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Katakomben Diese Gänge sind 25 km lang und nehmen eine Fläche von 50 000 m 2 ein. Die Gänge sind in mehreren Ebenen im Felsen gebrochen. Sie befinden sich fast unter allen Gebäuden im historischen Kern der Stadt. Die Kellerräume, die sich 2 - 4 m unter dem Grund befinden, bilden das erste Untergrundgeschoß, aus dem sich in das zweite Geschoß, in eine Tiefe bis 6 m absteigen läßt. Unter einigen Gebäuden gibt es in 8 - 14 m Tiefe noch ein drittes Geschoß. Das erste Untergrundgeschoß wurde bereits im 14. Jahrhundert erstellt, das zweite und dritte im 16. Jh. Im 17. Jahrhundert wurden einige Gänge mit Ziegeluntermauerung befestigt und einzelne Strecken mit kurzen Zwischengängen verbunden. Außer den Hauptgängen gab es 60 - 70 cm breite und bis zu 1,70 m hohe Stollen, die eine mittelalterliche städtische Kanalisation bildeten. Es gab unterschiedlichste Vermutungen, warum die Katakomben von Iglau entstanden sind. Historiker nahmen lange an, dass die unterirdischen Gänge für militärische Zwecke errichtet wurden. Andere Historiker glaubten, dass die Gänge wirtschaftlichen Gründen ihre Entstehung verdanken. Iglau lag an einer wichtigen Kreuzung mittelalterlicher Handelswege, und als der Silberbergbau an Bedeutung verlor, begann in der Stadt ein Aufschwung von Handel und Gewerken. Kaufleute und Handwerker erweiterten die bestehenden Keller, um dort ihre Waren und Erzeugnisse zu lagern. Anfang des 18. Jahrhunderts hörte man auf, den Untergrund im ursprünglichen Umfang zu nutzen. Ende des 18. Jh. wurde sogar ein Teil der Gänge in Kanalisationsstollen umgewandelt. Im 19. Jh., bei der Errichtung der Wasser- und Gasleitung und dem Bau neuer Häuser, wurden viele Gänge mit Schutt verfüllt.
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