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Hybrálec Ebersdorf

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  1. 1382Do roku 1499

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  2. 15331500–1799

    Záznam o obci z roku 1533.

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  3. 18591800–1918

    Záznam o obci z roku 1859.

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  4. 19391919–1945

    Záznam o obci z roku 1939.

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Z knihy Dörferbuch

Ebersdorf

Der stattliche Ort ist das Dorf eines Eberhard, denn die früheren Namen lauteten „Eberhardsdorf, Eberhartstorf, Eberharcztdorl, Eberhartsdorff, Eberharczdorff, Ebrherczdorff, Ebrharzdorff". Die lange Form schliff sich zu „Ebitzdorff" (1533), „Ebetzdorff" (1544), „Eberzdorff" (1577), „Eberstorff" (1589), „Ebritzdorff", „Ewritzdorff" (1604) und schließlich zu unserem Ebersdorf ab.

1382 war Eberharcztdorf im Besitz der Brüder Henzünus und Petrus (villa cum municione, Bukowa villa [Deutsch: ein Dorf mit einer Befestigung sowie das Dorf Bukau], in Altenberg drei Bauernhöfe). Später gehörte es der Familie Simonsdorfer. Von dieser kam es an die Stadt Iglau.

Leupold vermerkte in seiner Chronik: „1533 ist Ebitzdorff vom Herrn Jan Smrczensky zu Gemeiner Stadt erkhaufft worden". Aus den Stadtbüchern ist aber zu entnehmen, dass der Kauf früher geschah. 1495 erklären Bürgermeister und Rat, dass sie „das gut Ebrharczdorff mit aller czugehorung von dem Sigmund Simonstorfer vnd wencylaben peterledrar" gekauft haben, dass aber die „Landthern czu Behm" die Eintragung in die böhmische Landtafel verhindert haben. Falls der Kauf nicht in die Landtafel eingelegt werden könnte und die Stadt ihn aufsagen müsste, sollen die Verkäufer die 120 Schock zurückzahlen, die sie bereits erhalten haben.

Ebersdorf blieb bis 1625 städtischer Besitz, bis es mit anderen Dörfern an den Kaiserrichter Heidler von Buckau abgegeben werden musste. Es gehörte seitdem zum Schrittenz-Steckner Herrschaftsgebiet und hatte nacheinander die Grafen Pachta, den Grafen Sinzendorf, den Herzog Moriz von Sachsen-Zeitz.

Später waren die Fürsten Palm und zuletzt die Hohenzollern die Grundherren. Im Jahr 1848 hörte die Bauernuntertänigkeit auf.

In Ebersdorf wurde nicht nur Landwirtschaft betrieben, sondern auch Silbererz abgebaut. 1315 wird ein Stollen erwähnt. Im 16. Jahrhundert schürften die Bergknappen „gegen dem großen teucht bei Ebrharzdorff, der do abgelossen ist", wo „Mothel Twerichsfelt einen Suchstollen aufnahm. Das sagenumsponnene Zwergliloch erinnert noch an den Bergbau. 1541 mutete Hans Khappel „ein alten erlegenen zech hinter Ebrherczdorff, die alt fundtgreb genant", 1547 erwarb Jacob Fridrich das Schurfrecht auf einen neuen Gang bei der alten Fundgruben und auf des Fridels Wiese und 1577 hat Mathes Tschurpückl „enhalb des pächleins an der leiten herrn Peter Hansen grundt zu Eberzdorf" eine Fundgrub mit samt Erbstollen angesprochen. Vorher wurde 1516 bei Ebersdorf links vom Wege nach Humpoletz Bergbau betrieben. 1515 wurde der Bau bei der Hammermühle aufgenommen. Bei dieser Mühle wurde 1777 bis 1783 der Bergwerksbetreieb erneuert. Über ihr war ein Schürf, in der Nähe der Vereinigung des Mühlgrabens mit dem Bache ein Schacht und am andern Ufer der Johann Nepomuk-Stollen, dessen Mundloch gerade der Hammermühl gegenüberlag. Jetzt sind die Stätten des einstigen Bergbaues verfallen und vergrast.

