „Alt-Ries" (Wenzl Tondl, 2,35 ha).

Nr. 28 „Schramka" Anton Czepl, 19,00 ha (Anton Czepl, 16,74 ha).

Nr. 29 „Fiedler-draußen" Wenzl Hondl, 11,00 ha (Wenzl Hondl, 9,30 ha).

Nr. 30 Pfarre (26,70 ha).

Nr. 31 Johann Schezak u. Friedrich Starek (Marie Schezak und Anna Starek).

Nr. 32 „Weber" Heinrich Stuiber, 2,50 ha (Heinrich Stuiber, 1,89 ha).

Nr. 33 „Zakl" Franz Zakl, Kaufmann (Franz Zakl).

Nr. 34 „Sobotka" Franz Steidl, 31,00 ha (Franz Steidl, 31,30 ha).

Nr. 35 „Riedl" Marie Ripper, 21,00 ha (Franz Ripper, 21,00 ha).

Nr. 36 „Hondl-draußen" Franz Klement, 10,92 ha (Franz Klement, 10,92 ha).

Nr. 37 „Holubarsch" Josef Holubarsch, Gastwirt (Josef Holubarsch, 0,51 ha).

Nr. 38 „Vorder-Schneider" Anna Pokomy (Marie Pietsch).

Nr. 39 Marie Wacha, 4,00 ha (Franz Wacha, 2,61 ha).

Nr. 40 Gemeinschaftshaus der Gemeinde.

Nr. 41 Karl Schlesinger (Martin Schwammenhöfer, 1,78 ha).

Nr. 42 Josef Inwald, 1,86 ha (Josef Inwald, 1,86 ha).

Nr. 43 „Longhons" Hans Heuschneider, 29,40 ha (Marie Heuschneider, 29,40 ha).

Nr. 44 Mathias Timpl (Mathias Timpl).

Nr. 45 „Fitzka" Katharina Hondl, 49,00 ha (Wenzl Hondl, 35,37 ha).

Nr. 46 „Fitzkas- Villa" Hans Hondl (Wenzl Hondl).

Nr. 47 „Nimrichters-Häusler" Franz Hintenaus, 12,12 ha (Anton Boder, 12,12 ha).

Nr. 48 „Riedl-Häusler" Hans Neupärtl, 15,88 ha (Hans Neupärtl, 15,88 ha).

Nr. 49 „Fiedler hinten" Wenzl Freudenreich, 1,32 ha (J. Freudenreich, 1,32 ha).

Nr. 50 „Hannas" Wenzl Janko, 17,00 ha (Wenzl Janko, 15,84 ha).

Nr. 51 Alois Schenk (Alois Schenk).

Nr. 52 „Wenzbauer" Josef Cumpl, Tscheche).

Nr. 53 „Waldhäusler" Josef Heppner, 9,88 ha (Josef Heppner, 9,88 ha).

Nr. 54 „Hondl-Häusler" Johann Charaus, Fleischer, 1,00 ha (Johann Charaus, 0,88 ha).

Nr. 55 „Schuster" Wenzl Neubauer, 5,50 ha (Johann Neubauer, 2,13 ha).

Nr. 56 „Philipp-Häusler" Franz Klement, 11,61 ha (Anton Klement, 11,61 ha).

Nr. 57 „Matindl" Mathias Schlesinger, 9,90 ha (Mathias Schlesinger, 9,90 ha).

Nr. 58 Emilie Braun (Anton Duffek).

Nr. 59 Schule.

Nr. 60 „Na-Häusler" Maria Langhans (Marie Langhans, 0,30 ha).

Nr. 61 Josef Hensl.

Nr. 62 „Augustindl" Ignaz Hocke (Ignaz Hocke).

Nr. 63—66 Bahngebäude.

Nr. 67 „Wazlaw" Franz Matausch, 12,52 ha (Franz Matausch, 5,73 ha).

