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Popice Poppitz

Cesta časem: Popice Poppitz

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Mapa jihlavského jazykového ostrova
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  1. 1288Do roku 1499

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  2. 15101500–1799

    Záznam o obci z roku 1510.

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  3. 18481800–1918

    Záznam o obci z roku 1848.

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Z knihy Dörferbuch

Poppitz

Im Jahr 1288 hat der Iglauer Bürger und mährische Münzmeister Dithmar einen Wald zwischen Wolframs und „Popowitz" dem Prämonstratenser Stift Seelau vermacht, das weite Besitzungen bis zur Igla hatte und dem auch die Iglauer Pfarre unterstand. Dieser Wald war in der Folge Pfarrwald. Damals geschah, so viel derzeit bekannt ist, die älteste Erwähnung von Poppitz, das seitdem „Popicz" „Popitz", „Popytz" und „Popiz" genannt wurde. Der Name wird auf den Personennamen Popo zurückzuführen sein.

Gut und Rechte hatte einst der Pfarrer von Triesch im Dorf. Im Jahr 1365 verkaufte der Triescher Pfarrer Nikolaus diese an die Iglauer Bürger, die Brüder Jeklinus und Hanusch von Pilgram. Ein Spross dieses Geschlechts, der Stadtrichter Prokop von Pilgram, überließ 1480 Popitz der Iglauer Bürgerin Katharina, von der es 1490 an die Iglauer Bürger Matthäus und Mertlin Spisser kam. Die Söhne des Matthäus, Sebastian und Wolfgang, übergaben ihre Dorf half te 1510 an Georg Matzko, der 1518 auch die andere Hälfte erwarb. Matzko wurde auch der Grundherr von Zeisau und Neustift. Er vermachte 1532 diese drei Dörfer seinem Sohne Augustin. Dieser verkaufte sie 1545 an Peter Schmilauer.

Der Preis betrug 5700 Schock. Die Schmilauer überließen sie der Iglauer Stadt um 5800 Schock. Unter deren Grundherrschaft verblieb das Dorf, bis die obrigkeitlichen Rechte im Jahr 1848 aufgehoben wurden.

Über die Abgaben seien einige Angaben vermerkt. Im Jahr 1630 betrug der an die Grundherrschaft abzuführende Dorfzins zu Michaeli und Georgi je zwei Schock 22 Groschen, der Wiesenzins 16 Groschen 2 Denare, die Gesamtleistung demnach 5 Schock 2 Denare. Es waren damals 7 Untertanen gegenüber 10 Anwesen vorher. Im Jahr 1650 war der Dorfzins nur 1 Schock 47 Groschen 2 Denare. Hundert Jahre später (1750) war an Grundzins 5 fl. 58 kr., an Gespunstzins 30 kr., an Geldzinsen 2 fl. 26 kr. zu entrichten und 20 Hühner abzuliefern. Robotgelder zahlten im Jahr 1754 Andreas Neubauer, Mathes Huetterer, Joseph Böhm je 2 fl. 30 kr. und Rosina Marcußin 1 fl. 15 kr. Als im Jahr 1848 die Robot aufgehoben und der Grund entlastet wurde, machte die Robotablösung von Poppitz 928 fl. 34 kr. und das Ablösungskapital der Zinsungen 90 fl. 36 kr. aus.

Eine Kontribuierungsliste aus dem Jahr 1668 verzeichnet folgende Poppitzer: der Richter, Barthel Neupauer, Jakob Neupauer, Mathes Neuner, Pauli Lang, der Riennagel, Andreaß Plodt, Veith Newhausser, Alt Kirchner. Ein Mattle Nej Bauer und ein Mattes feys wurden schon 1615 genannt. Im Jahr 1662 hieß der Richter Bartl Edterle. Von diesen Namen leben Plott und Neubauer als Hausnamen (Nr. 2, 7) noch heute.

Im Jahr 1779 verteilte sich der Grund an:

Nr. 1 Georg Kettner 115 M 123/4 mß.

Nr. 2 Joseph Mopils 159 M 3/i mß.

Nr. 3 Josef Teltscher 115 M 7V4 mß.

Nr. 4 Georg Böhm 172 M 2 mß.

Nr. 5 Augustin Lukschanderl 168 M 3 mß.

Nr. 6 Augustin Göth 171 M 6V4 mß.

Nr. 7 Jakob Neüwürth 157 M 53/4 mß.

Nr. 8 Augustin Rinogl.

Nr. 8 a Johann Neüwürth.

Nr. 9 Joseph Markus.

Nr. 10 Andres Neubauer.

Nr. 11 Hirtenhaus.

Nr. 12 Andres Teltscher.

Nr. 13 Johann Markuß.

Nr. 14 Mathes Ketner 139 M 11 mß.