Die Landwirtschaft ernährt die Bewohner. Eine Anzahl fand auch in der Altenberger Tuchfabrik Beschäftigung.

1945 (1924 in Klammern) waren folgende Eigentumsverhältnisse:

Nr. 1 und 2 „Hölzl" Josef Watzka, 61,22 ha (Franz Watzka, 60,00 ha).

Nr. 3 „Frühauf" Paul Neubauer, 28,00 ha (Paul Neubauer, 28,00 ha).

Nr. 4 „Knochenweber" Mathias Matl, 2,50 ha (Mathias Matl, 1,00 ha).

Nr. 5 „Lewohl" Johann Krimshandl, 20,00 ha (Johann Krimshandl, 20,00 ha).

Nr. 7 „Veit Lewohl" Josef Ripper, 39,60 ha (Johann Gleixner, 40,00 ha). Lewohl schon 1497 genannt.

Nr. 7 „Altbartl-Schuster" Franz Altrichter, 7,50 ha (Franz Altrichter, 6,00 ha).

Nr. 8 und 9 „Mühle" Franz Müller, Tscheche, (Alte Mühle, früher im Besitz der Müllerfamilie Frühauf). Um 1870 errichtete Heuer eine Weberei, die etwas später Wolf in eine Glasschleiferei umgestaltete. Diese brannte ganz aus; Joh. Korntner erwarb das Gebäude und richtete eine Hirsemühle ein, dann kaufte sie Müller, der sie wieder zu einer Mahlmühle umgestaltete.

Nr. 10 „Dürer" Josef Kutschera, 2,50 ha (Franz Schindler, 2,00 ha).

Nr. 11 „Altbartl" Franz Körber, 24,00 ha (Johann Körber, 25,00 ha).

Nr. 12 „Lenz" Wenzl Eigl, 13,50 ha (August Watzka, 13,00 ha).

Nr. 13 „Böhml" Franz Neubauer" 46,00 ha (Johann Neubauer, 40,00 ha).

Nr. 14 „Hepner" Josef Müller, 32,47 ha (Katharina Heppner, 23,00 ha).

Nr. 15 und 70 „Lawetsch" Franz Krimshandl, 25,00 ha (Johann Krimshandl, 32,00 ha), das Haus

Nr. 70 heißt auch „Beim Peterhirt".

Nr. 16 „Guldschmied-Schuster" Katharina Basti, siehe auch Hs.

Nr. 82 (Kath. Österreicher).

Nr. 17 Wenzl Krejci, 10,00 ha, Tscheche (Fanny Kohner, 28,00 ha).

Nr. 18 „Matl" Marie Eigl (Franz Eigl, 1,00 ha). Seit 1923 Schindel- und Holzsägewerk.

Nr. 19 „Binder" Josef Holub, Tscheche.

Nr. 20 „Guldschmied" Wenzl Reznik, 9,00 ha (Wenzl Eigl, 10,00 ha, früher Wolf).

Nr. 21 „Krimshandl" Josef Körber, 15,00 ha).

Nr. 22 „Beim Mejsen" Franz Neubauer, 30,00 ha (Franz Neubauer, 26,00 ha, älterer Bes. Schlegl).

Nr. 23 „Altrichter" Franz Wasicek, 48,00 ha, Tscheche (erbaut von Leupold v. Löwenthal, dem seinerzeitigen Bürgermeister von Iglau).

Nr. 24 „Stummer-Stübl" Hans Watzka, 30,00 ha (Watzka-Fuchs).

Nr. 25 und 26 „Stummer-Schmied" Josef Franz, 16,00 ha (Laurenz Franz, 12,00 ha).

Nr. 27 „Alte Schule" Josef Neubauer (Johann Pistauer).

Nr. 28

„Böhmisch-Weber" Franz Körber, 17,00 ha (Anton Körber, 20,00 ha).

Nr. 29 „Guldschmied-Stübl" Josef Straka, 12,00 ha (Wenzl Eigl).

Nr. 30 „Greger" Rosina Watzka, 10,00 ha (Josef Watzka, 10,00 ha).

