Die Pfarre bestand bereits im 14. Jahrhundert. Für 1349 ist ein Pfarrer belegt: dominus Hirsko plebanus de Stonarn [Deutsch: Herr Hirsko, Pfarrer von Stannern]. In der Zeit des Hussitenkrieges war in Stannern ein Zehentstreit zwischen dem Pfarrer Pilgreim und seinen Pfarrleuten von Stannern, Mitteldorf, Dürre, Otten und Klein-Neustift, die sich für unvermögend erklärten, in diesen unruhigen Zeiten den schuldigen Zehent zu entrichten. Im Jahr 1429 am Dienstag nach Misericordia wurde ein Vergleich geschlossen, nach dem sich die genannten 5 Orte verpflichteten, ihrem Pfarrer statt des Naturalienents jährlich 6 Schock Groschen, und zwar 3 Schock zum großen Jahrmarkt und 3 Schock zu Weihnachten zu geben. Falls sie die zwei Fristen nicht einhielten, hätten sie eine Geldbuße von 5 Schock Groschen zu zahlen. Bis der Friede einträte, soll wieder der gewöhnliche Naturalzehent entrichtet werden. Die Pfarrleute sollten Pilgreim als ihren wahren Pfarrer halten und in Sachen seines Amtes gehorsam sein, dagegen soll aber auch der Pfarrer sie mit Beichten und den anderen geistlichen Dingen versorgen. In der Reformationszeit war Stannern wie Iglau evangelisch, bis im Jahr 1623 alle evangelischen Prediger des Iglauer Gebietes ausgewiesen wurden.
Klein-Neustift
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1349Bis 1499
Für 1349 ist ein Pfarrer belegt: dominus Hirsko plebanus de Stonarn [Deutsch: Herr Hirsko, Pfarrer von Stannern] .
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In der Reformationszeit war Stannern wie Iglau evangelisch, bis im Jahr 1623 alle evangelischen Prediger des Iglauer Gebietes ausgewiesen wurden.
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Der Ortsname ist in der Ortskarte der Iglauer Sprachinsel verzeichnet.
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Quelle: die von Franz bereitgestellte Website-Sicherung, insel/karte.html und zugehörige Bildstreifen. Keine ergänzten geografischen Koordinaten.
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Erwähnung im Dörferbuch
Stannern
Für diesen Ort gibt es im Buch kein eigenes Kapitel. Nachfolgend steht die belegte Erwähnung im Kapitel „Stannern“.