Nr. 15 Mathes Mopils 121 M V4 mß.

Nr. 16 Joseph Böhm 112 M HV4 mß. Gemeinde 15 M 9V4 mß. Zu diesem eigentümlichen Grund von 1448 M 53/4 mß noch der obrigkeitliche Grund des Holzhegers

Nr. 17 von 3 M 5V4 mß.

Das Gemeindekataster weist 1945 (in Klammern 1924) folgende Eigentumsverhältnisse aus:

Nr. 1 „Temandl" Martin Lang, 29,47 ha (Martin Lang, 29,47 ha).

Nr. 2 „Plott" Johann Schiller, 37,03 ha (Johann Schiller, 31,34 ha).

Nr. 3 „Unter-Guaska" Franz Neuwirth, 24,25 ha (Paul Neuwirth, 24,28 ha).

Nr. 4 „Reichbauer" Paul Eigl, 16,48 ha (Paul Eigl, 16,48 ha).

Nr. 5 „Schröter" Josef Göth, 25,75 ha (Josef Göth, 25,75 ha).

Nr. 6 „Richter" Paul Göth, 41,14 ha (Johann Göth, 41,14 ha).

Nr. 7 und 8 „Neubauer" Franz Böhm, 53,47 ha (

Nr. 7 Josef Böhm, 54,18 ha,

Nr. 8 Mathias Böhm, 1,12 ha).

Nr. 9 besteht nicht mehr („Lischka" Wenzl Krejci, 7,03 ha).

Nr. 10 und 12 „Sima" Johann Holy, 10,40 ha (

Nr. 10 „Schoter" Franz Holy, 1,90 ha und

Nr. 12 Johann Holy, 4,87 ha).

Nr. 11 besteht nicht.

Nr. 13 „Schuster" Franz Eigl, 2,14 ha (Johann Eigl, 2,62 ha).

Nr. 14 „Hanas" Johann Lang, 36,66 ha (Josef Lang, 35,88 ha).

Nr. 15 „Pauleterl" Franz Böhm, 37,88 ha (Franz Böhm, 37,87 ha).

Nr. 16 „Weber" Franz Böhm, 27,26 ha (Johann Böhm, 27,26 ha).

Nr. 17 Forsthaus der Stadt Iglau.

Nr. 18 „Zechenhäusler" Mathias Lewold, 0,69 ha (Marie Miksche, 0,69 ha).

Nr. 19 „Vinzenz" Josef Vinzenz, 4,72 ha (Johann Vinzenz, 4,72 ha).

Nr. 20 „Schmied" Gemeindebesitz, 1,00 ha.

Nr. 21 „Joksch" Paul Schüler, 25,88 ha

(Anna und Paul Schuller, 25,88 ha).

Nr. 22 „Schoter" Franz Mopils, 1,98 ha (Johann Mopils, 1,98 ha).

Nr. 23 „Ober-Guaska" Mathias Neuwirth, 15,89 ha (Josef Neuwirth, 11,89 ha).

Nr. 24 „Neuwirt" Josef Böhm, 0,60 ha.

Nr. 25 „Schindler" Franz Schindler, 4,20 ha. — Gemeindebesitz 12,00 ha. Stadtpfarre Iglau 12,00 ha. — Die Gemarkungsfläche beträgt 592,57,97 ha. — Poppitz ist eine selbständige Gemeinde und hatte 1939 neun deutsche Gemeinderäte. Die Schule war im Ort, die Pfarre in Wilenz, Post und Bahnstation in Iglau und die zuständige Gendarmerie war in Wolframs.

Dorfleben um 1900

Menschen und Alltag im Volkskalender von 1899

Bevölkerungsstand: 1890. Weitere Ortsangaben nach dem Kalenderjahrgang 1899.

Der Kalender nennt 23 Häuser und 139 Einwohner. Als Gemeindevorsteher erscheint Johann Köttner, als Gemeinderäte Mathias Pistauer und Johann Göth. Schule war Hochdorf, Pfarre Willenz. Die Stadt Iglau wird als Großgrundbesitzer genannt.

Quelle und zeitliche Einordnung

Die Bevölkerungs- und Religionszahlen beziehen sich laut Vorbemerkung des Kalenders auf die Volkszählung von 1890. Die übrigen Angaben stammen aus dem Jahrgang 1899; soweit die Quelle ein Wahl- oder Gründungsjahr nennt, ist es im Text angegeben. Die genannten Personen bilden kein vollständiges Einwohnerverzeichnis.

Quelle: Deutscher Volkskalender für die Iglauer Sprachinsel, Jahrgang 1899; zur Datierung der Bevölkerungszahlen. Redaktionell zusammengefasst; historische Namensabkürzungen bleiben erhalten.

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