Nr. 31 „Schürer" Josef Gleixner, 5,00 ha (Johann Weber, 2,00 ha).

Nr. 32 Gemeindehaus.

Nr. 33 „Zimmermann" Josef Reznik, 80,00 ha (Johann Reznik, 60,00 ha).

Nr. 34 „Zwetschkenschneider" Johann Krimshandl, 22,00 ha (Josef Krimshandl, 20,00 ha).

Nr. 35 und 78 „Hammermühle" Anna Smetak (Josef Kment, 8,00 ha). Der Name rührt wohl von einem Pochwerk-Hammerwerk der Bergwerkszeit her.

Nr. 36 „'s Wirtshäusl" Johann Gleixner, 18,00 ha (Koch, 20,00 ha, früher Frühauf).

Nr. 37 „Hocke" Josef Schneller, 5,00 ha (Mathias Schneller, 12,00 ha).

Nr. 39 „Fronz" Wenzl Lang, 3,28 ha (Wenzl Lang, 2,00 ha).

Nr. 40 „Brücklschuster" Anton Höfer (Andreas Wendl, 3,00 ha).

Nr. 41 „Schleifer" Franz Neubauer, 3,00 ha (Franz Neubauer, 3,00 ha).

Nr. 42 „Basma-Schneider" Johann Tomenendal (Plott).

Nr. 43 „Spindwagner" Josef Swolanek, Tscheche. (Der frühere Besitzer Stummer machte in der Altenberger Fabrik Spindeln).

Nr. 44 „Zwetschkenschneider-Schuster" Franz Krimshandl.

Nr. 45 und 56 „Lewohl- Kronawitn" Josef Franz, 28,00 ha (Josef Franz, 25,00 ha).

Nr. 46 Necera, Tscheche (Lischka).

Nr. 47 „Pawlatschen-Schneider" Franz Böhm (Franz Böhm).

Nr. 48 „Altbartl-Schuster" Franz Friedl (Franz Josl).

Nr. 49 „Gassenmaurer" Stanislaus Seda, Tscheche.

Nr. 50 „Mokry" Josef Sochor, Tscheche.

Nr. 51 und 57 „Stummer-Kronawitn" Josef Hawelka, 48,00 ha (Josef Hawelka, 40,00 ha).

Nr. 52 „Altrichter" Josef Machalitzky.

Nr. 53 „Hofbauer" Franz Proksch, 10,57 ha (Pekarek, 8,00 ha).

Nr. 54 und 62 „Neubauer-Kronawitn" Johann Stummer, 20,00 ha (Stummer, 14,00 ha).

Nr. 55 „Seppl-Wagner" Mathias Pistauer, 0,80 ha (Mathias Pistauer, 0,5 ha).

Nr. 57 „Straka" Johann Kuttelwascher, 41,60 ha (Masaryk, 40,00 ha).

Nr. 58 „Am Guckhahn" Vasicek, Tscheche.

Nr. 59 „Glöcklweber" Josef Brückner (Bruchner, 1,00 ha).

Nr. 60 „Wenzl- Schneider" Franz David, 4,94 ha (David, 2,00 ha).

Nr. 61 „beim Boßmonn" Johann Matl.

Nr. 63 Marie Wacha (10,00 ha Segelberg, Tscheche).

Nr. 64 „Altrichter-Maurer" Josef Huckauf.

Nr. 65 „Pitnik" Johann Früauf, 8,00 ha (Pitnik, früher Höfer).

Nr. 66 „Regeimonn" Johann Stummer.

Nr. 67 „Teltscher" Elisabeth Bartl (Schneider).

Nr. 68 „Wächter-Wagner" Katharina Basti (Maria Lang, 3,00 ha).

Nr. 69 Gemeindehaus.

Nr. 70 gehört zu Hs.

Nr. 15.

Nr. 71 Johann Ruschitschka, Segelberg, 3,00 ha (Vasicek, 3,00 ha).

Nr. 72 „Schediwi-Mühle" Nowak, 10,00 ha, Tscheche (erbaut 1880).

