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Walddörfel

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  1. 1447Do roku 1499

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  2. 15401500–1799

    Záznam o obci z roku 1540.

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Z knihy Dörferbuch

Walddörfel

Über die Geschichte des Waldgebietes um den Schatzberg, früher auch Sparberg oder Schodlberg genannt, ist noch vieles unbekannt. Da war einst das alte Bukau, wahrscheinlich nördlich des Schatzberges, ferner das alte Sparern, beim Sparwalde und östlich, vielleicht in der Pfauendorfer Gegend, das alte eingegangene Dobeschau. Eingehende Flurforschung könnte noch manches aufhellen.

Am Sparer Berge wurde früher Bergbau betrieben. Als man im 16. Jahrhundert diesen wieder beleben wollte, begann Andre Bierwagen 1541 „auf der alter Sparer grueb" zu graben. Im Jahr vorher (1540) schürfte man „unten am Sparberge". 1595 richtete Kaiser Rudolf II. an den Iglauer Stadtrat die Mahnung, das Bergwerk im Sparerwalde, das viel Silber liefere, aber zu besserem Betriebe Geldmittel zur Erhaltung der Wasserkunst bedürfe, entsprechend zu unterstützen. Bei neuen Versuchen zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde im Sparerwalde bei der „heil. Dreifaltigkeit“ erneut Bergbau betrieben.

Auch dieser Betrieb wurde wieder eingestellt. Halden verkünden heute noch von der Tätigkeit der Knappen und Funde von Tiegelresten bezeugen alte Stätten ihrer Arbeit. Der Sparberg bewahrt sein Silber in kleinen Äderchen, das Volk aber raunt von seinen Schätzen in der Tiefe und umspinnt den Schatzberg mit allerhand Sagen.

Von der Höhe (613 m) schaut der Aussichtsturm über die dunklen Wälder, vielleicht entstand so manches Stück auf einstigem Ackerland.

Wir hören 1447, 1449, 1473 von einem Wenceslaus de Sparern, 1464 von einem Hof, 1489 von Egarten, 1488 von einem neuen Fischteich, 1513 von zwei Fischteichen, 1464, 1497, 1507, 1510 von Wald, 1474, 1503, 1510, 1512, 1514, 1516 von Wiesen in Sparern, 1514 von einer Wiese „Tuttenstein". Im Jahr 1473 wurde der Teiche wegen ein Abkommen zwischen „Wenczlaw von Spararn" und der Frau „Michelin im hof" geschlossen. Die Iglauer Bürgerfamilie Schneeweis hatte in Sparern Wald und Wiesmat. Ludwig Schneeweis und seine Mutter Dorothea verkauften sie an den königlichen Münzamtmann Mathes Lydl von Mislau und dieser gab 1545 jene Gründe dem Iglauer Bürger Andreas Glenk durch Kauf ab.

Am 23. März 1686 kaufte die Stadt Iglau den Hof am Sparwalde von Michael Albrecht und hatte ihn neunzig Jahre in ihrem Besitze. Als sie aber ihre Höfe nach dem Raabschen System auflöste, wurde dieser 1777 zerstückelt und in Erbpacht abgegeben.

Bei der Vergebung der „Walddörfler Mayerschaftsgründe" erhielten: Paul Hable (

Nr. 38 A) 71 M 6 mß, Johann Rosenkranz (

Nr. 39) 70 M 8 mß, Thomas Wondry (

Nr. 39 A) 84 M 61/i mß, die Gemeinde 5 M 3V4 mß, die Iglauer Fleischhacker 45 M 14V4 mß, das Iglauer Posthaus 24 M 6V4 mß. Das waren zusammen 301 M 12 mß.

Nr. 38 hatte das herrschaftliche Jägerhaus.

Als 1849 die Grundentlastung durchgeführt wurde, hatte Franziska Heller (

Nr. 3) 17 M, Wenzl Rosenkranz (

Nr. 4) 90 M, Thomas Wondry 92 M, Franziska Pitzall (

Nr. 7) 37 M und die Gemeinde 10 M. Ferner Johann Melion 5 M. Die Ablösung der Erbzinse betrug bei

Nr. 3 in C. M. 23 fl. 55 kr., bei

Nr. 4 war sie 63 fl. 50 kr., bei

Nr. 5 aber 169 fl. 35 kr., bei

Nr. 7 81 fl., bei der Gemeinde 7 fl. und bei Johann Melion 8 fl. 5 kr.

