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Dobronín Dobrenz

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  1. 1351Do roku 1499

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  2. 15361500–1799

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  3. 18481800–1918

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  4. 19391919–1945

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Z knihy Dörferbuch

Dobrenz

Um die zwei Dorfteiche stehen die stattlichen Gehöfte von Dobrenz und wenden saubere Giebel zur Dorfmitte. Ein schmuckes Dorfbild mit breiten Dächern, ruhigem Teichspiegel, grünem Rasen und reinen Wegen.

Der Dorfname Dobrenz erscheint in verschiedenen Formen: 1351 Dobrans, 1411 Dobronytz, 1493 Dobrans, 1548 Dobrons, 1536 Dobronin, 1604 Dobranß, Doberans, Dobrenß, sonst im 17. Jahrhundert Dobrantz, Dobranitz, 1848 wird es (in Palacky, Popis kralovsti ceskeho) neben Dobrenz auch Dobrodin, Dobronin genannt. Der Name wird wohl auf einen Personennamen Dobran oder Dobron zurückgehen. Danach wäre Dobrans und Dobrons ähnlich wie Wolframs gebildet und würde den Ort eines Dobran, Dobron bezeichnen. Dieser deutschen Namensbildung würde auch die slawische Bezeichnung Dobronin entsprechen. Ebenso bedeutet Dobronytz und Dobranitz (Dobran-ici, Dobranice) den Ort der Nachkommen eines Dobran. Man kann daher den heutigen Dorfnamen als deutsche Form für Dobrans-Ort, Dorf eines Dobran ansprechen.

Nach den bisher bekannten Urkunden gehörte Dobrenz zunächst zur Herrschaft Polna. Die Polnaer Burg erscheint 1310 im Besitz der Herren von Leipa. Ein Zweig der Familie nannte sich nach seinem bevorzugten Wohnsitz von Pirkstein. Eine Tochter des Ignaz Ptatschko von Pirkstein vermählte sich mit Viktorin, dem Sohne des Königs Georg von Podebrad, der mit einer Unterbrechung die Herrschaft Polna bis zum Jahr 1486 innehatte. Er schenkte den Zins von drei Bauernhöfen in Dobrenz der Stadt Polna, Diese drei unterstanden fortan der Gerichtsbarkeit und Abgabenverpflichtung nach der Stadt Polna, ferner noch ein viertes Anwesen, das (wie im Jahr 1536 bezeugt wird) dem Richter von Schützendorf unterstand und seine Zinsungen und Roboten zum Schlosse Polna zu entrichten hatte.

Die vier Anwesen (heute Nr. 16, 26, 27, 28) verblieben bis ins 19. Jahrhundert in Verbindung mit Polna, während das Dorf wiederholt seine obrigkeitlichen Herren wechselte. Auf Viktorin folgten die Boczek von Kunstadt (1486—1515), dann die Treczka von Lipa auf Lipnitz (1515—1536). Johann Trczka von Lipa verkaufte 1536 das Gut Schrittenz, die Dörfer Seelenz und Dobrenz und das wüste Dorf Heraltiz um sechshalbtausend böhmischer Groschen an die Stadt Iglau. Ausgenommen waren vom Dobrenzer Besitz die vier oben genannten Anwesen. Die Iglauer Obrigkeit dauerte bis in den Dreißigjährigen Krieg, in dem die Stadt ihren Schrittenzer Gutsbesitz 1625 an den Kaiserrichter Heidler von Bukau verkaufen musste. Seitdem wechselten die Herren (Pachta von Reihofen, Grafen Sinzendorf, Moritz von Sachsen, Freiherrn von Palm, Hohenzollern), bis das für die Bauern segensreiche Jahr 1848 die Bauern frei machte.

Aus der Zeit der Zugehörigkeit von Dobrenz zu Iglau (1536—1625) haben sich verschiedene Rechnungen erhalten. „Dobranß" gab 1604 und 1606 zu Georgi 11 Schock 6 Groschen Zins, zu Michaeli ebensoviel. Das „Dobroner" Grasgeld betrug im Jahr 1604 drei Posten: 4 Schock 35 Groschen, 5 Schock 37 Groschen und 5 Schock 56 Groschen. Der Richter von „Doberans" entrichtete in diesem Jahre 1 Schock Weingeld zu Michaelis. Das „Zehentgeld Michaelis oder Mandlgeld" machte von den „Dobranern" 51 Groschen aus. 1604 lag ein öder Hof hinter Dobrenz. Die Felder benützten die übrigen Dobrenzer und entrichteten für die einzelnen Beete einen Zins (kumbt von einem schockh

Pett zugen 6 Groschen Meißnisch). Im Jahr 1606 zahlten die Dobrenzer von 87 Mandeln „Zehentgeld" 7 Schock 54 Groschen.