Nr. 73 „Wacha" 10,00 ha, Tscheche.

Nr. 74 Schule.

Nr. 75 gehört zu Hs.

Nr. 51.

Nr. 76 Schandera, Segelberg, Tscheche.

Nr. 77 „Kästn" August Paxa (Grimshandl).

Nr. 78 Anna Smetak, Tscheche.

Nr. 79 gehört zu Hs.

Nr. 53.

Nr. 80 „Brecherhäusl" Gemeindebesitz.

Nr. 81 Josef Tlutschhuber.

Nr. 82 Katharina Basti.

Nr. 83 Johann Plott.

Nr. 84 Johann Heuschneider.

Nr. 85 Franz Kratochwü, 2,50 ha.

Nr. 86 Franz Krajac, Tscheche.

Nr. 87 Maria Lang, Hebamme.

Nr. 88 Johann Wendl.

Nr. 89 Franz Josl.

Nr. 90—92 Tschechen.

Nr. 93 Johann Frühauf.

Nr. 94 gehört zu Hs.

Nr. 34.

Nr. 95 Franz Lang.

Nr. 96 Josef Neuwirth.

Nr. 97 Josef Eigl.

Nr. 98 Josef Gleixner, s. Hs.

Nr. 31.

Nr. 99 August Grimshandl.

Nr. 100 Josef Pistauer.

Nr. 101 gehört zu Hs.

Nr. 1 und 2, Waldhaus, im Volksmund „Hölzeis Häusl" genannt (Wandervogel).

Nr. 102 Josef Brusmann, Tscheche.

Nr. 103 Josef Michelfeit.

Nr. 104 Anton Hanauer.

Nr. 105 Paul Buben.

Nr. 106 Josef Polierer.

Nr. 107 Josef Rychtecki, Tscheche.

Nr. 108 Ernst Röhrich.

Nr. 110 Wenzl Meloun, Tscheche.

Nr. 111 Viktor Ritter, Tscheche.

Nr. 112 Josef Lang.

Nr. 113 Franz

Michelfeit. Nr. 114 Franz Eigl. — Der Gemeindebesitz betrug insgesamt 35,00 ha.

Die Deutsche Volksschule besteht seit dem Jahr 1778. Anfangs wurde in verschiedenen Privathäusern unterrichtet, später im seinerzeitigen Gemeindehaus Nr. 27, das damals ganz aus Holz war. Im Jahr 1841 wurde ein neues Schulhaus gebaut. Es ist dies das Gemeindehaus Nr. 69. Auch dieses war bald zu klein, so dass in den Jahren 1893/94 ein größerer Schulbau aufgeführt werden musste, der am 28. September 1894 dem Unterricht übergeben wurde. Zur Beleuchtung der Schul- und Lehrerverhältnisse wird aus der alten Schulchronik mitgeteilt, dass vor dem Jahr 1859 jedes Kind für jede Woche dem Lehrer lVio Kreuzer ö. W. zahlte, die Gemeinde jährlich 12 fl. 60 kr.

Dazu kamen an Naturalien von der Gemeinde 2 Metzen Korn, 1 Metzen Gerste, 7 Metzen Erdäpfel, 7 Metzen Rüben, 6 Klafter Brennholz und 1 Metzen Feld. Als selbstständige Gemeinde hatte Ebersdorf 1939 elf deutsche und vier tschechische Gemeinderäte. Post und Bahnstation waren in Iglau und die Gendarmerie in Deutsch-Gießhübel.

Ebersdorf ist nach Iglau eingepfarrt, hat aber eine Kapelle, die in den Jahren 1828/29 erbaut wurde. Die Stiftung eines Wagnermeisters Andreas Letscher und Geldsammlungen schafften die Mittel dazu, die Gemeinde steuerte das Baumaterial bei. So entstand die Kapelle. 1834 erhielt sie eine von Karl Bellmann in Prag gegossene Glocke.