Nr. 68 „Einsteffer" Anton Niedermirtl, 12,52 ha (Anton Niedermirtl, 12,52 ha).

Nr. 69 Johann Niedermirtl, 4,20 ha).

Nr. 70 „Heppnerdraußen" Franz Sommerluksch, 9,00 ha (Anton Sommerluksch, 9, 96 ha).

Nr. 71 Wenzl Klement, 3,56 ha (Mathias Resek, 3,56 ha).

Nr. 72 Johann Altrichter, 2,11 ha (Johann Altrichter, 2,11 ha).

Nr. 72 a Franz Altrichter.

Nr. 73 Josef Steidl (Franz Steidl).

Nr. 74 Josef Milichovsky.

Nr. 75 Paul Hensl.

Nr. 76 gehört zu Hs

Nr. 11.

Nr. 77 Martin Pokorny (Johann Smilovsky).

Nr. 78 Anna Zakl (Franz Zakl).

Nr. 79 Franz Benesch.

Nr. 80 Anna Politzer (Josef Politzer).

Nr. 81 Franz Neubauer (Franz Wampula).

Nr. 82 Friedrich Starek (Wenzl Neubauer).

Nr. 83 Johann Altrichter.

Nr. 84 Anton Schenk.

Nr. 85 Gendarmerie.

Nr. 86 Franz Witlatschil.

Nr. 87 Antonia Brichta.

Nr. 88 Veit Strupf.

Nr. 89 Anton Jansche.

Nr. 90 Wenzl Schlesinger.

Nr. 93 Anna Niedermirtl.

Nr. 96 Johann Starek.

Nr. 98 Johann Fuit, Schmied.

Nr. 100 Wenzl Schenk.

Nr. 102 Alois Cepl.

Nr. 104 Anton Altrichter.

Nr. 105 Anton Janko.

Nr. 106 Franz Schindler.

Nr. 107 Anton Niederle.

Nr. 108 Johann Neubauer.

Nr. 109 Anton Neubauer.

Nr. 111 Theresia Resek.

Nr. 114 Deutsche landw. Lagerhaus und Betriebsgenossenschaft Stecken-Iglau, in Iglau, Filiale und Mühle.

Nr. 116 Franz Höf er. — Der Gemeinde gehörten 68,45 ha. Die Gemarkung von Schlappenz war 864 ha groß und bildete mit Pfaffendorf eine pol. Gemeinde. 1939 waren vierzehn Deutsche und ein Tscheche im Gemeinderat. Die Schule, Pfarre, Post, Bahnstation und die Gendarmerie waren im Ort.

Dorfleben um 1900

Menschen und Alltag im Volkskalender von 1899

Bevölkerungsstand: 1890. Weitere Ortsangaben nach dem Kalenderjahrgang 1899.

Der Kalender nennt 72 Häuser und 511 Einwohner. Gemeindevorsteher war laut Verzeichnis Math. Heuschneider, Pfarrer P. Alois Pinl. Die dreiklassige Volksschule leitete Oberlehrer Joh. Heisner. Mit der Eisenbahnstation Pribislau–Schlappenz, dem Postamt, Gasthäusern und mehreren Vereinigungen verfügte der Ort über wichtige Einrichtungen für das Umland. Pfaffendorf wird als zugehörig aufgeführt.

Quelle und zeitliche Einordnung

Die Bevölkerungs- und Religionszahlen beziehen sich laut Vorbemerkung des Kalenders auf die Volkszählung von 1890. Die übrigen Angaben stammen aus dem Jahrgang 1899; soweit die Quelle ein Wahl- oder Gründungsjahr nennt, ist es im Text angegeben. Die genannten Personen bilden kein vollständiges Einwohnerverzeichnis.

Quelle: Deutscher Volkskalender für die Iglauer Sprachinsel, Jahrgang 1899; zur Datierung der Bevölkerungszahlen. Redaktionell zusammengefasst; historische Namensabkürzungen bleiben erhalten.