Einige der heutigen Hausnamen treten 1604 und 1606 als Personennamen uns entgegen. So werden in jenen Jahren genannt: Matl gmelichon (wahrscheinlich heute

Nr. 2 Melon), Mirt Jacksch (heute

Nr. 5 Joksch), Wastl Tischler (heute

Nr. 7 Wastl), Kuba Schoffer (heute

Nr. 9 Schoffer), Mirt Matl (heute

Nr. 11 Matal), Paul Schlegel (heute

Nr. 12 Schlegel), Urba Grahanßl (heute

Nr. 13 Grahansl), Greger Weber (heute

Nr. 24 Weber), Matl Riepl (heute

Nr. 15 Riapl), Lucksch Nimerrichter (heute

Nr. 18 Nimriehter), Adam Neypauer (heute

Nr. 23 Naiper-Neubauer), Paul Umbhauß (heute

Nr. 30 Imshaus und Familienname Umshaus

Nr. 12), Urba Peßpauer (heute

Nr. 31 Beißber), Urba Peer (heute

Nr. 32 Beer), Zeitra pritz (vielleicht heute

Nr. 34 „Pritsch"), ferner werden die Personennamen Petschenkho genannt, der noch im Orte vorkommt und Sontagman. Außer diesen war noch der Richter.

Die Dampfziegelei wurde 1885/86 in der Gemeindeflur „Mitterholz" von Bittner aus Polna errichtet und kam dann in den Besitz der Familie Kern in Altenberg. Im Jahr 1870 kaufte derselbe Bittner die Gemeindewiese bei der „Pasderner" um 700 Gulden und erbaute hier eine Seilfabrik. Sie wurde aber 1875 aufgegeben und im Lizitationswege von Josef Inwald (Edlen von Waldtreu) um 34 000 fl. erstanden. Der Käufer verkaufte die Seilereinrichtung um 17 000 fl. und richtete eine Glasschleiferei ein, die sich zu einem großen Unternehmen der Aktiengesellschaft Inwald entwickelte (vergleiche Deutsch- Schützendorf).

1945 (1924 in Klammern) bestanden folgende Besitzverhältnisse:

Nr. 2 „Melon" Franz Schloßniki, 23,00 ha (Josef Schloßniki, 22,56 ha).

Nr. 3 „Schuster" Franz Stummer, 10,00 ha (Josef Stummer, 15,31 ha).

Nr. 4 „Mauerer" Johann Gömer, 2,00 ha (Johann Görner, 1,60 ha).

Nr. 5 „Joksch" Franz Czepl, 29,00 ha.

Nr. 6 Marie Toscher.

Nr. 7 „Wastl" Franz Brosch, 37,00 ha (Johann Beer, 26,69 ha).

Nr. 8 „Schoffers Kosten" (Frantisek Barta, 3,20 ha, Tscheche).

Nr. 9 „Schoffers" Franz Janko, Gastwirt, 12,97 ha (Johann Janko). Die Anwesen

Nr. 8, 9, 58, 60 und 61 entstanden 1880—1890 aus den Wohn- und Wirtschaftsgebäuden des früheren Gehöfts „Schoffer".

Nr. 10 „Drab" (Veit Polreich, 21,63 ha.

Nr. 11 „Matal" Frantüek Nowak, 17,60 ha, Tscheche.

Nr. 12 „Schlegel" Katharina Umshaus, 19,00 ha (Franz Umshaus, 19,40 ha).

Nr. 13 „Grahansl" Anton Grünwald, 53,00 ha (Anton Grünwald, 53,70 ha).

Nr. 14 „Hoinauer" (Franz Toscher, 9,72 ha).

Nr. 15 „Rippla" Josef Kreuz, 27,00 ha (August Kreuz, 26,67 ha).

Nr. 16 „Gonswohl" (Wenzl Hintenaus, 18,71 ha).

Nr. 17 „Gonswohl Stübler" Franz Mattl, 5,85 ha (Franz Mattl, 5,85 ha).