Der weithin sichtbare Friedhof auf der Höhe vor dem Orte besteht seit dem Jahr 1869. Vorher wurden die Ebersdorfer im Iglauer Gottesacker zur ewigen Rühe bestattet. Als im genannten Jahre in Iglau der neue Friedhof angelegt wurde, haben die Ebersdorfer sich einen eigenen „Freithof" oben bei der „Steinernen Marter" geschaffen. Heute wölben sich grüne Laubkronen über die Grabeshügel und raunen leise im Winde vom Vergehen und Wiederauferstehen.

Dorfleben um 1900

Menschen und Alltag im Volkskalender von 1899

Bevölkerungsstand: 1890. Weitere Ortsangaben nach dem Kalenderjahrgang 1899.

Der Kalender nennt 75 Häuser und 595 Einwohner. Gemeindevorsteher war laut Verzeichnis Josef Krimshandl, Leiter der dreiklassigen Volksschule Oberlehrer Eman. Ulbert. Genannt werden eine freiwillige Feuerwehr und ein landwirtschaftliches Kasino. R. Streichsbier und Elise Bast erscheinen als Hebammen, Johann Ripper als Postbote. Pfarre und Post lagen in Iglau.

Quelle und zeitliche Einordnung

Die Bevölkerungs- und Religionszahlen beziehen sich laut Vorbemerkung des Kalenders auf die Volkszählung von 1890. Die übrigen Angaben stammen aus dem Jahrgang 1899; soweit die Quelle ein Wahl- oder Gründungsjahr nennt, ist es im Text angegeben. Die genannten Personen bilden kein vollständiges Einwohnerverzeichnis.

Quelle: Deutscher Volkskalender für die Iglauer Sprachinsel, Jahrgang 1899; zur Datierung der Bevölkerungszahlen. Redaktionell zusammengefasst; historische Namensabkürzungen bleiben erhalten.

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Ebersdorf

ebersdorf

Der stattliche Ort ist das Dorf eines Eberhard, denn die f rüheren Namen lauteten "Eberhardsdorf, Eberhartstorf, Eberharcztdort, Eberharcztdorf, Eberharczdorff, Ebrherczdorff, Ebrharzdorff". Die lange Form schliff sich zu "Ebitzdorff" (1533), "Ebetzdorff" (1544), "Eberzdorff" (1577), ,,Eberstorff" (1589), ,,Ebritzdorff", ,,Ewritzdorff" (1604) und schließlich zu unserem Ebersdorf ab. 1382 war Eberharcztdorf im Besitz der Brüder HenzIlnus und Petrus (villa cum municione, Bukowa villa [Deutsch: ein Dorf mit einer Befestigung sowie das Dorf Bukau], in Altenberg drei Bauernhöfe). Später gehörte es der Familie Simonsdorfer. Von dieser kam es an die Stadt Iglau.

Leupold vermerkte in seiner Chronik: ,,1533 ist Ebitzdorffc vom Herrn Jan Smrczensky zu Gemeiner Stadt erkhaufft wozden, Aus den Stadtbüchern ist aber zu entnehmen, dass der Kauf früher geschah, denn schon 1495 erklären Bürgermeister und Rat, dass sie ,,das gut Ebrharczdorff mit aller czugehorung von dem Sigmund Simonstorfer vnd wencylaben peterledrar" gekauft haben, dass aber die ,,Landthern czu Behm" die Eintragung in die böhmische Landtafel verhindert haben. Falls der Kauf nicht in die Landtafel eingelegt werden könnte und die Stadt ihn aufsagen müßte, sollen die Verkäufer die 120 Schock zurückzahlen, die sie bereits erhalten haben.

Ebersdorf blieb bis 1625 städtischer Besitz, bis es mit anderen Dörfern an den Kaiserrichter Heidler von Buckau abgegeben werden mußte. Es gehörte seitdem zum Schrittenz-Steckner Herrschaftsgebiet und hatte nacheinander die Grafen Pachta, den Grafen Sinzendorf, den Herzog Moriz von Sachsen - Zeitz, die Fürsten Palm und zuletzt die Hohenzollern zu Grundherren. Im Jahr 1848 hörte die Bauernuntertanigkeit auf.