Původní příspěvek webu

Schlappenz

Vom Bach steigt der Hang 20 m empor und massig steht oben am Rande des steilen Abbruches die Kirche. Der alte Turm ist weithin sichtbar und blickt ernst auf die Häuser und Gehöfte des Dorfes. Eine Häuserzeile zieht sich am östlichen Anstieg dahin, eine zweite gruppiert sich am Westrande der Platte, wo sie zum Tale hemiederzusteigen beginnt. Ein kleines Teichlein in der Mitte nahe der Dorf schmiede und auf der anderen Seite der einstöckige Bau der Schule.

Obrázek není v záloze k dispozici.Schlappenz ist bereits im 13. Jahrhundert urkundlich belegt. 1258 wird es "Ziapans" und "Szlappan", in den Jahren 1304,1351,1398,1402, 1405,1406,1418 wird es Slapans" genannt. 1257 "Zlappanis", 1258 "Ziappan", 1396 "Slapans alias Sslapanow", 1382,1383, 1396,1413, 1415 "Slapanow", 1475, 1498 "Siapans", 1561 "Schlapantz", 1569 "Schlapans", im 17. und 18. Jahrhundert "Schlapenz", auch "Schlapanicz". Noch 1848 erscheint ( bei Palacky, Popis kralovstvi ceske'ho) "Schlapanz" neben "Slapanow" und "Slapanice". Der Name hängt nicht mit "schlappen" zusammen, wie die Volkssage meint und sich auf einen unter der Kirchentür begrabenen Pfarrer Schlap bezieht, wohl auch nicht mit slapi = Wasserfälle, sondern kommt eher von dem Personennamen Slapan. Wie Wilenz ein Wilands, Wilanz, das Dorf eines Wieland ist wie Wolframs der Ort eines Wolfram, Dobrenz (Dobrans) der Ort eines Dobran, so ist Schlappenz, das alte Slapans, das Dorf eines Slapan. Solche Namenbildung mit dem "s" des zweiten Falles ( entspricht dem sächsischen Genitiv" sind im deutschen Sprachgebiete zahlreich. Die tschechische Form Slapanow bedeutet dasselbe, denn die Endung "ow" bezeichnet den Besitz, Slapanow ist also der Ort des Slapan.

Im 13. Jahrhundert wurde Schlappenz zusammen mit Pribyslau, Deutschbrod und Biela genannt. Sie hatten damals einen Ritter Przibislav zum Grundherrn, der auch Burggraf von Eichhorn in Mähren war. Dessen zweite Tochter Elisabeth brachte die genannten Orte dem Smil von Lichtenburg in die Ehe mit. Die Lichtenburger richteten sich eine große Grundherrschaft auf, die auf der Lichtenburg im Eisengebirge ihren Mittelpunkt hatte. Bei Illemnik erbauten sie sich eine Sommerburg und alles Land von Deutschbrod bis Hilbersdorf war ihnen untertan. Sie spielten am Hofe zu Prag eine große Rolle. Im Jahr 1261 empfing Smilo von Ljchtenburg den König Przemysl Ottokar II. auf seinen Besitzungen in Deutschbrod. Vier Jahre vorher (1257) wendete Smilo den Zehent der Erträgnisse von den Silbergruben in Schlappenz, Deutschbrod, Biela und Przibyslau den Klöstern Sedletz, Saar und Trebitsch zu je einem Drittel zu. Der Zehent kann nicht unbedeutend gewesen sein, da er unter drei Klöster aufgeteilt wurde. In Schlappenz (Szlappan) hat am 25. Oktober 1258 der Münzmeister Heinrich Vogel eine Urkunde ausgestellt, in der bezeugt wird, daß der erste Münzmeister Böhmens Eberhard dem Dietrich Freiberger zu Deutschbrod den Freiberger - und Konradstollen zu erblichen Besitz verliehen habe. Unter den Zeugen der Urkunde ist ein capellanus des Smilo "Henricus de Zlapans" (Heinrich von Schlappenz). In einer anderen Urkunde vom 1. Jänner 1259 bestätigte der Grundherr Smil von Lichtenburg diese Verleihung. Auch hier steht "Henricus de Zlappan" als Zeuge. 1269 wird ein Albert aus Schlappenz genannt, der mit dem Bergmeister Seibot (magister montium in Kuttis) und dessen Bruder das Schiedsrichteramt in einem Streite zwischen Czaslau und Kolin wegen Bergwerksvermessung übernahm.