Nr. 18 „Nimriehter" Johann Michelfeit, 26,00 ha (Elisabeth Michelfeit, 25,10 ha).

Nr. 19 „Gemeindeschmiede" Franz Gömer, 0,70 ha.

Nr. 20 „Oberschneider" Rudolf Fresser, 4,53 ha (Rudolf Fresser, 4,53 ha).

Nr. 21 „Haramker" Johann Urz, 0,80 ha (Johann Janko, 4,80 ha).

Nr. 22 „Hirt" Franz Duschek, 5,00 ha (Johann Duschek, 4,50 ha).

Nr. 23 „Naiper" Josef Janko, 35,00 ha (Franz Janko, 34,93 ha).

Nr. 24 „Weber" (Andreas Morkus, 6,24 ha).

Nr. 25 „Scherhäusler" (Antonin Dvorzak, 1,58 ha, Tscheche).

Nr. 26 „Klemat" (Jan Mercel, 21,49 ha, Tscheche).

Nr. 27 „Morkas" (Josef Brtnicky, 13,65 ha, Tscheche).

Nr. 28 „Toscher" Marie Toscher, 35,00 ha (Anna Toscher, 33,99 ha).

Nr. 29 „Imshaupt-Stübler" Mathias Rippl, 5,00 ha (Mathias Rippl, 5,20 ha).

Nr. 30

„Imshaus" Andreas Reznik, 6,00 ha (Josef Schindler, 5,70 ha).

Nr. 31 „Beisber" Franz Altrichter, 27,00 ha (Johann Nowak, 26,19 ha).

Nr. 32 „Beer" Franz Petschenka, 26,00 ha (Johann Petschenka, 25,43 ha).

Nr. 33 „Filzbauer" Wenzl Harnold, 13,00 ha (Wenzl Harnold, 6,99 ha).

Nr. 34 „Pritsch" Anton Niebier, 24,93 ha (Anton Niebier, 24,93 ha).

Nr. 35 „Wirt" Franz Janko, 21,00 ha (Johann Rippl-Toscher, 17,87 ha).

Nr. 36 „Maurer-Schuster" Wenzl Klement, 3,00 ha (Josef Toscher, 3,39 ha).

Nr. 37 „Inter-Schneider" Franz Grubauer, 2,00 ha (Andreas Grubauer, 2,28 ha).

Nr. 38 „Tümpler" Johann Bratrschofsky, 4,00 ha (Franz Bratrschofsky, 4,14 ha).

Nr. 39 „Leiweber" Johann Toscher, 12,00 ha (Anton Toscher, 12,37 ha).

Nr. 40 „Solzhondler-Zimmermann" Johann Schloßnikl, 1,00 ha (Johann Janko).

Nr. 41 „Jakobl" Josef Klement, 8,00 ha (Mathias Klement, 8,43 ha).

Nr. 42 „Michel" Wenzl Hintenaus, 12,00 ha (Wenzl Hintenaus, 12,65 ha).

Nr. 43 „Wirts-Häusler" Franz Toscher, 8,00 ha (Josef Jelinek, 8.39 ha).

Nr. 44 „Nimrichter-Häusl" gehört zu Hs.

Nr. 18.

Nr. 45 „Wolch" (Tuchwalke der Tuchmacherzunft Polna).

Nr. 46 „Pasderner" (frühere Flachsbreche, Gemeindebesitz).

Nr. 47 „Flußhaus" gehört zu Hs.

Nr. 13 (früher Pottascheerzeugung).

Nr. 48 Schule.

Nr. 49 „Bahnwächter".

Nr. 50 Stationsgebäude, Polna-Stecken.

Nr. 51 (Bahnmagazin).

Nr. 52 (Fabriksbeamtenhaus der Fa. Inwald).

Nr. 53 (Fabrik, Glasschleiferei).

Nr. 54 „Käsern" (Arbeiterhaus der Fa. Inwald).

Nr. 55 „Routs Häusl" Josef Mokry, 2,50 ha (Josef Mokry, 2,45 ha).

Nr. 56 „Wiesenschneider" Josef Ganswohl, 1,00 ha (Johann Ganswohl, 1,18 ha).

Nr. 57 „Urz" Johann Pitlik, 8,20 ha (Franz Pitlik, 5,94 ha).

Nr. 58 „Kastl-Schuster" (Johann Kunst, 1,99 ha).