Das kleine Walddörfel, das 1787 erst vier Nummern zählte, entwickelte sich zu einer selbstständigen Gemeinde, wurde aber Ende der Siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts mit Friedrichsdorf zu einer politischen Gemeinde vereinigt.

Walddörfel ist nach Friedrichsdorf eingeschult und die Gendarmerie von Friedrichsdorf ist für Walddörfel zuständig. Die Pfarre, die Post und Bahnstation ist in Iglau.

1945 sind folgende Eigentumsverhältnisse nach dem Gemeindekataster verzeichnet (in Klammem Stand 1924):

Nr. 1 (Hegerhaus im Föhrenwalde der Herrschaft Preitenhof).

Nr. 2 „Hauptstr." Wittek, Simmersdorf (Anna Dussik).

Nr. 3 „Hellerhaus" Johann Wondry, Maschinenfabrik.

Nr. 4 und 5 Franz Ruschitschka, 25,00 ha (Franz Wondry, 36,26 ha).

Nr. 6 (Iglauer Forsthaus, am Wetterhöfel).

Nr. 7, 15 u. 138 Johann Kirchner (Gastwirtschaft zur Lerche, Marie Lang, 6,72 ha).

Nr. 8 Wilhelm Beinisch (Wilhelm Reinisch).

Nr. 9 „Villa" P r . Fr. Peltsarsky).

Nr. 10 und 16 „Tivoli“ Andreas Bernard, Pension (Karl Ehrenhöfer).

Nr. 11 (Peter Stummer, bei der Schwane).

Nr. 12 und 13 (Bahnwächterhäuser).

Nr. 14, 18, 27, 33 und 36 Gasthof „Zur Schwane" Theresia Matula (Johann Matula).

Nr. 17 Josef Gömer (Josef Görner).

Nr. 19 „Sattelmühle" Anton Suchy, 2,50 ha (Johann Krebs).

Nr. 20 (Frantisek Smerda).

Nr. 21, 22 und 23 „Geistlicher Hof" auch Reindlerhof (Besitz des Stiftes Strahov, 115,90 ha). Der Name Reindlerhof rührt von der Iglauer Bürgerfamilie Reindler her, die 1564 den Wappenbrief (von Reindlersberg) erhalten hat. Johann Reindler verkaufte im Jahre 1642 den Hof um 1750 Schock Groschen.

Nr. 24 „Rote Mühle" Landwirtschaftliche Genossenschaftsbrennerei, seit 1914. Schon vor 1722 war die „Rote Mühle" im Besitz der Zlabinger und war damals Mahlmühle und Gruppenstampfe.

Nr. 25 „Maschenhof" (Herrschaft Preitenhof). Im Jahre 1803 verkauften die Zlabinger die „Rote Maschen" an Leopold Gosko von Sachsental. Die Familie Gosko war nicht nur in Sachsental begütert, sondern auch in Böhmen. Sie war zu Anfang des 18. Jahrh. im Besitz des „vorm Spittlthor hinaus, zwischen der Herrn Jesuitenholzleiten und dem Pachtaschen Territorio neben dem Ebersdörfer Straßenweg gelegenen sogenannten Waldhauserischen Meierhöfeis". Diesen „kleinen Waldhof" verkaufte Josef Ignaz Gosko 1714 an Wenzl Franz Ziulak.

Nr. 26 (Karl Melichar).

Nr. 28 Forsthaus des Stiftes Strahov (bei Pfauendorf).

Nr. 29 (Anna Dusekova).

Nr. 30 „Villa Thesa" (Josef Zemann).

Nr. 31 „Schwane" Johann Neubauer (Johann Neubauer).

Nr. 32 Matthias Fitz (Josef Fitz, 2,69 ha).

Nr. 32a Anton Pilat, 4,00 ha.

Nr. 33 „Schwane" Adolf Neubauer.

Nr. 34 „Schwane" Josef Barta (Josef Barta).

Nr. 35 „Villa" Sofie Nitsch (Dr. Anton Nitsch).

Nr. 37 und 96 „Villa" Josef Brinek (Josef Brinek).