Wann der Schlappenzer Bergbau eingegangen ist, wird nirgends besonders erwähnt. Wahrscheinlich in der gleichen Zeit, als es in den Gruben von Iglau und Deutschbrod still wurde. Es war im 15. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert wurden bei Iglau, Deutschbrod, Polna und Pribyslau Wiederbelebungsversuche gemacht. Karl von Waldstein hat 1539 bei Silberberg, St. Katharina und angeblich auch bei Schlappenz den Bergbau wieder aufnehmen lassen.

Vom Lichtenburgischen Besitze hat der reiche Deutschbroder Bürger und Gewerke Thunlinus die Orte Schlappenz, Uttendorf, Schützendorf, Dobra, Jägersdorf (heute Kerkov), Nymansdorf und Derr um 260 Schock Groschen erworben. Die großen Ländereien der Lichtenburger kamen an die Herren von Leipen. Schenko von Lipa gewann wieder die genannten Orte, indem er am 13. Dezember 1351 einen Tauschvertrag mit Thunlin abschloß.

Der genannte Bürger erhielt vom Oberstlandmarschall Schenko von Leipen die Dörfer "Koyatin, Kynow und Hrebnicz" und die Befreiung seines Hofes in Mittelberg und gab ihm dafür Schlappenz und die anderen sechs Orte. Heinrich von der Leipen gab 1396 "ein hoffstat" in Schlappenz der hiesigen Kirche.

Der Besitz der Herren von der Leipen kam später an die Trczka. Schließlich war Schlappenz ein Teil der "Allodialherrschaft Schrittenz samt Budikau, Friedenau, Lipnitz und Smilau", hatte die Grafen von Pachta zu Herren, danach den Grafen Philipp Ludwig von Sinzendorf, zu dessen Patronatszeit 1733 das gegenwärtige Kirchengebäude aufgeführt wurde, hierauf Herzog Moritz von Sachsen und 1748 die Reichsgrafen und später Reichsfürsten von Palm. 1840 erwarb Fürst Karl von Hohenzollern den Palmschen Besitz. Das Jahr 1848 machte endlich den grundobrigkeitlichen Rechten ein Ende.

Die ältesten uns bekannten Schlappenzer sind " Michel Goczel" und Teiler", die 1396 als Gehöftebesitzer genannt werden. Im Jahre 1475 haben Hans Strasgütl von perg und Wenczlaw stohlar "seliger etwen mitpurger zu Igla mit gesambter hanndt geliehen dem Herrn Marschalk zu Crunmaw" tausend Gulden. Dafür hat dieser ihnen "etliche seiner Güter mit namen Slapans" verschrieben.

Alt ist auch die Kirche St. Peter und Paul. Der heutige Bau ist wohl, wie erwähnt, erst 1733 aufgeführt, der Turm ist aber älter. Im Jahr 1258 und 1259 erscheint der bereits genannte "caplanus Henricus de Zlapans".

Zur Schlappenzer Kirche gehörte in alter Zeit auch Langendorf. 1335 verordnete der Erzdiakon von Kaurim, daß die Langendorfer Filialkirche nicht mehr zu Schlappenz gehöre, sondern dass die jeweilige Äbtissin des Stiftes Frauental die Patronin sei. Dafür solle der Langendorfer Pfarrer Walther der Schlappenzer Pfarre jährlich eine halbe Mark zahlen. Bald darauf entbrannte darüber ein Rechtsstreit, der 1347 damit endete, daß der Langendorfer Pfarrer Bartholomäus dem Schlappenzer Pfarrer Johann statt des Zinses zwei Kühe mit zwei Kälbern gab.