Nr. 59 „Scheibwächter" Rudolf Fresser, 2,00 ha (Barbara Fresser, 2,36 ha).

Nr. 60 (Josef Mischinger, 0,35 ha).

Nr. 61 (Johann Janko).

Nr. 63 und 64 „Ziegelhütten" (Hans Kern, Altenberg, 21,18 ha, Wohnhaus und Arbeiterhaus).

Nr. 65 und 69 (Fabrikteile der Firma Inwald).

Nr. 68 Josef Schloßniki.

Nr. 70 „Hoinauer" Friedrich Klement, 0,88 ha (Friedrich Klement, 0,88 ha).

Nr. 71 (Ziegelei Kern, Arbeiterhaus).

Nr. 72 Wenzl Schloßnikl (Johann Schloßniki).

Nr. 73 Mathias Kabelka, 5.40 ha (Mathias Kabelka, 5,40 ha).

Nr. 74 „Mateij" (Mathias Ganswohl, 0,69 ha).

Nr. 75 „Naipers Häusl" gehört zu Hs.

Nr. 23.

Nr. 76 „Toschers Häusl" (gehört zu Hs.

Nr. 28).

Nr. 77—79 (Arbeiterhäuser der Firma Inwald).

Nr. 80 Franz Barth

Nr. 81 „Ganswohlhäusl (Jan Ganswohl, 0,52 ha, Tscheche).

Nr. 82 ..Hofmann" Johann Hoffmann.

Nr. 83 (Arbeiterhaus der Firma Inwald).

Nr. 84 Franz Kubat.

Nr. 87 Franz Polzer, 0,40 ha.

Nr. 88 Franz Barth

Nr. 89 Marie Bärtl.

Nr. 90 Mathias Reznik.

Nr. 92 Johann Polzer.

Nr. 95 Wenhardt Fresser. Kr. 108 August Mischinger, 2,00 ha.

Nr. 110 Johann Pokorny.

Nr. 111 Johann Augustin.

Nr. 112 Mathias Weber.

Nr. 113 Franz Jakub.

Nr. 114 Anton Görner. Gemeindebesitz 97,28 ha, öffentliches Gut 20,53 ha. Gesamtausmaß mit dem eingemeindeten Philippsdorf 901 ha.

Dobrenz war eine selbstständige Gemeinde, 1939 mit sechs deutschen und neun tschechischen Gemeinderäten. Die Schule ist im Ort. Die Schulgründung soll bis ins Jahr 1720 zurückgehen. Das jetzige Schulhaus wurde im Jahr 1851 erbaut. Die Pfarre war in Seelenz, Post und Gendarmerie in Deutsch-Schützendorf, die Bahnstation war Polna-Stecken, Haltestelle der Lokalbahn Polna- Stecken — Polna-Stadt im Ort.

Dorfleben um 1900

Menschen und Alltag im Volkskalender von 1899

Bevölkerungsstand: 1890. Weitere Ortsangaben nach dem Kalenderjahrgang 1899.

Der Kalender nennt 61 Häuser und 588 Einwohner. Gemeindevorsteher war laut Verzeichnis Franz Greuhanssel. Der Ort hatte eine dreiklassige Volksschule, einen landwirtschaftlichen Verein, eine Ortsgruppe des Deutschen Schulvereins und eine freiwillige Feuerwehr. Genannt wird auch die Dampfziegelei F. & H. Ederer. Pfarre war Seelenz, Post- und Telegraphenamt lagen in Deutsch-Schützendorf; als Eisenbahnstation wird Polna–Stecken angegeben.

Quelle und zeitliche Einordnung

Die Bevölkerungs- und Religionszahlen beziehen sich laut Vorbemerkung des Kalenders auf die Volkszählung von 1890. Die übrigen Angaben stammen aus dem Jahrgang 1899; soweit die Quelle ein Wahl- oder Gründungsjahr nennt, ist es im Text angegeben. Die genannten Personen bilden kein vollständiges Einwohnerverzeichnis.

Quelle: Deutscher Volkskalender für die Iglauer Sprachinsel, Jahrgang 1899; zur Datierung der Bevölkerungszahlen. Redaktionell zusammengefasst; historische Namensabkürzungen bleiben erhalten.

Květen 1945: Masakr na Budínce

K dějinám Dobronína patří také usmrcení německých obyvatel po skončení druhé světové války. Události souvisejí s tehdejší sousední obcí Německý Šicndorf (Deutsch-Schützendorf). Obě obce byly v roce 1948 spojeny pod názvem Dobronín.