In Ebersdorf wurde nicht nur Landwirtschaft betrieben, sondern auch Silbererz abgebaut. 1315 wird ein Stollen erwähnt. Im 16. Jahrhundert schürften die Bergknappen ,,gegen dem großen teucht bei Ebrharzdorff, der do abgelossen ist", wo ,,Mothel Twerichsfelt einen Suchstollen aufnahm. Das sagenumsponnene Zwergliloch erinnert noch an den Bergbau. 1541 mutete Hans Khiappel »ein alten erlegenen zech hinter Ebrherczdorff, die alt fundtgreb genant", 1547 erwarb Jacob Fridrich das Schurfrecht auf einen neuen Gang bei der alten Fundgruben und auf des Fridels Wiese und 1577 hat Mathes Tschurpückl »enhalb des pächleins an der leiten Herrn Peter Hansen grundt zu Eberzdorf, eine Fundgrub mit samt Erbstollen angesprochen. Vorher wurde 1516 bei Ebersdorf links vom Wege nach Humpoletz Bergbau betrieben. 1515 wurde der Bau bei der Hammermühle aufgenommen. Bei dieser Mühle wurde 1777 bis 1783 der Bergwerksbetrieb erneuert. Über ihr war ein Schurf, in der Nähe der Vereinigung des Mühlgrabens mit dem Bach ein Schacht und am andern Ufer der Johann Nepomuk - Stollen, dessen Mundloch gerade der Hammermühle gegenüberlag. Jetzt sind die Stätten des einstigen Bergbaues verfallen und vergrast. Die Landwirtschaft ernährt die Bewohner. Eine Anzahl fand auch in der Altenberger Tuchfabrik Beschäftigung.

Der Gemeindebesitz betrug insgesamt 35,00 ha.

ebersdorfvoschule3032Die Deutsche Volksschule besteht seit dem Jahre 1778. Anfangs wurde in verschiedenen Privathäusern unterrichtet, später im seinerzeitigen Gemeindehaus Nr.27, das damals ganz aus Holz war. Im Jahr 1841 wurde ein neues Schulhaus gebaut. Es ist dies das Gemeindehaus Nr.69. Auch dieses war bald zu klein, so dass in den Jahren 1893/94 ein größerer Schulbau errichtet werden mußte, welcher am 28. September 1894 zum Unterricht übergeben wurde. Zur Beleuchtung der Schul- und Lehrerverhältnssse wird aus der alten Schulchronik mitgeteilt, dass vor dem Jahre 1859 jedes Kind für jede Woche dem Lehrer 1 1/10 Kreuzer östreichische Währung zahlte, die Gemeinde jährlich 12 fl. 60 kr. Dazu kamen an Naturalien von der Gemeinde 2 Metzen Korn, 1 Metzen Gerste, 7 Metzen Erdäpfel, 7 Metzen Rüben, 6 Klafter Brennholz und 1 Metzen Feld. Als selbständige Gemeinde hatte Ebersdorf 1939 elf deutsche und vier tschechische Gemeinderäte. Post und Bahnstation waren in Iglau und die Gendarmerie in Deutsch-Gießhübel.

 

Ebersdorf ist nach Iglau eingepfarrt, hat aber eine Kapelle, die in den Jahren 1828/29 erbaut wurde. Die Stiftung eines Wagnermeisters Andreas Letscher und Geldsammlungen schafften die Mittel dazu, die Gemeinde steuerte das Baumaterial bei. So entstand die Kapelle. 1834 wurde die von Karl Beilmaun in Prag gegossene Glocke eingeweiht.

Der weithin sichtbare Friedhof auf der Höhe vor dem Orte besteht seit dem Jahre 1869. Vorher wurden die Ebersdorfer im Iglauer Gottesacker zur ewigen Ruhe bestattet. Als im genannten Jahre in Iglau der neue Friedhof angelegt wurde, haben die Ebersdorfer sich einen eigenen "Freithof" oben bei der "Steinernen Marter" geschaffen. Heute wölben sich grüne Laubkronen über die Grabeshügel und raunen leise im Winde vom Vergehen und Wiederauferstehen.

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