Im Jahr 1395 wendete Heinrich von der Leipen der Schlappenzer Pfarre den Zins von Muckenbrunn und einen Hof in Schlappenz zu.

Die interessante Urkunde lautet:

"In dem nomen gotes, Amen. Wir Henrich vo(n) der Leipen, des chunigrichs zu Behen obrister marschalich, vnd ich Hyncze der jung von der Leipen, auch des chuniges von Behen dieserczeit obrister marschalich tun zu wyssen:

. . . Dorumb haben wir . . . vnser dorff Mokkenprun bei Dewczenbrod, das vns zu rechten erib in der lanttafel zu Behen liget, mit acht schokchen vnd acht grossen czinses rechcz iares vnd eribezins gegeben zu eyner stiftung eyner ewigen messe vnser chirichen zu den Slapans vnd dorzu doselbs zu dem Slapans ein hoffstat frey vnd ledig wor all czins gab, dy gelegen ist czwissen Michel Goczel auff eyner seiten vnd czwysschen dem Teiler auf der andern seiten dyselb czit, vnd geben das obgenant dorff mit dem vorgenannten czins vnd dy egenant hoffstat zu derselbigen ewigen messe mit chrafft des priffs. Vnd bestetigen dorzu eyn cappellan evychlich, . . . das er des czins auff dem dorff zu Molkenprun vnd der worgenanten hoffstat zu Siapans geniessen mag nu vnd ewichlich in andechtigen gotlichen sachen nach allen seynen willen des pharrer vnd der chirichen recht doselbs an schaden, dem er gehorsam sein schol vnd sunderlichen czu wirdigen hochcziten mit gotsdinst in der chirichen, als recht ist vnd gewohnheit alsso in solicher bescheidenheit, das des selbig capplan. .. alle wochen pflichtig ist.., in der worgenannten vnser chirichen auff dem altar, der auch newes darzu gestifft ist in den eren Sand Kathrein, vir messe zu singen oder zu lesen vnd got zu piten vor vns, vor vnser vodern vnd vor vnser nachchomen vnd vor alle de, von den di stifftung her ist chumen, vnd dy dorczu gegeben haben vnd geholfen, also mit ausgenomner rede, das wir vns. . . vnd vnsern nachchomen an dem offt genannten gut allein cheyn ander recht behalten nver alleyn die beschirmung der herrschaft, auch ausgenomen den bern, wen der gemeinichlich in Behem gerufft wirt, den schulen se von vns.... . vnd von vnsern nochchomen cheyn beswarung veder mit gab, noch mit robot, noch mit cheynlay geschos weder leiden nach gewinnen. Auch diweil der erber, vnser sunder liber her Maurzicz, vnser pharrer doselbs zu Slapans, libendig pharrer ist, diselbigen sein lebtag scholl er der obgenanten stifftung des capellan rechter lehenher sein, awer noch tode schol dasselbig lehen furbas an vns . . . vnd vnser nachchomen raichen, ruren vnd geuallen. Des zu einer ewigen bestetigung . . . geben wir in den priff. . . versigelten mit vnsern anhangenden insigelen. Der geben ist czu Teplstein noch Christ gepurth dreyzehen hunderth ja dornoch in dem funffvndnewnczyksteyn jar des suntag in der fasten, als man singt "Reminiscere".

 

Am 26. April 1396 wurde der Priester Conrad von Langendorf zu diesem neugestifteten Katharinenaltar eingesetzt. Von Lewol von Ebersdorf

(lewol de eberharcz) kamen durch das Testament im Jahre 1498 an die "kyrchen Sand peter" in Slapans 2 Schock.