Podle svědeckých výpovědí odvedli příslušníci místní revoluční gardy 19. května 1945 internované německé muže na louku Budínku a tam je zabili. Svědci hovořili o úderech lopatami a krumpáči. Tento popis se však na později nalezených, značně poškozených kostech nepodařilo plně prokázat.

Pátrání po nezvěstných

Dne 16. srpna 2010 začal na Budínce archeologický průzkum pod dohledem policie. Byly nalezeny lidské ostatky, zbytky oděvů a obuvi a lopata. Následovalo antropologické a genetické zkoumání; porovnání DNA s příbuznými později umožnilo identifikovat dvanáct obětí.

Hrob pro oběti

Dne 15. září 2012 byly ostatky těchto dvanácti mužů po mši v jihlavském kostele svatého Jakuba pohřbeny na Ústředním hřbitově v Jihlavě. Další oběť tehdy zůstávala bez zjištěné totožnosti. Při obřadu zaznělo 17 jmen mužů, kteří zahynuli v květnu 1945 v okolí; tento počet neodpovídá počtu osob nalezených v jediném hrobě.

Na Budínce připomíná oběti kříž. Jména a členění jihlavského pamětního nápisu uvádí stránka Oběti Budínky.

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Dobrenz

DoberenzUm die zwei Dorfteiche stehen die stattlichen Gehöfte von Dobrenz und wenden saubere Giebel zur Dorfmitte. Ein schmuckes Dorfbild mit breiten Dächern, ruhigem Teichspiegel, grünem Rasen und reinen Wegen.

Der Dorfname Dobrenz erscheint in verschiedenen Formen.. 1351 Dobrans, 1411 Dobronytz, 1493 Dobrans, 1548 Dobrons, 1536 Dobronin, 1604 Dobranß, Doberans, Dobrenß, sonst im 17. Jahrhunderte Dobrantz, Dobranitz. 1848 wird es (in Palacky, Popis kralovsti ceske'ho) neben Dobrenz auch Dobrodin, Dobronin genannt. Der Name wird wohl auf einen Personennamen Dobran oder Dobron zurückgehen. Danach wäre Dobrans und Dobrons ähnlich wie Wolframs gebildet und würde den Ort eines Dobran, Dobron bezeichnen. Dieser deutschen Namensbildung würde auch die slawische Bezeichnung Dobronin entsprechen. Ebenso bedeutet Dobronytz und Dobranitz (Dobran-ici, Dobranice) den Ort der Nachkommen eines Dobran. Man kann daher den heutigen Dorfnamen als deutsche Form für Dobrans - Ort, Dorf eines Dobran ansprechen.

Nach den bisher bekannten Urkunden gehörte Dobrenz zunächst zur Herrschaft Polna. Die Polnaer Burg erscheint 1310 im Besitze der Herren von Leipa. Ein Zweig der Familie nannte sich nach seinem bevorzugten Wohnsitz von Pirkstein. Eine Tochter des Ignaz Ptatschko von Pirkstejn vermählte sich mit Viktorin, dem Sohne des Königs Georg von Podiebrad, welcher mit einer Unterbrechung bis 1486 im Besitz der Herrschaft Polna war. Er schenkte den Zins von drei Bauernhöfen in Dobrenz der Stadt Polna. Diese drei unterstanden fortan der Gerichtsbarkeit und Abgabenverpflichtung nach der Stadt Polna, ferner noch ein viertes Anwesen, das (wie im Jahr 1536 bezeugt wird) dem Richter von Schützendorf unterstand und seine Zinsungen und Roboten zum Schloss Polna zu entrichten hatte. Die vier Anwesen (heute Nr.16, 26, 27, 28) verblieben bis ins 19. Jahrhundert in Verbindung mit Polna, während das Dorf wiederholt seine obrigkeitlichen Herren wechselte. Auf Viktorin folgten die Boczek von Kunstadt (1486-1515), dann die Treczka von Lipa auf Lipnitz (1515-1536).