Nr. 38 „Villa" (Ignaz Lang).

Nr. 40 „Villa" (Ing. Theodor Budischofsky).

Nr. 41 „Sattelmühle" Johann Eigl, Gastwirt (Franz Eigl).

Nr. 42 „Sattelmühle" Josef Friedl (Johann Eigl).

Nr. 43, 44 und 45 Tschechen.

Nr. 46 (Martin Luschanderl).

Nr. 47 Johann Mokry.

Nr. 49 Heinrich Sochor.

Nr. 51 „Schubertgasse" Böhm.

Nr. 53 Aloisia Brdek.

Nr. 56 „Schubertg." Laurenz Neubauer.

Nr. 58 „Schubertgasse" Mathias Markus.

Nr. 61 „Schubertg." Marie Pistauer.

Nr. 63 „Schubertgasse" Johann Braterschofsky.

Nr. 64 „Königsbg." Anton Neubauer.

Nr. 66 „Stürzerg." Theresia Brdek.

Nr. 71 „Schubertg." Jos. Körber.

Nr. 74 „Hauptstraße" Richard Svoboda.

Nr. 76 „Hauptstr." Adolf Friedl.

Nr. 77 „Hauptstr." Anton Culek.

Nr. 78 „Steingasse" Anton Schmidl.

Nr. 79 „Steingasse" Franz Altrichter.

Nr. 80 „Steingasse" Josef Zodl.

Nr. 82 „Schubertg." Franz Scherak.

Nr. 84 „Steingasse" Mathias Grödl.

Nr. 88 „Schubertg." Karl Sochor.

Nr. 92 „Steingasse" Franz Kuhn.

Nr. 94 „Schwane" Anton Braun.

Nr. 97 „Schubertgasse" Josef Burda.

Nr. 98 „Hauptstr." Rudolf Janko.

Nr. 99 „Schwane" Anna Patzelt.

Nr. 101 „Goethestr." Johann Görner.

Nr. 105 „Steingasse" Christine Kubat.

Nr. 106 „Hauptstr." Johann Martin.

Nr. 127 „Stürzerg." Martin Zimmermann.

Nr. 130 „Gutenbergstr." Anna Kratky.

Nr. 131 „Steingasse" Rudolf Svoboda.

Nr. 132 „Gutenbergstr." Maria Lux.

Nr. 133 „Königsberg" Franz Folter.

Nr. 134 „Steingasse" Johann Blaschek.

Nr. 136 „Schwane" Mathias Krautschneider.

Nr. 142 „Schwane" Ludwig Dotzauer.

Nr. 143 „Schwane" August Hofbauer.

Nr. 144 „Schwane" Franz Pallas.

Nr. 145 „Schwane" Franz Faber.

Nr. 147 „Schwane" Anton Ronovsky.

Nr. 148 Johann Krebs.

Die freundliche Sonnenseite gegen Süden, der mächtige Hochwald und die stimmungsvollen Bilder im Norden, haben „ Wetterhöf el" zu einem schönen Erholungsort gemacht.

Dorfleben um 1900

Menschen und Alltag im Volkskalender von 1899

Bevölkerungsstand: 1890. Weitere Ortsangaben nach dem Kalenderjahrgang 1899.

Unter „Waldhöfel“ verzeichnet der Kalender 26 Häuser und 228 Einwohner. Der Ort wird als zu Friedrichsdorf gehörig beschrieben; Ortsvorsteher war laut Verzeichnis Fr. Rosenkranz. Die Schule lag in Friedrichsdorf, Pfarre und Post in Iglau, der Gendarmerieposten in Stecken.

Quelle und zeitliche Einordnung

Die Bevölkerungs- und Religionszahlen beziehen sich laut Vorbemerkung des Kalenders auf die Volkszählung von 1890. Die übrigen Angaben stammen aus dem Jahrgang 1899; soweit die Quelle ein Wahl- oder Gründungsjahr nennt, ist es im Text angegeben. Die genannten Personen bilden kein vollständiges Einwohnerverzeichnis.

Quelle: Deutscher Volkskalender für die Iglauer Sprachinsel, Jahrgang 1899; zur Datierung der Bevölkerungszahlen. Redaktionell zusammengefasst; historische Namensabkürzungen bleiben erhalten.

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