Der Kirchturm ist alt. Das Dach wurde aber durch einen Gewittersturm am 13. August 1701 heruntergerissen. Notdürftig eingedeckt, hat er erst unter dem Dechanten Alois Pinl', einem Manne, der für sein Kirchspiel wie für die ganze Sprachinsel eifrigst tätig war, seine heutige Bedachung erhalten. Die schöne alte Glocke, deren Klänge wie "Sammet und Seidn" durch die Lüfte schwebten, ist ein Kriegsopfer geworden. Sie stammte aus dem Jahre 1540 und trug die Umschrift: "Hoc opus factum est per me Mathiam Contrfu A. D. 1540. In laudem Domini et Beatorum Petri et Pauli apostolorum Jesu Christi. [Deutsch: Dieses Werk wurde von mir, in der Abschrift „Mathiam Contrfu“, im Jahr des Herrn 1540 geschaffen, zum Lob des Herrn und der seligen Apostel Jesu Christi Petrus und Paulus. Die genaue Namenslesung bleibt unsicher.]"

Im Jahr 1862 wurde sie umgegossen. Im Weltkriege holte man sie vom Turme und schickte sie in die Werkstätte der Geschützerzeugung. Am Peter und Paultage des Jahres 1924 läutete zum ersten Mal ein neues Geläut, zu dem die Pfarrkinder gesammelt hatten. Der Pfarrsprengel umfaßt Bergersdorf, Bosewitz, Smilau, Unter- und Oberweschnitz, Schachersdorf, Hochtann, Schlappenz mit Pfaffendorf und Neuhof.

Das alte Gemeindesiegel enthielt Turm und Kirche.

Auch die Schule in ist Schlappenz alt. Schon 1685 nennt die Sterbematrik einen Schulmeister (ludi magister) Michael Hayschneider. 1688 war Martinus Sobotka Gehilfe (adjutus) des Augustinus Cantor. Die alte Pfarrschule, wie sie in der Fassion der Schrittenzer Herrschaft 1792 erscheint, war im Hause Nr.32 untergebracht, Lehrzimmer und Lehrerwohnung waren dieselbe Stube. Später wurde das Schulzimmer in das Haus Nr.58 verlegt. Im Jahr 1824 baute die Herrschaft Schrittenz das Schulhaus am Dorfplatze. In diese Schule gingen die Kinder aus dem Dorfe, aus Pfaffendorf, Hochtann und Smilau, seit 1830 auch aus Schachersdorf. Im Jahr 1888 mußte die dritte Klasse eröffnet und ein Zubau durchgeführt werden. Als Hochtann und Smilau eigene Schulen erhielten und 1914 in Schachersdorf eine Expositur errichtet wurde, verlor Schlappenz wieder die dritte Klasse.

1899 -1907 wurde an der Schule Schwimmunterricht erteilt, 1910 - l914 eine landwirtschaftliche Fortbildungsschule angeschlossen, 1902-1908 bestand eine Suppenanstalt. Im Jahr 1919 zog in das Schulgebäude die neuerrichtete tschechische Minderheitsschule.

Nr.28 Hausname "Schramka" Anton CzepI, war der Hof meines Urgrossvaters. Der Gemeinde gehörten 68,45 ha. Die Gemarkung von Schlapenz war 864 ha groß und bildete mit Pfaffendorf eine politische Gemeinde. 1939 waren vierzehn Deutsche und ein Tscheche im Gemeinderat. Die Schule, Pfarre, Post, Bahnstation und die Gendarmerie waren im Ort

zurück zur Karte

 

Církevní slavnost v obrazu domova

V básni „Reisen in der Heimat“ (Cesty po domově) z roku 1899 uvádí Michel Treu pro obec Schlappenz červnový svátek svatých Petra a Pavla. Církevní slavnosti líčí jako příležitost setkat se s příbuznými a známými z jiných obcí. Slavnost tak v básni patří k církevnímu roku i ke společenskému životu venkova.

Pramen →

Prameny k příspěvku →