Johann Trczka von Lipa verkaufte 1536 das Gut Schrittenz, die Dörfer Seelenz und Dobrenz und das wüste Dorf Heraltiz um sechshalbtausend böhmischer Groschen an die Stadt Iglau. Ausgenommen waren vom Dobrenzer Besitz die vier oben genannten Anwesen, Die Iglauer Obrigkeit dauerte bis in den Dreißigjährigen Krieg, in dem die Stadt ihren Schrittenzer Gutsbesitz 1625 an den Kaiserrichter Heidler von Bukau verkaufen mußte. Seitdem wechselten die Herren (Pachta von Reihofen, Grafen Sinzendorf, Moritz von Sachsen, Freiherrn von Palm, Hohenzollern), bis das für die Bauern segensreiche Jahr 1848 die Bauern frei machte.

Aus der Zeit der Zugehörigkeit von Dobrenz zu Iglau (1536-1625) sind verschiedene Rechnungen erhalten.,, Dobranß" gab 1604 und 1606 zu Georgi 11 Schock 6 Groschen Zins, zu Michaeli ebensoviel. Das "Dobroner" Grasgeld betrug im Jahr 1604 drei Posten:

4 Schock 35 Groschen,
5 Schock 37 Groschen
5 Schock 56 Groschen.

Der Richter von ,,Doberans" entrichtete in diesem Jahre 1 Schock Weingeld zu Michaelis. Das "Zehentgeld Michaelis oder Mandlgeld" machte von den "Dobranern" 51 Groschen aus. 1604 lag ein öder Hof hinter Dobrenz. Die Felder benützten die übrigen Dobrenzer und entrichteten für die einzelnen Beete einen Zins (kumbt von einem schockh Pett zugen 6 Groschen Meißnisch)
1606 zahlten die Dobrenzer von 87 Mandeln "Zehentgeld" 7 Schock 54 Groschen.

Einige der heutigen Hausnamen fanden sich 1604 und 1606 als Personennamen.
So werden in jenen Jahren genannt: Matl gmelichon (wahrscheinlich Nr.2 Melon), Mirt Jacksch (Nr.5 Joksch), Wastl Tischler (Nr.7 Wastl), Kuba Schoffer (Nr.9 Schoffer), Mirt Matl (Nr.11 Matal), Paul Schlegel (Nr.12 Schlegel), Urba Grahanßl (Nr.13 Grahansl), Greger Weber (Nr.24 Weber), Matl Riepl (Nr.1 5 Riapl), Lucksch Nimerrichter (Nr.18 Nimrichter), Adam Neypauer ( Nr.23 Naiper-Neubauer), Paul Umbhauß (Nr.30 Imshaus und der Familienname Umshaus Nr, 12), Urba Peßpauer (Nr.31 Beißber), Urba Peer (Nr.32 Beer), Zeitra pritz (Nr.34 ,,Pritsch"), ferner werden die Personennamen Petschenkho genannt, der noch im Ort vorkam und Sontagman. Außer diesen war noch der Name Richter.

Doberenzer SchulklasseDie Dampfziegelei wurde 1885/86 in der Gemeindeflur "Mitterholz" von Bittner aus Polna errichtet und kam dann in den Besitz der Familie Kern aus Altenberg. Im Jahr 1870 kaufte derselbe Bittner die Gemeindewiese bei der ,,Pasderner" um 700 Gulden und erbaute hier eine Seilfabrik. Sie wurde aber 1875 aufgelassen und im Liquitationsverfahren von Josef Inwald (Edlen von Waldtreu) um 34 000 fl. erstanden. Der Käufer verkaufte die Seilereinrichtung um 17 000 fl. und richtete eine Glaßschleiferei ein, die sich zu einem großen Unternehmen der Aktiengesellschaft Inwald entwickelte (siehe Deutsch – Schützendorf ).

Hier lebte nicht nur ein Zweig unserer Familie sondern auch ein Namensvetter von mir Franz Czepl " Hausname Jocksch" Der Gemeindebesitz waren 97,28 ha, öffentliches Gut 20,53 ha. Das Gesamtausmaß der Gemeindefläche mit dem eingemeindeten Philippsdorf betrug 901 ha.

Dobrenz war eine selbständige Gemeinde, 1939 mit sechs deutschen und neun tschechischen Gemeinderäten. Die Schule war im Ort. Die Schulgründung soll bis ins Jahr 1720 zurückgehen. Das neue Schulhaus wurde im Jahr 1851 erbaut. Die Pfarre war in Seelenz, Post und Gendarmerie in Deutsch-Schützendorf, die Bahnstation war in Polna – Stecken, Die Haltestelle der Lokalbahn Polna Stecken – Polna - Stadt im Ort.

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